Wofür hältst du dich, für einen Statistiker? Hat die Moralintern dich auf eine Erkundungsmission geschickt? Das ist die Parteilinie der SRV, Genosse.
Lesestoff
Buch „Eine kurze Einführung in den Inframaterialismus“
Genau. Zu lange war der Alkohol eine Geißel der Arbeiterklasse. Und Präsident Kneschiniski engagiert sich sehr dafür, dem Volk erbaulichere Unterhaltung zu bieten.
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Das ist doch totaler Quatsch. Alkohol macht es einfacher, mit einem Bären zu ringen! Außerdem hat man dann eine Flasche, mit der man ihm eine überziehen kann. Ein Kinderspiel!
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Die öde Realität kennt keine Gnade, aber du bist dir sicher – wenn du dort einem Bären begegnest, könntest du es mit ihm aufnehmen.
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Siehst du? Es gibt genug Möglichkeiten, einen Sinn im Leben zu finden. Du brauchst keinen Alkohol, um dich lebendig zu fühlen.
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Natürlich nicht. Der Artikel erläutert eindeutig, dass es hier um einen Kampf zwischen einem Mann und einem Bären geht (oder in selteneren Fällen einer Frau und einem Bären). Zwei Teilnehmer, ein Ring, fünf Runden (oder bis einer von beiden „außer Gefecht“ ist) …
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Anscheinend sind dir die materiellen Bedingungen in anderen Ländern egal. Deine Version des Kommunismus ist rein lokal. Na schön …
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Jetzt mal ehrlich, Außenpolitik ist dir egal. Du weißt nicht einmal, wo sich die meisten dieser Länder befinden …
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Es dauert etwas, aber allmählich wird dir klar, dass mit „Geistesleben“ wohl die Rubrik „Kunst und Kultur“ gemeint sein muss …
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Das muss Walder sein, die Sprache der Gottwalder. Warum sie nur die eine Rubrik fremdsprachlich betitelt haben, erschließt sich dir nicht.
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Diejenigen, die privilegiert genug sind, es zu verstehen, erkennen es wieder und fühlen sich als Gemeinschaft.
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Als du durch die Rubrik blätterst, stößt du auf mehrere Kritiken neuerer Rundfunkhörspiele sowie einen kurzen „Brennpunkt“ zu einer hiesigen Künstlerin, die nur als „C. S.“ bezeichnet wird.
Der Fokus liegt allerdings auf einem langen Essay mit dem Titel „TipTop-Tournée: Eine kritische masowianische Perspektive“.
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Dieser sogenannte „Brennpunkt“ ist in Wirklichkeit nur ein kurzes Interview, das dank der offensichtlichen Feindseligkeit der Befragten gegenüber ihrem Interviewer extrem kurz ausgefallen ist.
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Das klingt nach einer gewissen jungen Delinquentin, die dich mit Vorliebe von ihrem Balkon aus belästigt.
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Der Artikel selbst enthält erstaunlich wenige Fakten, aber nachdem du ein, zwei Seiten überflogen hast, weißt du, dass es irgendwie um Motorsport geht …
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Wenn man den Sport nicht mitverfolgt, hört man immer nur von absurden Sponsorenverträgen und haarsträubenden Opferzahlen …
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Du bereitest dich auf eine nette Zusammenfassung der aktuellen Saison vor, vielleicht mit der einen oder anderen Anekdote über extravagante Fahrer …
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Stattdessen überfliegst du einen ellenlangen Artikel über die vielen problematischen Aspekte der TipTop-Tournée.
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Wo soll man da anfangen? Erst mal wäre da der krasse Kommerz der Sponsorenverträge. Dazu kommt noch der praktisch kriminelle Fokus auf tödliche Unfälle …
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Wie der Artikel erklärt, hat im Kapitalismus alles seinen Preis. Jedes Vergnügen, sogar eins, das so simpel ist wie ein Wettrennen mit anderen Fahrern, ist letztendlich eine Gelegenheit, Werbung zu betreiben.
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So wird die sogenannte Tournée zu einem Wettbewerb von zunehmend bedeutungslosen Markensymbolen: Billiges Waschpulver tritt gegen eine Packung Astra-Zigaretten oder sogar gegen Frittte an …
Und genau das ist das Problematische daran. Das Publikum verlöre schnell das Interesse, würde es nicht von der Aussicht auf unverhoffte spektakuläre Brutalität angelockt …
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Letztendlich ist es die Zerstörung dieser 750 000 Reál teuren Rennwagen, deretwegen man diese Rennen wirklich schaut.
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Klar, natürlich denkst du das, aber in deinem Unterbewusstsein sind es die Visionen brennender Markennamen, nach denen du dich sehnst.
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Das mag ja für ganz normale, massenproduzierte TipTopper zutreffen, aber du bist ein echter Zylinderkopfdichter. Du lebst praktisch dafür, dass die Turbos aufheulen!
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- Die gekünstelte Sprache und der allzu selbstsichere Ton verraten schon alles. Das ist mit Sicherheit eine Hausarbeit aus dem Studium, die du da liest. Wahrscheinlich eine, an der noch etwas gefeilt werden muss.
- Das mag ja für ganz normale, massenproduzierte TipTopper zutreffen, aber du bist ein echter Zylinderkopfdichter. Du lebst praktisch dafür, dass die Turbos aufheulen!
- Diese zweifelhafte Zeitschrift hat recht. Tief in deinem Inneren weißt du, dass es nur zählt, wenn es um Leben und Ruhm geht. Oder den Tod durch Flammen und Zerstückelung.
Das liegt daran, dass du nicht kritisch liest. Aber keine Sorge, Artikel wie dieser sind dazu da, dass jemand anders es für dich macht.
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- „Kim, wussten Sie, dass die TipTop-Tournée in Wirklichkeit ein orgiastisches Ritual kapitalistischer Zerstörungswut ist? Ich hatte ja keine Ahnung!“
- „Kim, dieser Artikel behauptet, dass in Wirklichkeit niemand die TipTop-Tournée der Rennen wegen schaut.“
- „Kim, Sie glauben ja nicht, wie schlecht diese Artikel teilweise geschrieben sind.“
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„Kim, wussten Sie, dass die TipTop-Tournée in Wirklichkeit ein orgiastisches Ritual kapitalistischer Zerstörungswut ist? Ich hatte ja keine Ahnung!“
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„Ich kann Ihnen versichern, dass mir das noch nie in den Sinn gekommen war, Detective.“ Der Lieutenant legt die Stirn in Falten.
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„Sie können auch ein Fan bleiben, Detective. Nur weil zwei Deppen einen Artikel schreiben, ist es noch lange nicht wahr.“
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„Ich wette, dass sie noch nie einen Motorwagen von innen gesehen haben, geschweige denn ein Rennen. Ich würde alles, was sie schreiben, mit Vorsicht genießen.“
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- „Na bitte. Es gibt also keinen Grund, sich wegen des hochtrabenden Gefasels einiger junger Männer künstlich aufzuregen.“
- „Das trifft sicher auf die meisten Dinge zu, wenn man den jungen Männern Glauben schenkt, die diesen Artikel verfasst haben.“
- Der Lieutenant seufzt. „Es gibt da gewisse junge Männer, die denken, wenn sie ein oder zwei Bücher gelesen haben, würden sie plötzlich die geheimen Strukturen der Realität begreifen …“
- „Ich kann es mir vorstellen. Die jungen Kommunisten stehen wahrscheinlich nicht gerade Schlange, um für La Fumée über TipTop zu schreiben …“
- „Sie können auch ein Fan bleiben, Detective. Nur weil zwei Deppen einen Artikel schreiben, ist es noch lange nicht wahr.“
„Das trifft sicher auf die meisten Dinge zu, wenn man den jungen Männern Glauben schenkt, die diesen Artikel verfasst haben.“
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„Kim, dieser Artikel behauptet, dass in Wirklichkeit niemand die TipTop-Tournée der Rennen wegen schaut.“
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„Na bitte. Es gibt also keinen Grund, sich wegen des hochtrabenden Gefasels einiger junger Männer künstlich aufzuregen.“
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Der Lieutenant seufzt. „Es gibt da gewisse junge Männer, die denken, wenn sie ein oder zwei Bücher gelesen haben, würden sie plötzlich die geheimen Strukturen der Realität begreifen …“
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„Ich kann es mir vorstellen. Die jungen Kommunisten stehen wahrscheinlich nicht gerade Schlange, um für La Fumée über TipTop zu schreiben …“
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Was glaubst du, mit wem du hier redest, Artikel? Ich habe mehr Fakten über Kraftstoffeinspritzung vergessen, als du je kennen wirst.
Glaub, was du willst, aber deine Fixierung auf Maschinen, die du im echten Leben nie auch nur wirst anfassen können, ist ein Schulbuchbeispiel für Warenfetischismus …