Gespräch · Arbeiterin
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Sie leidet. Sie leidet so sehr, und du leidest ebenfalls – deine Brust brennt.
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Du spürst, dass der Lieutenant etwas sagen will. Halte ihn davon ab. Bring das selbst in Ordnung – du hast euch das eingebrockt.
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„Es tut uns sehr leid, Ihnen das mitteilen zu müssen, aber Ihr Ehemann Victor Méjean wurde heute Morgen tot auf der Promenade von Martinaise aufgefunden.“
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- Der Lieutenant schaltet sich ein. „Es tut uns sehr leid, Ihnen das mitteilen zu müssen, aber Ihr Ehemann Victor Méjean wurde heute Morgen tot auf der Promenade von Martinaise aufgefunden.“
- „Es tut uns sehr leid, Ihnen das mitteilen zu müssen, aber Ihr Ehemann Victor Méjean wurde heute Morgen tot auf der Promenade von Martinaise aufgefunden.“
„Oh“, wiederholt sie, „aber er war doch …“ Ihr Blick fällt auf den Küchentisch, wo noch zwei Zigarettenstummel im Aschenbecher liegen.
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„Ich kann nachvollziehen, dass dies ein großer Schock für Sie sein muss. Ich möchte, dass Sie wissen, dass mein Partner“, er zeigt auf dich, „und ich für Sie da sind, falls Sie irgendwelche Fragen haben. Unser aufrichtiges Beileid.“
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„Was ist mit ihm passiert? Sagen Sie’s mir.“ Ihr Hals und ihre Wangen sind mit roten Flecken übersät, ihr Doppelkinn zittert.
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„Er scheint auf der Promenade ausgerutscht zu sein – was, fürchte ich, seinen Tod verursacht haben dürfte. Es war bloß ein sehr unglücklicher Unfall, allerdings könnte Alkohol im Spiel gewesen sein.“
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„Und dort … haben Sie ihn gefunden? Er lag da einfach in der Kälte?“ Sie schüttelt den Kopf.
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- „Er hat sich zu Tode gesoffen.“
- „Er scheint auf der Promenade ausgerutscht zu sein – was, fürchte ich, seinen Tod verursacht haben dürfte. Es war bloß ein sehr unglücklicher Unfall, allerdings könnte Alkohol im Spiel gewesen sein.“
- „Er ist gestürzt und hat sich den Schädel an einer Bank eingeschlagen.“
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Sie antwortet nicht. Tränen steigen ihr in die Augen, während sie versucht, die Fassung zu bewahren.
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„Können wir jemanden für Sie anrufen? Eine Freundin, einen Angehörigen, jemanden, der für Sie da sein könnte?“
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„Nein, nein …“ Sie atmet ein. „Ich muss es nur meinen Mädchen erzählen …“ Plötzlich bleibt ihr die Luft weg.
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Ihre Belastungsgrenze ist fast erreicht. Ihr Magen rumort. Gleich wird sie ins Badezimmer verschwinden müssen und zu schreien beginnen.
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„Er wurde in die städtische Leichenhalle gebracht. Der zuständige Rechtsmediziner wird sich in Kürze wegen der Beerdigung mit Ihnen in Verbindung setzen. Hier ist seine Nummer, falls Sie ihn eher anrufen möchten.“ Er reicht ihr ein Merkblatt mit den Kontaktdaten der Leichenhalle.
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„Nein. Ich rufe Sie an, falls etwas sein sollte. Ich bin noch etwas …“ Sie reibt sich ihr fleckiges und taubes Gesicht.
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„Tut mir leid, ich habe es einfach nicht über mich gebracht. Mein Gehirn spielt nicht mehr richtig mit …“ (Du klopfst dir gegen den Kopf.)
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„Und vergessen Sie nicht: Falls wir irgendetwas für Sie tun können, rufen Sie bitte jederzeit die BMR an.“
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Sie nickt bloß, distanziert und untröstlich. Die Bettfedern quietschen unter ihr, als sie zu zittern beginnt.
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Dies sind ihre letzten Kraftreserven. Gleich werden ihre Muskeln nachgeben. Und sie wird schreien.
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„Ich komme jetzt alleine zurecht. Danke.“ Sie zeigt auf die Wohnungstür, atmet schnell. Sie beherrscht sich mühsam.
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„Ich komme jetzt alleine zurecht. Danke.“ Sie zeigt auf die Wohnungstür, atmet schnell. Sie beherrscht sich mühsam.
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„Ich bitte um Entschuldigung. Mein Partner“, schaltet sich der Lieutenant ein und bedenkt dich mit einem Blick von der Seite, „wollte sich nicht über die Situation lustig machen.“