Gespräch · Empathie
Sprecher · 21
„Wem willst du was vormachen, Junge? Man kann niemanden überwältigen, der um ein Vielfaches größer ist als man selbst. Wer so was versucht, endet unter der Erde.“
„Da hast du gerade einen scheißgroßen Fehler gemacht.“ Schwer atmend macht er einen Schritt zurück. „Einen riesigen Fehler. Kannst dich von dem ganzen Scheiß verabschieden, den Cuno dir klargemacht hätte. Du und Cuno sind fertig miteinander.“
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„Hab’ dir doch gesagt, dass du dich von der Schw*****l fernhalten sollst.“ Die Kleine hinter dem Zaun hört sich plötzlich an, als wäre ihr ein Stein vom Herzen gefallen. „Der ist ein beschissener Niemand.“
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„Nein, nichts ist okay.“ Er zeigt auf deine Augen, dann auf seine. „C braucht Cuno, Cuno beschützt sie. Wenn du dich mit C anlegst, legst du dich mit Cuno an. Wenn du ihr drohst, wenn du ihr damit drohst, sie mitzunehmen …“
Alternative Zeilen · 1
„Sperr ma’ die Lauscher auf!“ Er zeigt auf deine Augen, dann auf seine. „C braucht Cuno, Cuno beschützt sie. Wenn du dich mit C anlegst, legst du dich mit Cuno an. Wenn du ihr drohst, noch ein einziges Mal mit der Knarre vor ihr rumfuchtelst, versuchst, sie mitzunehmen …“
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„Ja, Mann, sie ist psycho.“ Er beugt sich noch weiter vor. „Damit mein’ ich nicht kindergartenpsycho – Katzen verbrennen und so was. Damit mein’ ich den echten Scheiß.“
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Er will nicht einmal darüber nachdenken. Das ist nicht nur eine weitere Prahlerei.
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Und er will nicht einmal darüber nachdenken. Das ist nicht nur eine weitere Prahlerei.
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„Scheiße nein, sie ist nicht meine Schwester. Sie ist uns einfach zugelaufen. Wie ’n wilder Hund oder so.“
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„Ja, Mann, auf einmal ist sie einfach da gewesen.“ Er zeigt auf das Wohngebäude hinter dem Zaun.
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„Sie hat auf dem Flur gehockt, nass bis auf die Haut.“ Cuno zuckt zusammen und spricht dann noch leiser. „Neben dem beschissenen Schuhregal. Im Dunkeln.“
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„Cuno hat keinen verdammten Plan. Ihre Haare sind komplett nass gewesen. Ich glaub’, sie hat auch auf den Boden gepisst. Drei Tage lang hat sie da gehockt – in der Ecke. Immer, wenn Cuno rausgegangen ist.“
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Du kennst das. Man verfällt in einen plötzlichen Schockzustand. Ein „Mordskater“ – das könnte es gewesen sein.
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Das ist mir bewusst, aber der Gedanke kommt dir trotzdem: Sie hat sich danach in einen Starrezustand begeben. Es dauert einen Augenblick, bis du dir das Bild aus dem Kopf schlagen kannst …
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„Kein Plan …“ Er sieht dich argwöhnisch an, als du deine Gedanken hinter dir lässt. „Jemand hat die Tür offen gelassen. Cuno kommt heim, und sie schläft unterm Schreibtisch, unter ’nem Haufen Kleider. Wie ’n Hund.“
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„Cunos Altem ist alles scheißegal. Der merkt gar nicht, dass sie da ist. Oder glaubt, dass sie Cuno ist …“ Er zeigt auf sich selbst. „Cuno kümmert sich um den ganzen Scheiß.“
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… ein Kind getötet hat. Ja. Dann suchen sie nach einem ruhigen, dunklen Ort und begeben sich dort in einen Starrezustand. Das dauert dann üblicherweise ein paar Tage, höchstens eine Woche.
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„Kein Plan … Jemand hat die Tür offen gelassen. Cuno kommt heim und sie schläft unterm Schreibtisch, unter ’nem Haufen Kleider. Wie ’n Hund.“
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„Ja, Mann, genau da. Sie hatte sich einfach neben der Kammer zusammengerollt. So voll psychomäßig.“
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„Na ja, sie hätte ihn gern abgemurkst. Aber das hat sie nicht. Cuno ist nicht hier gewesen. Und C ist bei Cuno gewesen.“