Gespräch · Kim Kitsuragi
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In Wirklichkeit gibt es keinen „Krieg der Kulturen“, aber es gibt einen Kampf um Paarungsprivilegien – seit jeher –, und dieser Mann ist in diesem „Konflikt“ hoffnungslos unterlegen und völlig falsch ausgestattet.
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Es ist ein Teufelskreis, den er wohl nie durchbrechen wird. Die fehlende weibliche Zuneigung macht ihn verbittert. Diese Verbitterung verringert seine Chancen, ebenjene Zuneigung zu erlangen …
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Nur ein weiterer wütender Affe, der um Ressourcen konkurriert …
So hat er versucht, das Beste aus seiner Situation zu machen. Zum Glück ist ihm nicht bewusst, in welchem Teufelskreis er steckt.
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Sei einfach nett. Oder zerreiß ihn in der Luft. Oder ignoriere ihn. Ändern wirst du ihn sowieso nicht.
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„Immer noch anwesend, Sie Witzfigur? Oder wollen Sie lieber nur rumstehen wie ein Klebstoffschnüffler?“
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„Hören Sie mich noch, Bruder? Sie stehen da wie ein Klebstoffschnüffler.“
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Und vielleicht wäre er nicht so intolerant, wenn er die Liebe früher entdeckt hätte? Aber so ist es nun mal.
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Am Anfang steht die Genlotterie. Ein paar wenige werden als attraktive, stattliche Riesen geboren, während die meisten – wie dieser Typ – einfach nur Durchschnitt sind. Die weniger Glücklichen haben ein unterentwickeltes Körperteil, einen fehlenden Sinn oder Schlimmeres.
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Nur die Durchschnittlichsten von allen überleben eine Massenextinktion. Das ist eine wohlbekannte Tatsache.
Aber auch als „durchschnittlicher“ Typ kann man viel erreichen, was ihm nie gelungen ist. Jetzt, wo er über sein bestes Alter hinaus ist, wird das wohl auch nicht mehr passieren. Während andere die „Schlachtfelder“ dominieren, wird er im Paarungsbecken auf Grund laufen.
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Es ist seine miesmacherische, selbstbemitleidende Mentalität. Die Wahrnehmung, dass die Welt ihm eine Partnerin schuldet, weil er sich selbst als „guten Kerl“ ansieht.
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Er hat kein Interesse daran, sich weiterzuentwickeln und zu verbessern, beziehungsweise etwas dafür zu tun. Er denkt, er habe einen Anspruch auf Liebe und Respekt, nur weil es ihn gibt.
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Aber in Wahrheit sind da draußen hundert Millionen Männer, die um jede einzelne Frau konkurrieren, und seine Einstellung ist eine Garantie dafür, dass er sich nie durchsetzen wird.
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Hast du mich nicht gehört? Da draußen wütet der Krieg der Kulturen, und dieser unerwartete Held könnte unsere letzte – unsere beste – Chance sein. Das ist alles, worum es hier geht.
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Um dich steht es so schlecht, dass du nicht einmal bemerkst, was vor sich geht! Ein Glück, dass dieser Held hier ist und für uns alle kämpft.
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„Immer noch anwesend, Sie Witzfigur? Oder wollen Sie lieber nur rumstehen wie ein Klebstoffschnüffler?“
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„Hören Sie mich noch, Bruder? Sie stehen da wie ein Klebstoffschnüffler.“
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Ganz genau. Nur mit Pistolen und Schwertern kannst du dich gegen Jugendkultur und demographischen Wandel schützen.
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„Mein … was? Ah!“ Er springt angewidert nach hinten. „Die verdammten Warmen überall …“
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Er entspannt sich leicht. „Die Leute meinen, es wäre so einfach, ein Lastwagenfahrer zu sein. Das ist es aber nicht, okay?“
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„Meinen Sie, es ist leicht, in Form zu bleiben, wenn man an sechs Tagen in der Woche einen Lastwagen fährt?!“ Seine Stimme ist unnatürlich schrill. „Ihr Typen habt es leicht. Lauft den ganzen Tag herum, verbrennt Kalorien und was weiß ich …“
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„Was soll einer wie ich denn bitte schön machen, hm? Beim Fahren wie so ein Analakrobat im Homozirkus den Arsch zusammenkneifen?!“
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Genau genommen trainieren Analakrobaten, indem sie verschiedene Bauchatemübungen durchführen, und nicht, indem sie ihren Arsch zusammenkneifen. Das wissen nur ganz wenige.
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„Was genau meinen Sie mit ‚rundherum‘ rassistisch?“ Er starrt dich angespannt an.
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„Wie gesagt, bei Ihnen habe ich ein gutes Bauchgefühl.“
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Der Lastwagenfahrer schenkt dem Lieutenant keine Beachtung. „Mein Freund, ich weiß zwar nicht, wonach Sie suchen, aber ich muss Ihnen sagen, dass man die Zeit nicht zurückdrehen kann …“
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„Ich habe die demographischen Berichte gesehen. Ich weiß, was unsere Experten sagen. Unsere Glanzzeiten als Volk liegen hinter uns, und zwar für immer.“