Die Treppe führt hinab nach Jamrock-Mitte. Dort, auf dem Markt auf der anderen Seite der Brücke, betreibt ein Mann namens Kuklow einen Stand, auf dessen Dach sich der Schnee türmt. Er verkauft von Fliegenlarven befallenes Kebab an deine Kollegen, die glauben, dass sein Verzehr sie gegen Lebensmittelvergiftungen immun machen wird.
Gespräch · Schauder
Sprecher · 12
Schnee rieselt auf den Stadtbezirk herab: auf die Bücherei, das Blumengeschäft und das saramirizanische Restaurant, das selbstgemachten Wein anbietet. Ebenso auf die Bordelle, die Drogenhöhlen und die illegalen Werkstätten, in denen die Semljaki Motorwagen ausschlachten.
Die gesamte Kulisse säumt einen See, der sich in einem Meteoritenkrater gebildet hat. In der Mitte dieses Sees liegt ein kleines Schiff. An der Unterseite seines Rumpfes befinden sich Lampen, die wie Schnurrhaare den Grund abtasten …
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Plötzlich läuft es dir eiskalt den Rücken herunter. Der Sand unter deinen Füßen ist feucht. Irgendwo südlich von dir flattern Planen im Wind.
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Satellite-Officer Jean Vicquemare eilt die Treppe am Eingang der Wache hinunter. Als ihn die matschigen Flocken des Schneeregens treffen, zieht er verärgert die Schultern hoch.
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Auf der Brücke halten die Officers Torson und McLaine Wache. Der muskulöse Torson trägt Jeans und eine Lederjacke. Als Vicquemare an ihm vorbeikommt, macht der junge Mann eine Bemerkung …
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„So ist das nicht. Sie sind das, was man Hetero-Lebenspartner nennt. Sie führen eine kampferprobte Beziehung. Einen ‚Bröderbund‘, wenn man so will.“
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„Sehr witzig, diese Nachäffung.“ Vicquemare schafft es endlich, die Handschuhe anzuziehen. An der Innennaht des linken Handschuhs ist ein kleiner Riss. „Typischer Männerhumor am Arbeitsplatz. Habt ihr ihn gesehen?“
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„Nein, es ist alles in Ordnung. Aber … Judit hat bei ihm zu Hause vorbeigeschaut und die Post vom Montag hat noch im Briefkasten gesteckt. Ich glaube, er ist noch dort. Ihr seid nicht zufällig am Wochenende mit ihm saufen gewesen?“
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„Mit diesem Tier? Nie wieder, Mann. Wie jetzt? Er ist immer noch da unten, in … Ihr wisst schon, da unten, südlich von der Anschlussstelle? Wie … hieß das noch mal?“
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„Ich frage mich, ob Vic mittlerweile seinen Hetero-Lebenspartner gefunden hat.“ Der Mann im Netzunterhemd sieht zu Chester McLaine herüber.
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„Keine Ahnung, verdammt. Nicht mal ein echter Bröderbund wie dieser überlebt alles …“
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Die Hochmotorstraße 8/81, die Martinaise von Jamrock trennt. Auf ihr rauschen Tag und Nacht Fahrzeuge aneinander vorbei, während die Menschen, die in den labyrinthartigen Gassen unter der Motorstraße leben, versuchen, inmitten von Schnee und Schlamm ihren Alltag zu bestreiten. Und südlich der 8/81 befindet sich The Pox.
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Gewundene Küste, gesäumt von verlassenen Gebäuden. Verfallende Bootsstege, gegen deren dunkle Pfeiler Salzwasser schwappt. Vergessene Häuserblöcke, grau und rot. Die Überreste der vorrevolutionären Bestrebungen, die Armen von der Küste zu verdrängen.
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Das Wasser verfärbt sich schwarz. Coal City im Schatten Saint-Martins – ein Städtchen, das damals, als die in zahllosen Schächten nahe der Ansiedlung geförderte Kohle benötigt wurde, um Revachol mit Strom zu versorgen, eine Blüte erlebte.
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Diese Zeit ist lange vorbei. Die Kohle wurde durch Petroleum vom Meeresboden und die Wasserkraft der Esperance ersetzt. Alles ist zerfallen. Heute leben nur noch die Schwächsten in Coal City. Ihre Hoffnung auf Reichtum ruht auf den stillgelegten Schächten unter ihren Füßen.
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Unterhalb der alten Minen liegt L’Ossuaire Municipal, Revachols unterirdischer Friedhof. Les petits rats wagen sich in die Gänge hinab und versuchen, einen Weg zu Le Royaume zu finden …
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… wo die filippischen Könige zusammen mit ihren Ärzten und Admirälen bestattet wurden. Mausoleen, Grabkammern, die Flügeltür des Morgens ist noch mit Blattgold überzogen.
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Kinder unter vierzehn. Sie suchen unter Tage nach Artefakten, um sie ausländischen Museen zu verkaufen – und nach sagenumwobenen Relikten. Ihre Eltern schicken sie los. Immer tiefer steigen sie hinab …
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Wenige petits rats kehren aus den Schächten zurück – und noch weniger finden das, wonach sie suchen. Ein kleines Mädchen tritt aus einem schwarzen Tunnel heraus, die Taschen voller Silberschmuck.
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Überall weißer Schnee. Auf den erloschenen Kokshochöfen und den verwitterten Hütten, in denen betrunkene Väter ihre Söhne verprügeln. Der Schnee schmilzt auf deinen Fingern und wird zu Wasser.
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… um dort nach während der Zeit des Suzeräns in Safre und Seol geraubten Rubinen, Melchioriten und Lapislazuli zu suchen. In den Grabkammern der Könige: in jener des großen alten Filippe, in jener Guillaumes II. und sogar im Mausoleum Filippes des Opulenten.
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Zwei Kilometer unter der Erde, in einem gewundenen Schacht, dessen Wandspiegel so positioniert sind, dass bis in alle Ewigkeit Tageslicht auf die reichsten aller Könige fallen wird.
Das Mausoleum birgt eine unermessliche Menge Goldes – und dieses besonderen, unerreicht reinen magentafarbenen Kokains, das vom revacholischen Königshaus bevorzugt konsumiert wurde.
Hat da jemand eine unermessliche Menge Kokain erwähnt? Lass sofort alles stehen und liegen und such nach diesem Schatz!
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Der Schnee fällt, und die Antwort bleibt aus. Manche Dinge sollen Sterbliche einfach nicht erfahren.
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Der Lieutenant wirft einen durchaus beunruhigten Blick auf deine Füße, sagt aber nichts.
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Der schmelzende Schnee sickert durch deine dünne Kleidung. So lassen Großmütter ihre Enkel bei diesem Wetter nicht vor die Tür gehen. Wenigstens sind deine Haare geschützt, so dass sie nicht nass werden und aneinanderkleben. Du siehst dich um …
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Der schmelzende Schnee sickert durch deine dünne Kleidung. Die Zehen deines nackten Fußes werden taub. Wenigstens sind deine Haare geschützt, so dass sie nicht nass werden und aneinanderkleben. Du siehst dich um …
Der schmelzende Schnee sickert durch deine dünne Kleidung. Die Zehen deiner nackten Füße werden taub. Wenigstens sind deine Haare geschützt, so dass sie nicht nass werden und aneinanderkleben. Du siehst dich um …
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Deine Zähne klappern, während der Schnee auf deiner ungeschützten Haut schmilzt und dir eiskalt Brust und Rücken hinabrinnt. Dein Hut verschafft keine große Linderung. Um dich abzulenken, siehst du dich um …
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Deine Zähne klappern, während der Schnee auf deiner ungeschützten Haut schmilzt und dir eiskalt Brust und Rücken hinabrinnt. Die Zehen deines nackten Fußes werden taub. Dein Hut verschafft keine große Linderung. Um dich abzulenken, siehst du dich um …
Deine Zähne klappern, während der Schnee auf deiner ungeschützten Haut schmilzt und dir eiskalt Brust und Rücken hinabrinnt. Deine nackten Füße werden taub. Dein Hut verschafft dir keine große Linderung. Um dich abzulenken, siehst du dich um …
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Dein Mantel wärmt dich, aber deine feuchtkalten Haare kleben dir am Kopf. Das Gefühl ist unangenehm. Du bräuchtest einen Hut. Du beobachtest die Landschaft um dich herum.
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Dein Mantel wärmt dich, aber deine feuchtkalten Haare kleben dir am Kopf. Das Gefühl ist unangenehm. Außerdem wird dein nackter Fuß taub. Du beobachtest die Landschaft um dich herum.
Dein Mantel wärmt dich, aber deine feuchtkalten Haare kleben dir am Kopf. Das Gefühl ist unangenehm. Außerdem werden deine nackten Füße taub. Du beobachtest die Landschaft um dich herum.
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Der schmelzende Schnee sickert durch deine dünne Kleidung. So lassen Großmütter ihre Enkel bei diesem Wetter nicht vor die Tür gehen. Du siehst dich um …
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Der schmelzende Schnee sickert durch deine dünne Kleidung. Die Zehen deines nackten Fußes werden taub. Du siehst dich um …
Der schmelzende Schnee sickert durch deine dünne Kleidung. Die Zehen deiner nackten Füße werden taub. Du siehst dich um …
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Deine Zähne klappern, während der Schnee auf deiner ungeschützten Haut schmilzt und dir eiskalt Brust und Rücken hinabrinnt. Um dich abzulenken, siehst du dich um …
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Deine Zähne klappern, während der Schnee auf deiner ungeschützten Haut schmilzt und dir eiskalt Brust und Rücken hinabrinnt. Die Zehen deines nackten Fußes werden taub. Um dich abzulenken, siehst du dich um …
Deine Zähne klappern, während der Schnee auf deiner ungeschützten Haut schmilzt und dir eiskalt Brust und Rücken hinabrinnt. Deine nackten Füße werden taub. Um dich abzulenken, siehst du dich um …
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Es war ein kaltes Jahr. Alles, was auf den Frühling wartet, wird sich noch etwas gedulden müssen.
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Du blickst zum Himmel hinauf, während geschmolzener Schnee von deinem Hut tropft.
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Zahlreiche große Kriegsschiffe schweben am Himmel. Weiße Wolken kollidieren miteinander, und ihr Schutt prasselt auf die Welt herab.
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Kartenpunkte
1- Beobachtung · MartinaiseBeobachtungDialoge · 1