Gespräch · Noid
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„Von einem seraisischen Mann, der vor langer Zeit gelebt hat. Ein uralter Bruder, er war hardcore.“
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„Reden wir noch mal über die Glasarbeit. Ich habe über sie nachgedacht …“
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- „Aber sie ist die Schuldreine des Humanismus. Der Humanismus scheint hier sehr wichtig zu sein.“
- „Soll sie nicht eine Verkörperung des Weltgeistes sein?“
- „Ja, aber von wem wird denn heutzutage nicht behauptet, dass er oder sie ein Massenmörder sei?“
- „Aber sie ist schön.“
- „Ich habe schon das Gefühl, dass etwas an ihr furchteinflößend ist.“
- „Ich glaube, wir haben genug über sie geredet. Ich will keinen Gedanken mehr an sie verschwenden.“Gemerkt · 1
- „Die Umsiedlungsmaßnahmen waren völlig okay. Aus irgendeinem Grund bin ich ein großer Fan von Umsiedlungsmaßnahmen.“
- „Würdest du sagen, dass sie … also, menschlich war?“Gemerkt · 1
- „Gut, wir haben genug über sie geredet.“
„Aber sie ist die Schuldreine des Humanismus. Der Humanismus scheint hier sehr wichtig zu sein.“
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„Der Humanismus führt dazu, dass Zucker und Schweine konsumiert werden. Der Humanismus wurde erfunden, um per Massenproduktion Milliarden von Menschen zu erschaffen. Milliarden von Menschen können dann Hunderte Milliarden Schweine massenproduzieren.“
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„Sie mochte Spiele. Ihr Vermächtnis, das System, in dem wir leben, ist nicht das echte Leben. Es ist eine Strategie für einen Sieg. Über einen Gegner, der längst tot ist. Aber, ey, ich bin ja nur Noid. Was weiß ich schon?“
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„Der Weltgeist hat keinen Körper. Er hat Organe. Hardcore ist ein Organ des Weltgeistes.“ Er hebt seine linke Hand an.
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„Dieser Track von Arno van Eyck ist ein Organ. Die Tischlerarbeit und der Glasschnitt, mit denen dieses Gebäude errichtet wurde, sind auch Organe. Wenn du mich fragst, ist sie eine Diebin. Eine Organdiebin. Das gilt für alle Schuldreinen.“
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„Niemand behauptet, Arno van Eyck wäre ein Massenmörder. Der anodische Pionier Rietveldt ist kein Massenmörder. Niemand behauptet das …“
„Genauso wenig sagt niemand, dass Germaine Eierkopf oder Andre Massenmörder wären. Ein Leben völlig frei von diesem Verdacht ist möglich. Milliarden von Menschen leben ihr Leben, ohne eines Massenmords schuldig zu sein.“ Mit einem Nicken deutet er nach oben. „Nur sie nicht.“
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- „Dann liegt es daran. Wenn du mich fragst, ist der Kommunismus nur eine blutrünstigere Version des Humanismus. Er ist durch und durch von ihrer Liebe durchzogen.“ Mit einem Nicken deutet er nach oben.
- „Genauso wenig sagt niemand, dass Germaine Eierkopf oder Andre Massenmörder wären. Ein Leben völlig frei von diesem Verdacht ist möglich. Milliarden von Menschen leben ihr Leben, ohne eines Massenmords schuldig zu sein.“ Mit einem Nicken deutet er nach oben. „Nur sie nicht.“
- „Hm. Dann kann ich es mir nicht erklären. Egal.“ Er hebt seinen Werkzeugkasten auf, stellt ihn dann aber wieder hin.
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„Sie hat die Schönheit erfunden, die du empfindest. Sie mit ihren Glasschleifern und Ikonographen.“ Er dreht sich um, um ihr Gesicht zu betrachten. „Erst legt man den Standard fest …“
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„… und dann entspricht man ihm. Sehr effektiv. Aber ihre sogenannte Schönheit ist auch sehr softcore.“
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„Hm.“ Der junge Mann nickt besorgt. „Da hast du wohl den wunden Punkt getroffen, Bullenmann. Sie hat die Hüften einer Massenmörderin.“
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- „Hm.“ Der junge Mann nickt besorgt. „Da hast du wohl den wunden Punkt getroffen, Bullenmann. Sie hat die Hüften einer Massenmörderin.“
- Weiter
- „Da wärst du nicht der Erste. Millionen mochten sie.“ Besorgt verzieht der junge Mann das Gesicht. „Sie hat die Lippen einer Massenmörderin.“
- Ach, und WIE sie dir ans Herz gewachsen ist. Plötzlich überkommt dich das Gefühl, dass du darin versinken willst. Schau weg, sag etwas!
„Da wärst du nicht der Erste. Millionen mochten sie.“ Besorgt verzieht der junge Mann das Gesicht. „Sie hat die Lippen einer Massenmörderin.“
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„Im wahrhaftigen Leben der Zukunft wird jede Frau eine Schuldreine sein. Sie werden Neonstirnbänder und -leggings tragen, die im Dunkeln leuchten.“ Von seinen Augen geht ein rätselhaftes Lächeln aus.
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Aber das magst du gar nicht, du Lügner. Du magst sie – die Weichheit ihres Kerns ist dir ans Herz gewachsen …
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Ach, und WIE sie dir ans Herz gewachsen ist. Plötzlich überkommt dich das Gefühl, dass du darin versinken willst. Schau weg, sag etwas!
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„Oh ja. Sie ist ein partyabweisendes Etwas und muss entfernt werden, bevor die Party hier drin steigen kann.“
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Nein, das ist es nicht … Da steckt mehr dahinter. Etwas, was dir mehr unter die Haut geht …
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Der Speedfreak sieht in die gleiche Richtung. Da hinten, im hinteren Teil der Kirche, ist es dunkel. Einen Augenblick lang erzeugt die Musik ein seltsames Echo.
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- Der Speedfreak sieht in die gleiche Richtung. Da hinten, im hinteren Teil der Kirche, ist es dunkel. Einen Augenblick lang erzeugt die Musik ein seltsames Echo.
- „Nein, Noid! Geh mir nicht auf den Wecker, Mann! Die Leute werden es lieben. Das wird unser Ding sein …“ Sein Freund ist anderer Meinung. „Außerdem bleibt es so warm hier drin.“
- „Es bleibt, wo es ist. Die Leute werden es lieben. Das wird unser Ding sein.“ Sein Freund tanzt weiter. „Außerdem bleibt es so warm und trocken hier drin!“
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„Nein, Noid! Geh mir nicht auf den Wecker, Mann! Die Leute werden es lieben. Das wird unser Ding sein …“ Sein Freund ist anderer Meinung. „Außerdem bleibt es so warm hier drin.“
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„Lass es. Lass die wunderschönen scharfen Scherben. Lass ihr langes Gesicht und ihre Haare bestehen.“
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Argwöhnisch kneift der Speedfreak die Augen zusammen, als ob er einen Besessenen betrachten würde.
„Es bleibt, wo es ist. Die Leute werden es lieben. Das wird unser Ding sein.“ Sein Freund tanzt weiter. „Außerdem bleibt es so warm und trocken hier drin!“
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„Ich glaube, wir haben genug über sie geredet. Ich will keinen Gedanken mehr an sie verschwenden.“
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Das kann nicht gesund sein. Was ist los? Warum kommst du immer wieder auf das Fenster zurück?
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Du solltest es jedenfalls lassen. Du solltest nicht noch mal darauf zurückkommen. Bitte hör auf, darüber zu reden.
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- Du solltest es jedenfalls lassen. Du solltest nicht noch mal darauf zurückkommen. Bitte hör auf, darüber zu reden.
- Warum wiederholst du das ständig, wenn du dich dann kein bisschen besser fühlst? Komm nicht noch mal darauf zurück – hör auf, von dem verdammten Fenster zu reden!
- Aber das stimmt nicht. Und du solltest nicht noch mal darauf zurückkommen. Das sollte das letzte Mal gewesen sein. Bitte hör auf, von dem verdammten Fenster zu reden.
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Aber das stimmt nicht. Und du solltest nicht noch mal darauf zurückkommen. Das sollte das letzte Mal gewesen sein. Bitte hör auf, von dem verdammten Fenster zu reden.
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Warum wiederholst du das ständig, wenn du dich dann kein bisschen besser fühlst? Komm nicht noch mal darauf zurück – hör auf, von dem verdammten Fenster zu reden!
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„Okay.“ Der junge Mann scheint ununterbrochen besorgt zu sein. Das scheint an seinen Augenbrauen zu liegen. Die Besorgnis steht ihm immer ins Gesicht geschrieben.
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„Die Umsiedlungsmaßnahmen waren völlig okay. Aus irgendeinem Grund bin ich ein großer Fan von Umsiedlungsmaßnahmen.“
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„Dann liegt es daran. Wenn du mich fragst, ist der Kommunismus nur eine blutrünstigere Version des Humanismus. Er ist durch und durch von ihrer Liebe durchzogen.“ Mit einem Nicken deutet er nach oben.
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„Hm. Dann kann ich es mir nicht erklären. Egal.“ Er hebt seinen Werkzeugkasten auf, stellt ihn dann aber wieder hin.
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„Ha!“ Der junge Mann bläht seinen Brustkorb aus Hosenträgern auf. „Die Theorie gefällt mir, Gesetzeshüter. Die gefällt mir wirklich …“ Er nickt. „Sie war kein Mensch. Nicht wirklich. Sie war eine Strippenzieherin, die das Leben wie ein Spiel gespielt hat …“
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„So leben Menschen nicht. Sie wurde verehrt. Menschen werden nicht verehrt. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber mich hassen sie. Und sie halten mich nicht für schuldrein oder irgend so einen Quatsch.“
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- „Ha!“ Der junge Mann bläht seinen Brustkorb aus Hosenträgern auf. „Die Theorie gefällt mir, Gesetzeshüter. Die gefällt mir wirklich …“ Er nickt. „Sie war kein Mensch. Nicht wirklich. Sie war eine Strippenzieherin, die das Leben wie ein Spiel gespielt hat …“
- „Ha!“ Der junge Mann bläht seinen Brustkorb aus Hosenträgern auf. „Die Frage gefällt mir, Gesetzeshüter. Sie hat kein menschliches Leben gelebt. Sie hat gelebt wie jemand, der ein Spiel spielt. Das Leben einer Strippenzieherin …“
„Ich weiß nicht, wovon du redest. Ich habe Tausende Fans. Ich weiß immer, dass ich geliebt und unterstützt werde.“