Gespräch · Müllcontainer
Sprecher · 21
Wann
„Pflegt Ihr auch peinlich genaue Bestandsaufnahmen durchzuführen?“ Er zeigt auf die in Mitleidenschaft gezogenen Notizen. „Sie sollten Sie durchgehen. Nachsehen, ob alles da ist. Dienstliche Notizen enthalten Namen von Informanten und sogar verdeckten Ermittlern. Sollten solche Blätter den Widersachern der BMR in die Hände gefallen sein, könnte es durchaus ein Blutvergießen geben.“
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„Ich weiß es auch nicht …“ Er zeigt auf die in Mitleidenschaft gezogenen Notizen. „Sie sollten sie durchgehen, nachsehen, ob alles da ist. Dienstliche Notizen enthalten Namen von Informanten. Sollten solche Blätter den Widersachern der BMR in die Hände gefallen sein, könnte es durchaus ein Blutvergießen geben.“
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„Ich denke, ich wollte kein Polizist mehr sein. Deshalb habe ich versucht, mein Bullenleben im Klo runterzuspülen.“
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In seinen Augen liegt echte Anteilnahme. Ein seltener Anblick. Dann fährt er fort:
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„Zum Glück haben wir die Unterlagen gefunden. Sie sollten nachsehen, ob sie vollständig sind. Um sicherzugehen, dass keine Informationen in die Hände der Widersacher der BMR – des organisierten Verbrechens und anderer zwielichtiger Gestalten – gelangt sind. Vielleicht handelte es sich bei Ihren Notizen teilweise um polizeiliche Geheimnisse.“
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„Vielleicht hat irgendwer aus dem Whirling es in den Müll geworfen? Ich weiß es nicht. Ich bin langweilig.“
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„Langweilig? Wohl eher gefährlich. Sie sollten eine gründliche Bestandsaufnahme dieser Unterlagen durchführen und sicherstellen, dass keine Informationen in die Hände der Feinde der BMR – des organisierten Verbrechens oder schlimmerer Kreise – gelangt sind … Manchmal enthalten dienstliche Notizen die Namen von Informanten und sogar verdeckten Ermittlern.“
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Sei unbesorgt. Wenn überhaupt, dann respektiert er dich nach diesem kleinen Augenblick mehr als zuvor.
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„Oh doch. Schauen Sie.“ Er zeigt darauf. „Auf dem Plastik ist das BMR-Straßennetz aufgedruckt. Sie haben hier sogar ein Leichenschauformular …“ Am Brett klebt ein Blatt Papier in erbärmlichem Zustand.
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„Außerdem sind es echt viele Aufzeichnungen.“ Er nickt anerkennend. „Und Sie haben hier ein Leichenschauformular. Ganz hinten. Es ist das hellrosa Durchschlagpapier.“ Am Brett klebt ein Blatt Papier in erbärmlichem Zustand.
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Du weißt es nicht. Allerdings ist es möglich, dass du sie selbst hineingeworfen hast. Es fühlt sich jedenfalls so an. Es fühlt sich so an, als hättest du sie irgendwo hineingestopft. Allerdings nicht in diesen Müllcontainer. Wie sie hier gelandet sind, weißt du nicht.
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- Nein? Vielleicht nicht. Es ist möglich, dass du sie selbst weggeworfen hast. Jedenfalls fühlt es sich so an – als hättest du sie irgendwo hineingestopft. Allerdings nicht in diesen Müllcontainer. Du hast keinen blassen Schimmer, wie sie hier gelandet sind.
- Du weißt es nicht. Allerdings ist es möglich, dass du sie selbst hineingeworfen hast. Es fühlt sich jedenfalls so an. Es fühlt sich so an, als hättest du sie irgendwo hineingestopft. Allerdings nicht in diesen Müllcontainer. Wie sie hier gelandet sind, weißt du nicht.
- Hey, könnten das vielleicht deine Unterlagen sein, Officer?
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Nein? Vielleicht nicht. Es ist möglich, dass du sie selbst weggeworfen hast. Jedenfalls fühlt es sich so an – als hättest du sie irgendwo hineingestopft. Allerdings nicht in diesen Müllcontainer. Du hast keinen blassen Schimmer, wie sie hier gelandet sind.
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Der Müll stinkt vor deinen Augen vor sich hin. Der Container ist randvoll mit durchnässten Kartons, schmutzigen Lumpen und organischen Abfällen.
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Schlafenszeit, Vagabulle. Du kriechst ins Innere …
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Als du in den Müllcontainer steigst, kommt dir der Geruch verfaulter Lebensmittel entgegen.
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Du kriechst aus dem Müllcontainer. Der Deckel schlägt zu. Die frische Luft strömt in deine Lungen, aber du wirst den Gestank des Mülls nicht ganz los.
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Der Lieutenant nickt dir zur Begrüßung kurz zu, als hättest du dir nur gerade eine kurze Pause gegönnt, um einen deiner Schnürsenkel zu binden.
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Der Container ist nach wie vor so einladend wie ein Sarg. Er ist jederzeit für dich bereit.
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Er nickt. Geistesabwesend greift er nach einer Zigarette. Kaum hat er sie aus der Tasche gezogen, fängt er sich wieder.
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Du siehst eine Milchtüte, einen Eierkarton, in dem ein zerbrochenes Ei liegt, einen leeren Nudelbeutel … Irgendwie fühlt es sich vertraut an, die durchweichten Verpackungen hochzuheben.
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Du hast das schon einmal gemacht. Deine Ellbogen erinnern sich an die Bewegungen, deine Finger an die Methodik … Du bist daran gewöhnt.
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Ein Karton zerfällt in deinen Händen: Soleil-Müsli von Batiste. Weiter unten liegen Nudelverpackungen aus Plastik und Turbo-Nudeln. Etwas Ungewöhnliches siehst du allerdings nicht.
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Wow, ein Nock-Gewehr von Armistice, Kaliber 50, halb eingewickelt in Papiertücher! Wie es glänzt …
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Ein gewaltig großes und obendrein sehr teures Gewehr. Allerdings nicht so teuer wie die Kette mit den dicken Perlen, die sich zwischen den verfaulenden Bananenschalen entlangschlängelt …
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Und ist das da ein Cordon-Electrics-Vorverstärker mit Elektra-f2-Röhren? In der Tat! Der bringt dir echt gutes Geld, locker 12 000. Es sei denn, du bist selber ein Hi-Fi-Freak?
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- Vergiss es. Sieh dir lieber die Kette mit den dicken Archipelperlen an, die sich zwischen den Bananenschalen entlangschlängelt!
- Ein gewaltig großes und obendrein sehr teures Gewehr. Allerdings nicht so teuer wie die Kette mit den dicken Perlen, die sich zwischen den verfaulenden Bananenschalen entlangschlängelt …
Ganz bestimmt nicht, denn keines dieser Dinge ist real. Sie befinden sich nicht wirklich da drin. Du siehst Essensreste und knisternde Plastikverpackungen – mehr nicht.