Gespräch · Acele
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„Mir musst du nicht sagen, dass Rockmusik tot ist. Ich habe Rockmusik vor langer Zeit aufgegeben. Zur Rockmusik kann man nicht Disco tanzen.“
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„Mir musst du nicht sagen, dass Rockmusik nicht auf der Höhe der Zeit ist. Ich bin ein Mann der Zukunft. Ich habe Rock schon in den Dreißigern aufgegeben. Scheiß auf Rock.“ (Du spuckst aus.)
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„Einmal waren wir unterwegs und haben Party gemacht, irgendwo am Arsch der Welt in Faubourg. Oder vielleicht sogar in Coal City, ich weiß nicht mehr. Vielleicht war es in Coal City …“
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„Ei hat die ganze Nacht lang irgendwelche Sachen gerufen, während jemand anders Jams aufgelegt hat. Er hat gerufen und gerufen, bis seine Stimme im Eimer war. Als die Sonne über den Minen aufging … Da waren Minen? Ja, es war in Coal City!“ Sie nickt.
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„Ei ist mitgekommen. Den ganzen Rückweg über klang er wie ein keuchender Welpe. Konnte nicht mal reden.“
„Es war definitiv Coal City, weil wir zwei Tage gebraucht haben, um wieder nach Fau zurückzukommen. Den ganzen Weg über hat er gekeucht, und wir haben ihn nicht mal gefragt, warum er mitgekommen ist. Oder wer er war. Ich glaube, er heißt Germaine …“
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Es muss wirklich eine tolle Nacht gewesen sein. Bei der Erinnerung daran schweigt sie eine Weile.
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Die schlimmste aller Banlieues. Ein erbärmlicher Wust aus geschlossenen Minen westlich von Jamrock, an den staubigen Abhängen von Monte-Martin. Der abgelegenste Bereich von Revachol; dort will man nicht einmal mehr die Leute ausbeuten.
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„Andre? Der ist ein cooler Typ. Er kommt zwar nicht so rüber, aber er ist cool. Finde ich jedenfalls …“
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Sie reibt sich die Seiten, aber nicht vor Kälte. Ihre Schultern sind entspannt. Sie muss etwas genommen haben oder gerade in einer guten Phase sein.
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„Er kriegt Scheiße geregelt. Tut mir leid, ich meine … Er hat eine Vision. Wie das Leben sein sollte. Er versucht, alles so zu regeln, dass sich die Puzzleteile zusammenfügen. Er ist ein Organisator.“
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„Nichts. Andererseits … gibt’s hier auch nichts zu organisieren. Er will wirklich, dass das mit der Kirche klappt …“
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„Er muss es als Zeichen betrachtet haben, als er sie gefunden hat und sie verlassen war. Er hat es ein Omen genannt. Wie er halt so redet.“ Sie lächelt. „Andre ist nicht besonders intelligent …“
„Aber ich habe ihn noch nie so aufgedreht erlebt – und er ist oft aufgedreht. Er wirkte irgendwie verzweifelt, als ob das seine letzte Chance wäre oder so. Oder vielleicht war er nur high …“
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„Entspann dich. Ich bin zwar Polizist, aber total korrupt. Du kannst mir von Drogen oder anderem Scheiß erzählen. Das ist mir schnurzpiepegal.“
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„Entspann dich. Wir sind zwar Polizisten, aber wir sind völlig korrupt. Du kannst uns von Drogen oder anderem Scheiß erzählen. Das ist mir scheißegal.“
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„Könnte es daran liegen, dass er eine Glatze bekommt? Vielleicht denkt er, es wäre seine letzte Chance?“
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„Irgendwie ist er mit seinen Haaren gerade in einem Selbstzerstörungsmodus. Dass er sie so bleicht. Wahrscheinlich will er sie ganz loswerden.“
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Sie hat nicht gezögert. Sie ist sich sehr sicher. Er ist jemand, dem sie vertrauen kann. Den sie sogar beeinflussen kann, wenn es sein muss.
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„Er kommt aus Faubourg, wie wir anderen auch. Okay, Ei vielleicht nicht, das weiß ich nicht, aber Noid und die anderen kommen aus Faubourg. Wir sind nach Norden gepilgert, um dem Paliseum einen Besuch abzustatten.“
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„Er ist ein Tischler. Mit Ausbildung und so. Er ist echt gut, aber er hat nicht die richtige Einstellung, um als Tischler zu arbeiten – irgendwo in einer Werkstatt.“
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„Das liegt daran, dass Noid total hardcore ist. Ich habe das verinnerlicht. Ich verstehe, warum Leibeigenschaft für ihn nicht in Frage kommt. Verstehst du es auch?“
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„Wow. Du hast wirklich mit ihm geredet.“ Sie lächelt. „Ja, genau. Noid hört auf nichts und niemanden – außer auf den Beat.“
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Ein komisches Gefühl … wie das andere Mal, als du gemerkt hast, dass sie besser lügt als erwartet. Hin und wieder kommt ihre Redeweise seltsam herüber. Sie wechselt nicht wirklich den Ton, aber du hast das Gefühl, dass du sie nicht ganz durchschaust.
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- Ein komisches Gefühl … Hin und wieder kommt ihre Redeweise seltsam herüber. Sie ändert ihren Ton nicht, aber du hast das Gefühl, dass du sie nicht ganz durchschaust.
- Ein komisches Gefühl … wie das andere Mal, als du gemerkt hast, dass sie besser lügt als erwartet. Hin und wieder kommt ihre Redeweise seltsam herüber. Sie wechselt nicht wirklich den Ton, aber du hast das Gefühl, dass du sie nicht ganz durchschaust.
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Ein komisches Gefühl … Hin und wieder kommt ihre Redeweise seltsam herüber. Sie ändert ihren Ton nicht, aber du hast das Gefühl, dass du sie nicht ganz durchschaust.
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„Ich will nicht zu dramatisch klingen, aber in seiner Nähe würde ich mich über das, was er glaubt, nicht lustig machen. Noid ist ein ernster Typ. Er nimmt diese Lebensweise ernst.“
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„Er ist durch und durch hardcore, hält sich an nichts anderes. Du musst ihn selbst danach fragen.“
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„Das ist nur etwas, was die armen Kids aus Faubourg jedes Jahr im Frühjahr machen, um sich die Zeit zu vertreiben. Wir gehen die Boogie Street ganz hoch, bis nach Jamrock. Oder so weit wie möglich.“