Gespräch · Visuelles Kalkül
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Wann
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Als du die Promenade betrittst, schlägt dir die kalte Meeresbrise ins Gesicht. Der Leichnam ist verschwunden, aber etwas hängt noch in der Luft. Und hoch darüber, vor dem sternenklaren Himmel …
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Ein leuchtendes Vergnügungsrad, dessen Holzgerüst im Wind knarrt. Zwölf rote Kabinen bilden einen Kreis, der von den Motoren am unteren Ende bis zu den Möwenschwärmen oben am Himmel reicht.
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- Als du die Promenade betrittst, schlägt dir die kalte Meeresbrise ins Gesicht. Der Leichnam ist verschwunden, aber etwas hängt noch in der Luft. Und hoch darüber, vor dem sternenklaren Himmel …
- Als du die Promenade betrittst, schlägt dir die kalte Meeresbrise ins Gesicht. Der Leichnam ist verschwunden, aber etwas hängt noch in der Luft. Und hoch darüber, vor dem grauen Himmel …
Die Luftspiegelung wirkt im Nebel gleichzeitig traurig und herrlich, wie ein in einem Glas gefangenes Insekt.
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„Was schauen Sie an?“ Der Lieutenant folgt deinem Blick, sieht aber nichts als den Horizont.
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Nichts! Nichts. Wir sind nur hier, um uns am Vergnügungsrad zu erfreuen, oder?
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Tod und Verfall. Da ist die Bank, wo du den Mann gefunden hast. Sogar das Riesenrad fault vor sich hin.
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Hier geht es um den Mann, der gestorben ist, oder? Um den traurigen Alkoholiker auf der Promenade …
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Hier geht es um den Mann, der gestorben ist, oder? Um den traurigen Alkoholiker auf der Promenade … und um die Familie, die er zurückgelassen hat.
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Meinst du, so ging es ihm auch? Meinst du, er wollte sich nur amüsieren – oder wollte er aussteigen?
Als du seinen Leichnam fandest, hatten Regen, Schneeregen und Sonnenschein Spuren an ihm hinterlassen – hatten begonnen, ihn zu zersetzen. So, wie sie auch die wenigen Überreste des Rades nach der Landung zersetzt hatten.
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Das Riesenrad steht still auf der Promenade. Seine zwölf roten Kabinen hängen in der Luft.
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Das ist alles ein Missverständnis. Ich habe eine Schwäche für Vergnügungsräder! Und für Vergnügen im Allgemeinen.
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Meinst du, so ging es dem Mann, den du gefunden hast? Meinst du, er wollte sich nur amüsieren?
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Tod und Verfall. Du starrst in den kalten, harten Kern der Dinge – so herb wie die Säure in deinem Magen.
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Nichts ist los, alles läuft perfekt. Wir sind nur hier, um das Riesenrad zu betrachten!
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„Ich verrate Ihnen ein Geheimnis. Ich bin noch nie Riesenrad gefahren. Es gab mal eins in Couron, ein kleines, als ich noch Kind war …“ Er starrt ins Leere, als ob er sich das klapprige Riesenrad auf dem Marktplatz einer Stadt vorstellt, umgeben von Kindern.
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„Ich verrate Ihnen noch ein Geheimnis. Ich bin noch nie Riesenrad gefahren. Es gab mal eins in Couron, ein kleines, als ich noch ein Kind war …“ Er starrt ins Leere, als ob er sich das klapprige Riesenrad auf dem Marktplatz einer Stadt vorstellt, umgeben von Kindern.
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„Ich war immer zu klein, um mitfahren zu dürfen. Der Gurt hat nicht funktioniert. Und als ich dann endlich groß genug war, war das Rad nicht mehr funktionstüchtig.“ Er lacht und schüttelt den Kopf. „Wie dem auch sei …“
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„Wir sollten uns auf den Weg machen. Es wird langsam kalt, wenn wir hier nur herumstehen.“
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- „Ich habe keine Ahnung, wie sie auf den Trip mit dem Riesenrad kommen, aber ich werde dazu keine weiteren Fragen stellen.“
- „Ich war immer zu klein, um mitfahren zu dürfen. Der Gurt hat nicht funktioniert. Und als ich dann endlich groß genug war, war das Rad nicht mehr funktionstüchtig.“ Er lacht und schüttelt den Kopf. „Wie dem auch sei …“
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- „Wir sollten uns auf den Weg machen. Es wird langsam kalt, wenn wir hier nur herumstehen.“
- „Wir sollten uns auf den Weg machen. Laufen bringt die Endorphine in Gang, nicht wahr?“ Er lächelt über seine eigene Bemerkung und atmet dann die feuchte Luft ein.
- „Aber ich glaube nicht, dass es Ihnen oder mir guttut, hier in der Kälte herumzustehen. Machen wir uns auf den Weg. Wir haben einen Fall zu lösen.“
- „Es wird langsam kalt, wenn wir hier nur herumstehen. Es wäre nicht schlecht, wenn wir uns wieder bewegen würden – vielleicht könnten wir sogar ein bisschen laufen.“
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„Ich habe keine Ahnung, wie sie auf den Trip mit dem Riesenrad kommen, aber ich werde dazu keine weiteren Fragen stellen.“
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„Glauben Sie, er hat seine letzten Minuten hier draußen genossen? Glauben Sie, er hat sich amüsiert?“
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„Herr Méjean?“ Sein Blick wandert zu der leeren Bank unter der Straßenlampe. Sie wirkt kalt und feucht von den Wellen, alles andere als einladend.
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„Amüsiert vielleicht nicht, aber ich glaube schon, dass er versucht hat, sich aufzumuntern, ja. Auf seine Weise.“
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Um einen Ort in der Welt zu finden, wo er sich mit sich im Reinen fühlte. Für einen Augenblick.
„Aber ich glaube nicht, dass es Ihnen oder mir guttut, hier in der Kälte herumzustehen. Machen wir uns auf den Weg. Wir haben einen Fall zu lösen.“
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„Der Mann, den wir gefunden haben?“ Ihm wird bewusst, dass ihr beide seinen Namen nicht kennt. „Ja, ich weiß auch nicht … Viel haben wir ja nicht über ihn in Erfahrung gebracht.“
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„Aber wir versuchen schließlich alle, uns besser zu fühlen – und wenn es nur für einen Augenblick ist. Ich glaube nicht, dass er zum Sterben hergekommen ist.“ Er starrt die leere Bank an und erschaudert.
„Es wird langsam kalt, wenn wir hier nur herumstehen. Es wäre nicht schlecht, wenn wir uns wieder bewegen würden – vielleicht könnten wir sogar ein bisschen laufen.“
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„Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Irgendetwas gerät bei mir aus den Fugen.“
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„Detective …“ Er legt dir eine Hand auf die Schulter. „Wir haben eine schwierige Woche hinter uns. Ich glaube nicht, dass es uns guttut, hier noch länger herumzustehen.“
„Wir sollten uns auf den Weg machen. Laufen bringt die Endorphine in Gang, nicht wahr?“ Er lächelt über seine eigene Bemerkung und atmet dann die feuchte Luft ein.
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Die kleinen Gondeln aus Holz schwingen im Wind. Die Sitze sind leer, die Böden mit alten Eistuben und weggeworfenen Fahrkarten übersät …
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In einer der Kabinen hat ein Meeresvogel ein Nest gebaut. Doch sogar das Nest scheint verlassen zu sein – ein Überbleibsel eines Frühlings vor über fünfzig Jahren.
Je weiter oben man ist, desto mehr nimmt der Wind zu. An einem guten Tag kann man von ganz oben sogar La Delta in der Ferne sehen – und die Masten und Segel von Dutzenden Vergnügungsbooten.
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Eine alte Gondel wurde zu einem Kartenschalter umgebaut. Das Rot ihres Rahmens hat die gleiche Schattierung wie die weiter oben. Seitlich daran befestigt verkündet ein Schild: „ZWANZIG CENTIM FÜR DIE FAHRT DEINES LEBENS!“
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Überlebenskünstler, Junkies, Lumpenhändler – sogar ganze Familien in höchster Not – haben diese Kabinen in den ärmsten Bezirken von Revachol in Hütten und Unterkünfte verwandelt.
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Als du die Promenade betrittst, schlägt dir die kalte Meeresbrise ins Gesicht. Der Leichnam ist verschwunden, aber etwas hängt noch in der Luft. Und hoch darüber, vor dem grauen Himmel …
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1- Beobachtung · MartinaiseBeobachtungDialoge · 1