Gespräch · Klaasje (Miss Oranje Disco Dancer)
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„Sie haben recht.“ Sie setzt eine ernsthafte Miene auf. „An der Zivilisation ist nichts lustig.“
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„Die Hafenarbeiter haben ’ne ziemlich große Klappe. Sie halten sich selbst für die Polizei. Zumindest hier an der Küste – mit dem Rest der Stadt kenne ich mich nicht aus.“
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„Nur den üblichen Krach.“ Sie zuckt mit den Schultern. „Laute Discomusik.“
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„Das kann ich nicht sagen. Von hier drüben kann man unmöglich Gespräche hören.“ Sie nickt zu Zimmer 3 hinüber.
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„Oh ja, verschiedene Bands. Hauptsächlich Ostentatious Orchestrations.“ Sie hebt eine Augenbraue und wartet darauf, dass du mit dem Namen etwas verbindest.
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„Wo ich herkomme, war OO ’ne große Nummer. Damals war ich natürlich noch jung. Ungefähr sieben. ‚Das Leben wird schweeer!‘“, sie singt. „‚Aber wir machen weiteeeeer!‘“
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„Könnte man meinen. Gegen zwei Uhr war Schluss mit Disco, und es gab einen Tempowechsel.“
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- „Könnte man meinen. Gegen zwei Uhr war Schluss mit Disco, und es gab einen Tempowechsel.“
- „Ich glaube, heute Nacht sind Sie zum selben Ergebnis gekommen. Gegen zwei Uhr war Schluss mit Disco, und es gab einen Tempowechsel.“
- „Ich weiß nicht … Gegen zwei Uhr war Schluss mit Disco, und es gab einen Tempowechsel.“
„Ein langsames, trauriges Lied erklang. Wie Orgelmusik, immer wieder und wieder. Das ging eine ganze Weile lang so. Ab und zu haben Sie mitgesungen – oder besser gesagt mitgegrölt.“
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- „Ein langsames, trauriges Lied erklang. Wie Orgelmusik, immer wieder und wieder. Das ging eine ganze Weile lang so. Ab und zu haben Sie mitgesungen – oder besser gesagt mitgegrölt.“
- „Ja! Darin kam eine Kirche vor. Eine sehr kleine Kirche. So was wie die winzigste, traurigste Kirche auf der ganzen Welt. Davon handelte es. Und auch davon, dass …“
- „Dass jetzt alles egal sei. Und wir jetzt allein seien. Es war schwer zu verstehen – das Lied selbst war ruhig und sanft, aber Sie haben sich angehört wie ein verwundetes Wildschwein, Officer. Es war kaum auszumachen, was Sie da ‚gesungen‘ haben.“
- Weiter
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„Dass jetzt alles egal sei. Und wir jetzt allein seien. Es war schwer zu verstehen – das Lied selbst war ruhig und sanft, aber Sie haben sich angehört wie ein verwundetes Wildschwein, Officer. Es war kaum auszumachen, was Sie da ‚gesungen‘ haben.“
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- „Dass jetzt alles egal sei. Und wir jetzt allein seien. Es war schwer zu verstehen – das Lied selbst war ruhig und sanft, aber Sie haben sich angehört wie ein verwundetes Wildschwein, Officer. Es war kaum auszumachen, was Sie da ‚gesungen‘ haben.“
- „Das muss es nicht. Ich bin dann sowieso noch weggegangen. Es hat mich nicht gestört.“
- Es ist unmöglich zu sagen, ob sie sarkastisch ist oder es wirklich ernst meint.
„Dann haben Sie angefangen zu schreien und das Zimmer zu demolieren.“
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„Ein Fenster wurde zertrümmert. Das Tonbandgerät wahrscheinlich auch – die Musik hat aufgehört zu spielen –, und Möbel. Eine waschechte Orgie der Verwüstung. Dann haben Sie, glaube ich, das Bewusstsein verloren.“
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„Doch. Ich glaube, Sie haben geschrien, dass Sie … nicht mehr ‚so ein Tier‘ sein wollen. Ich kann es auch missverstanden haben, aber es war, na ja, einprägsam.“
Hört sich an, als hättest du da drinnen gewaltige Schmerzen durchlitten, Muskelprotz.
„Später bin ich ausgegangen. Da ist schon alles wieder ruhig gewesen. So gegen vier oder fünf.“ Sie nickt. „Und das war alles.“
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„Nein, nichts hat auf einen Kampf hingedeutet. Es hat sich so angehört, als ob da jemand sein Zimmer verwüstet.“
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„Das muss es nicht. Ich bin dann sowieso noch weggegangen. Es hat mich nicht gestört.“
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„Habe ich das hier gesungen?“ (Du zeigst ihr die leere Hülle von „Die kleinste Kirche in Saint-Saëns“.)
„Ja! Darin kam eine Kirche vor. Eine sehr kleine Kirche. So was wie die winzigste, traurigste Kirche auf der ganzen Welt. Davon handelte es. Und auch davon, dass …“
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„Vielleicht sollten wir dann nicht mehr weitermachen? Ist es nicht das ‚Weitermachen‘, das alles erst schwerer macht?“
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„Ich glaube, heute Nacht sind Sie zum selben Ergebnis gekommen. Gegen zwei Uhr war Schluss mit Disco, und es gab einen Tempowechsel.“
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„Ich weiß nicht … Gegen zwei Uhr war Schluss mit Disco, und es gab einen Tempowechsel.“
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Als sie gerade gehen will, rührt sich etwas in dir. Eine Art Instinkt, ein Bedürfnis – das Bedürfnis, Fragen zu stellen. Es fühlt sich an, als hättest du die Worte schon eine Million Mal gesagt …