Gespräch · Putzfrau
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- „Wissen Sie etwas über ein Geheimtreffen, das heute Nacht stattfinden soll?“
- „Ich suche Martin Martinaise.“Gemerkt · 1
- „Ich habe einige Fragen zu diesen Wohnungen …“
- „In Wohnung 10 habe ich keine, ähm, Anhänger der Gegenkultur angetroffen – nur eine Immobilienmaklerin, die damit beschäftigt war, das Zimmer für neue Mieter vorzubereiten.“
- „Wer sind Sie?“
- „Ich suche die Wohnung von Billie Méjean. Könnten Sie mir sagen, wie ich hinkomme?“
- „Ich suche nach einem jungen Mann, Mitte zwanzig, dunkles Haar, dünn. Er raucht auf dem Balkon.“
- „Ich suche die Eltern eines Kindes namens Cuno.“
- „Danke, ich verabschiede mich.“ [Ende.]
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„Wenn es mich nicht betrifft, dann geht es mich auch nichts an …“ Sie schüttelt den Kopf und murmelt vor sich hin.
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„Ich glaube, es ginge uns allen besser, wenn wir uns nicht in anderer Leute Angelegenheiten mischen würden.“
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„Oh, hier werden Sie viele Martins finden, seien Sie unbesorgt!“ Sie lächelt und präsentiert dir ihre Zahnlücken, als sie den Namen hört.
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„Sie Erbsenhirn, da hat Ihnen einer einen Streich gespielt. Martin Martinaise ist ein Name für jeden Mann aus Martinaise. So wie Jim Jamrock oder Raoul Revachol.“
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„Ich dachte, das wäre offensichtlich …“ Er unterbricht sich, um dich nicht wütend zu machen. „Wie dem auch sei, Officer. Wir wissen nicht, wie der Zeuge heißt.“
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„Nein, Sie haben es nicht verstanden. Ich suche nach einer echten Person namens Martin Martinaise. Er hat gesagt, das sei sein Name.“
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- „Wer wohnt hinter der Tür mit dem Vorhängeschloss?“
- „Was können Sie mir über Cindy erzählen?“
- „Erzählen Sie mir etwas über den Mann, der am Ende des Ganges lebt – Uuno de Ruyter.“
- „Wer lebt in Wohnung 12? Ich habe Schnarchen gehört.“
- „Warum ist in der verlassenen Wohnung ein Loch in der Wand?“
- „Wer lebt in Wohnung 10?“
- „Wissen Sie, wer in der zwangsvollstreckten Wohnung gelebt hat?“
- „Das war alles, danke.“
- „Ist einer der Bewohner im Urlaub? Der Briefkasten einer Wohnung quillt über.“
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„Wissen Sie etwas über den jungen Kommunisten, der hinter der Tür mit Vorhängeschloss lebt?“
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„Ach, da wohnt ein Wissenschaftler, ein Gelehrter von morgen!“ Plötzlich strahlt die alte Frau.
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„Ich glaube, er studiert Astrologie an der Volkshochschule. Bildung ist wichtig. Ich sage den jungen Leuten immer, dass sie etwas lernen sollen.“
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„Das hat was mit den ganzen Sternen an seiner Tür zu tun. Er hat mich gebeten, seine Zeichnungen nicht von der Wand zu entfernen.“
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Kommt schon, Leute, versucht doch wenigstens, einen Mindeststandard aufrechtzuerhalten. Es geht nicht um Sterne, sondern … Ach, egal.
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- „Ich glaube nicht an Gleichheit. Hat noch nie funktioniert.“ Sie schüttelt den Kopf und fegt weiter.
- Weiter
- „Wirtschaft? Wieso sollte sich jemand für die Wirtschaft interessieren?!“ Sie zuckt mit den Schultern und fegt weiter.
- „Ah!“, sagt die Putzfrau und stützt sich auf ihrem Besen ab. „Das Einzige, was ich über Politik weiß, ist, dass sie uns mehr geschadet als genützt hat.“
- Kommt schon, Leute, versucht doch wenigstens, einen Mindeststandard aufrechtzuerhalten. Es geht nicht um Sterne, sondern … Ach, egal.
- „Hä?“, entfährt es der Putzfrau. „Was haben die denn gegen großes Geld? Wollen sie lieber Münzen?“
- Der Kampf der Ideen, Gräueltaten, all das ist von ihrer Welt ebenso weit weg wie Feen und Zauberer.
- „Nie davon gehört“, antwortet die Putzfrau, bevor ein weiterer Hustenanfall Besitz von ihr ergreift.
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- „Das ist was für Bekloppte, die keine Ahnung davon haben, wie Wirtschaft funktioniert.“
- „Des Kommunismus. Das ist eine politische Ideologie.“
- „Sie wissen schon, das sind die, die die Arbeiterklasse im Kampf gegen das große Geld unterstützen.“
- „Des Kommunismus. Sie wissen schon – Weltrevolution und so.“
- „Es handelt sich um ein Symbol, das im Namen einer erfundenen Welt der ‚Gleichheit‘ zum Niedergang unseres edlen Staates beiträgt.“
- „Das ist eine Ideologie. Sie hat einige hehre Ziele, allerdings wurde mit ihr auch schreckliches Blutvergießen gerechtfertigt.“
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„Wirtschaft? Wieso sollte sich jemand für die Wirtschaft interessieren?!“ Sie zuckt mit den Schultern und fegt weiter.
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„Ah!“, sagt die Putzfrau und stützt sich auf ihrem Besen ab. „Das Einzige, was ich über Politik weiß, ist, dass sie uns mehr geschadet als genützt hat.“
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„Sie wissen schon, das sind die, die die Arbeiterklasse im Kampf gegen das große Geld unterstützen.“
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„Hä?“, entfährt es der Putzfrau. „Was haben die denn gegen großes Geld? Wollen sie lieber Münzen?“
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„Nie davon gehört“, antwortet die Putzfrau, bevor ein weiterer Hustenanfall Besitz von ihr ergreift.
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„Es handelt sich um ein Symbol, das im Namen einer erfundenen Welt der ‚Gleichheit‘ zum Niedergang unseres edlen Staates beiträgt.“
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„Ich glaube nicht an Gleichheit. Hat noch nie funktioniert.“ Sie schüttelt den Kopf und fegt weiter.
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„Das ist eine Ideologie. Sie hat einige hehre Ziele, allerdings wurde mit ihr auch schreckliches Blutvergießen gerechtfertigt.“
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Der Kampf der Ideen, Gräueltaten, all das ist von ihrer Welt ebenso weit weg wie Feen und Zauberer.
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„Sie meinen die Künstlerin?“, höhnt sie. „Ich fürchte, ich kann sie nicht ändern. Sie beschmiert die Wände schneller, als ich sie saubermachen kann. Aber …“ Sie lehnt sich auf ihren Besen.
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„Über de Ruyters will ich lieber nicht reden“, murmelt die Putzfrau. Sie beginnt, in ihren Taschen nach etwas zu suchen.
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„Drogensüchtige sind sie, alle miteinander … Und manchmal höre ich sie schreien.“ Sie zuckt zusammen.
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„Sie wollen nicht, dass ich vor ihrer Tür putze. Die denken wohl, dass ich sie bei ihren Streitereien belausche.“
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Körperlich wurde ihr nichts angetan. Sie hat etwas gehört, das sie nie wieder hören will.
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„Niemand will sie in diesem Gebäude haben.“ Sie schüttelt den Kopf. „Nur wegen dem Kind hat man sie noch nicht rausgeworfen.“
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Es war schmutziger dort. Rechts von der Putzkammer. Sie hält sich vom Ende des Ganges fern.
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„Diese de Ruyters …“ Sie runzelt die Stirn. „Er hat die Tür zugekettet und ist dann wieder in einem Vollrausch versunken.“