Einfach · Korpsgeist ≥ 2
Selbstverständlich solltest du mit demjenigen beginnen, den du offenbar so gerne wegekeln willst – dem Lieutenant.
Vor Gedankeneffekten; weitere Dialogbedingungen können gelten.
620 · Stimmen und Dialoge
Selbstverständlich solltest du mit demjenigen beginnen, den du offenbar so gerne wegekeln willst – dem Lieutenant.
Der Lieutenant ist nicht in seinem Zimmer. Er hat ein kleines Café südöstlich des Kreisverkehrs gefunden, das rund um die Uhr geöffnet hat. Er macht eine Pause und liest die Zeitung – so, wie er es immer tut …
Er glaubt nicht, dass du bleiben wirst. Welchen Grund hätte er auch dazu?
Du bist Teil einer großen Familie. Du bist nie allein …
Aber wo ist dein Halbbruder, der Lieutenant? Er sollte hier sein …
Zuerst nimmt er die Spiel- und Rätselseite heraus und legt sie für später zur Seite. Das Kreuzworträtsel löst er nie während der Arbeitszeit …
Zuerst nimmt er die Spiel- und Rätselseite heraus und legt sie für später zur Seite. Das Kreuzworträtsel will er lösen, bevor er ins Bett geht …
Um wen er sich sorgt, weißt du allerdings nicht.
Als er mit der Titelseite fertig ist, widmet er sich den örtlichen Sportergebnissen. Die Stormers haben wieder verloren, 17 zu 32. Er schüttelt den Kopf und wirft einen Blick auf seine Uhr. Es ist Zeit, wieder an die Arbeit zu gehen …
Eigentlich wollte er sagen, dass er nicht fassen kann, dass du im Begriff bist, dich von deinen Halbbrüdern und Halbschwestern loszusagen …
Natürlich macht er sich Sorgen um dich – aber auch um sich selbst …
Er liest die gesamte Titelseite und bahnt sich nach absteigender Überschriftengröße seinen Weg durch die Meldungen. Heute allerdings überfliegt er sie nur, da sie ihm allesamt wenig interessant erscheinen …
Der Lieutenant ist ernsthaft besorgt. Er hätte niemals gedacht, sich je in einer solchen Lage wiederzufinden …
Vielleicht erzählt dir der Lieutenant irgendwann von der einen oder anderen Entscheidung, die ihm keine Ruhe lässt. Heute aber nicht.
Dann dreht er sich zu dir. Er lächelt dir flüchtig zu und schenkt dir ein kaum wahrnehmbares ermutigendes Nicken …
Hinter der oberflächlichen Frage lauert ein Hauch von Selbstzweifel. Der Lieutenant ist sich nicht sicher, ob er den Mordfall ohne dich lösen kann …
Er denkt sich: Meine Meinung habe ich dir gesagt. Jetzt liegt es an dir.
Er presst seine Kopfhörer mit beiden Händen an die Ohren. Einen ganz kurzen Augenblick lang siehst du den Lieutenant als jungen Mann vor dir, bei seinem Eintritt in die BMR …