Gespräch · Der Deserteur
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Die Summe all der erratischen Bewegungen, des ganzen Gezappels und der Gefühlsumschwünge, die er an den Tag gelegt hat …
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Als du sie aussprichst, fühlen die Worte sich schwer wie Zinn an, als ob sie aus deinem tiefsten Innern kommen würden. Du hast sie schon Hunderte von Malen gesagt …
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Du sagst: „Sie werden auf das nächste Revier verbracht, wo Sie die Vorermittlung durchlaufen werden.“
„Aber …“ Die Augen des alten Mannes füllen sich mit einem plötzlich aufkeimenden Schrecken. „Aber du hast doch gesagt, dass man mich zur, ähm, der …“
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Dieser Schrecken ist die Kulmination all der unkontrollierten Bewegungen und Gefühlsumschwünge, die er an den Tag gelegt hat …
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Der Wind wird stärker. Die Stille auf dem Wasser bricht auf; kleine Wellen erscheinen …
Du sagst: „Ihre Freizügigkeit nach der Aufenthaltsverordnung ist Ihnen hiermit entzogen. Angaben, die Sie dem Polizisten vor Ort machen, können von der Staatsanwaltschaft gegen Sie verwendet werden.“
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„Ihnen wird innerhalb einer Woche ein Pflichtverteidiger beigeordnet. Sie werden sich in vierundvierzig Tagen vor Gericht verantworten müssen. Haben Sie das verstanden?“
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„Und was, wenn ich nicht will? Was, wenn ich hierbleiben will?“ Er schaut dich mit angsterfüllten Augen an.
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„Das geht nicht, mein Schlauchboot …“ Er zeigt auf den platten Reifen. „Mein Reifen ist kaputt, er lässt sich nicht mehr aufpumpen.“
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„Was für eine Farce! Was soll denn dieses Gelaber über – das Festland? Sind das …“ Seine Stimme geht in einem unerwartet aufkommenden Windstoß unter.
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„Was für eine Farce! Was soll denn dieses Gelaber über – Handschellen? Sind das …“ Seine Stimme geht in einem unerwartet aufkommenden Windstoß unter.
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Da ist es wieder, aus dem Norden. So wie schon die ganze Zeit, seitdem du an die Küste gekommen bist – das Schilf flüstert, Schilfrohre reiben aneinander. Doch dann, mittendrin …
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Etwas ganz anderes. Es hört sich wie ein Bogen an, der äußerst langsam an den Saiten einer Geige streicht. Eher ein Geigchen, dass aus Schilf und Binsen gemacht ist.
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„Die reinste Farce – diese Welt. Sind das … Sind das wir …?“ Seine Stimme geht in einem unerwartet aufkommenden Windstoß unter.
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Du dachtest, du hättest etwas gehört, aber es war nur das Schilf. So, wie machen wir das jetzt?
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Die Summe all der erratischen, unfreiwilligen Bewegungen und der Gefühlsumschwünge, die er an den Tag gelegt hat …
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Die Worte fühlen sich schwer an, als ob sie aus deinem tiefsten Innern kommen würden. Du hast sie schon Hunderte von Malen gesagt …
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Zumindest wolltest du das sagen. Noch bevor du über ‚Ich nehme Sie‘ hinauskommst, unterbricht dich der Lieutenant:
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„Officer, sind wir uns da sicher?“ Seine Stimme ist gedämpft. „Vielleicht können wir noch mehr abekommen.“
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Er nickt zurück und wendet sich dem auf dem Baumstamm sitzenden Mann zu. „Josef Lilianowitsch Dros, ich nehme Sie wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes an dem Krenel-Colonel vorläufig fest. Sie werden auf das nächste Revier verbracht, wo Sie die Vorermittlung durchlaufen werden.“
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Er nickt zurück und wendet sich dem auf dem Baumstamm sitzenden Mann zu. „Josef Lilianowitsch Dros, ich nehme Sie wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes an Ellis Kortenaer vorläufig fest. Sie werden auf das nächste Revier verbracht, wo Sie die Vorermittlung durchlaufen werden.“
Er nickt zurück und wendet sich dem auf dem Baumstamm sitzenden Mann zu. „Josef Lilianowitsch Dros, ich nehme Sie wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes an dem Krenel-Colonel Lely vorläufig fest. Sie werden auf das nächste Revier verbracht, wo Sie die Vorermittlung durchlaufen werden.“
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Der alte Mann blickt auf das Gewehr in deinen Händen – aus irgendwelchen Gründen ein wenig unruhig …
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Du hast ihn erschreckt … Vielleicht war es die Stille? Schnell sammelt er sich wieder. Trotzdem – wovor sollte er nur Angst haben?
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Der alte Mann blickt auf das Gewehr im Sand und dann zu dir auf – aus irgendwelchen Gründen ein wenig unruhig …
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„Officer …“ Der Lieutenant unterbricht dich bei nehme. Er spricht mit gedämpfter Stimme. „Sind wir uns da sicher? Vielleicht können wir noch mehr aus ihm herausholen …“
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Zumindest wolltest du das sagen. Noch bevor du über ‚Ich nehme Sie‘ hinauskommst, unterbricht dich der Junge: