ICH HABE DICH GESEHEN, ICH HABE DICH GESEHEN! ICH HABE DICH MIT IHR GESEHEN – UND ICH HABE DICH OHNE SIE GESEHEN. ICH HABE DICH AUF DEM KAMM DES HÜGELS GESEHEN.
Konstitution
Vor Gedankeneffekten; weitere Dialogbedingungen können gelten.
709 · Stimmen und Dialoge
ICH HABE DICH GESEHEN, ICH HABE DICH GESEHEN! ICH HABE DICH MIT IHR GESEHEN – UND ICH HABE DICH OHNE SIE GESEHEN. ICH HABE DICH AUF DEM KAMM DES HÜGELS GESEHEN.
Du hörst das Eis unter dir knacken. Draußen, an der einst modernen Promenade, zerfällt im Wind der Fortschritt des letzten Jahrhunderts – eine mit Einschusslöchern übersäte Zeile baufälliger Häuser. Ebenso die Rue Saint-Gérôme und alle Häuser an der Hauptstraße. Das alte Kino versinkt unter Villalobos …
DU MUSST DAS SOFORT IN ORDNUNG BRINGEN. EINIGKEIT STEHT AN ERSTER STELLE. UND VERGISS NICHT …
IN ZWEIUNDZWANZIG JAHREN WIRD DER ERSTE SCHUSS FALLEN. ES WIRD KEIN GEWEHRSCHUSS SEIN – SONDERN EINE ATOMARE WAFFE, DIE MICH EINEBNEN WIRD. VOLLSTÄNDIG.
An der Küste am Meeresarm von Martinaise steht eine kleine, vom Wetter mitgenommene Stabkirche, die vor 380 Jahren von Siedlern aus dem Okzident errichtet wurde – vermutlich als Schutz vor einer Anomalie, die sich in ihrem Zentrum befindet. In dieser Kirche verdreht und windet ein Officer der BMR seinen Körper, um idiotisch starre Haltungen anzunehmen, während er die Zukunft der Tanzmusik erfindet … Härter als er hat noch nie jemand getanzt.
Musik hämmert durch das Innere einer alten Stabkirche an der Küste von Martinaise. Mehrere Gestalten geben sich dem Beat hin, die Musik reißt ihre Körper mal in diese, mal in jene Richtung. Eine von ihnen, ein Officer der BMR, hält urplötzlich inne. Er wirkt orientierungslos. Heftiges Zittern, das nicht zum Rhythmus der Musik passt, ergreift Besitz von ihm.
DU BIST EIN OFFICER DER BÜRGERMILIZ. AGENTES IN REBUS, WENN IHR MEINEN MANTEL TRAGT, TRAGT IHR MEINE SEELE.
DIE MODULATIONEN MEINER STIMME WERDEN MIT THERMOMETERN UND BAROMETERN ERFASST. DU SPÜRST MICH IN DEINEN NASENLÖCHERN, AN DEINEN NACKENHÄRCHEN.
Du hörst das Eis unter dir knacken. Draußen, auf dem Steg, zerfällt im Wind der Fortschritt des letzten Jahrhunderts – eine mit Einschusslöchern übersäte Zeile baufälliger Häuser. Ebenso die Rue de Saint-Gérôme und die Hauptstraße. Das alte Kino versinkt unter Villalobos …
Du hörst das Eis unter dir knacken. Draußen, an der einst modernen Promenade, zerfällt im Wind der Fortschritt des letzten Jahrhunderts – eine mit Einschusslöchern übersäte Zeile baufälliger Häuser. Ebenso die Rue Saint-Gérôme und die Hauptstraße. Das alte Kino versinkt unter Villalobos …
DU BIST EIN OFFICER DER BÜRGERMILIZ. DU BEWEGST DICH IN MOTORWAGEN UND ZU FUSS ÜBER MEINE STRASSEN, WIE ES DIR BELIEBT. DU VERSTEHST ES, AN VERBORGENE ORTE ZU GELANGEN. DU BEWEGST DICH AUCH UNTER JENEN, DIE SICH VERBORGEN HALTEN.
Du hörst das Eis unter dir knacken. Draußen, auf dem Steg, zerfällt im Wind der Fortschritt des letzten Jahrhunderts – eine mit Einschusslöchern übersäte Zeile baufälliger Häuser. Ebenso die Rue Saint-Gérôme und die Hauptstraße. Das alte Kino versinkt unter Villalobos …
Ganz wie versprochen … Du hast äonenlang hier gestanden und die widerwärtigen Abgase der Lastwagen und Wagen eingeatmet.
Zwei Frauen stehen auf einem kleinen Felsvorsprung. Eine von beiden trägt einen violetten Regenmantel. Von den Angelruten hängen dünne Schnüre ins Meer hinab. Kleine Tropfen erscheinen auf dessen Oberfläche – immer schneller, immer mehr.
In der Finsternis des Hafens ist ihre Zigarette ein Leuchtfeuer, das alleine vor sich hertanzt. Du siehst es ganz deutlich vor dir, als ob du selbst Tausende von Malen die gleichen Straßen entlanggegangen wärst.
Eine Frau sitzt am Küchentisch, isst Buttertoast und trinkt Kräutertee. Sie öffnet den Salzneben-Report, ein vierteljährlich erscheinendes Wirtschaftsmagazin. Dort, in glänzendem Dreifarbdruck: er, triumphal und siegreich, wie eine Erscheinung aus der Vergangenheit.