Gespräch · Trant Heidelstam
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- [Ende.]
- „Was ist an einem leeren, alten Gebäude so faszinierend?“
- „Es ist vielleicht ein bisschen viel verlangt, aber können Sie mir dabei helfen, Kontakt mit der Koalition aufzunehmen?“
- „Gut, danke für all die interessanten Informationen.“ [Ende.]Gemerkt · 1
- „Sie sehen wohlhabend aus. Haben Sie Geld?“
- „Was ich Sie fragen wollte: Machen Sie Fitness?“
- „Haben Sie mit anderen Polizisten gesprochen?“
- „Können Sie mir einen Rat geben, wie ich diese Leiter hochkommen soll?“ (Du zeigst auf die Leiter neben dem Wandbild.)
- „Wissen Sie von einer alternativen Methode, ins Gebäude zu gelangen?“
- „Ich suche nach einer Verdächtigen. Haben Sie hier jemand Auffälliges gesehen?“
- „Ich will noch etwas über das Feld-Gebäude erfahren …“
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„Reden wir noch mal über dieses leere Gebäude.“
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„Oh, aber es ist viel mehr als nur irgendein leeres, altes Gebäude!“ Er hebt seine Hand, um seine Augen vor dem prasselnden Regen zu schützen. Zu viert wendet ihr euch dem Wandbild vor euch zu.
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„Was nur wenige Leute wissen: Das hier war einst die F&E-Abteilung von Feld Electrical. Und Feld, das mittlerweile zumeist Tintenkartuschen verkauft, war während des Kybernetikaufschwungs um die Jahrhundertwende ein großes Tier.“
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- „Oh, aber es ist viel mehr als nur irgendein leeres, altes Gebäude!“ Er hebt seine Hand, um seine Augen vor dem prasselnden Regen zu schützen. Zu dritt wendet ihr euch dem Wandbild vor euch zu.
- „Oh, aber es ist viel mehr als nur irgendein leeres, altes Gebäude!“ Er hebt seine Hand zu den Augen; die Frühlingssonne wärmt sein gutaussehendes Gesicht. Zu dritt wendet ihr euch dem Wandbild vor euch zu.
- „Oh, aber es ist viel mehr als nur irgendein leeres, altes Gebäude!“ Er hebt seine Hand, um seine Augen vor dem eiskalten Schnee zu schützen. Zu dritt wendet ihr euch dem Wandbild vor euch zu.
- „Oh, aber es ist viel mehr als nur irgendein leeres, altes Gebäude!“ Er hebt seine Hand zu den Augen; die Frühlingssonne wärmt sein gutaussehendes Gesicht. Zu viert wendet ihr euch dem Wandbild vor euch zu.
- „Oh, aber es ist viel mehr als nur irgendein leeres, altes Gebäude!“ Er hebt seine Hand, um seine Augen vor dem eiskalten Schnee zu schützen. Zu viert wendet ihr euch dem Wandbild vor euch zu.
- „Oh, aber es ist viel mehr als nur irgendein leeres, altes Gebäude!“ Er hebt seine Hand, um seine Augen vor dem prasselnden Regen zu schützen. Zu viert wendet ihr euch dem Wandbild vor euch zu.
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- Es sieht alt und verwittert aus. Möwen zerpicken seinen Rohbau aus Stein und Metall. Dichtes Gestrüpp hat sich auf dem eingestürzten Dach breitgemacht; irgendeine Vogelart hat ein Nest auf einem kaputten Fenstersims errichtet.
- Mea culpa! Davon hattest du wohl auch noch nicht gehört. Dieser Mann ist unglaublich belesen.
- Augenblick mal, was bedeutet F&E?
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„Entschuldigen Sie – ein Akronym für Forschung und Entwicklung, es ist aus dem Sprachgebrauch verschwunden.“ Er strahlt. Um seine Augen zeichnen sich Lachfältchen ab.
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Mea culpa! Davon hattest du wohl auch noch nicht gehört. Dieser Mann ist unglaublich belesen.
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Es sieht alt und verwittert aus. Möwen zerpicken seinen Rohbau aus Stein und Metall. Dichtes Gestrüpp hat sich auf dem eingestürzten Dach breitgemacht; irgendeine Vogelart hat ein Nest auf einem kaputten Fenstersims errichtet.
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„Das überrascht mich nicht. Heutzutage sind sie bloß noch ein Hersteller von Tintenkartuschen und Ferroband.“ Er rückt seine Jacke zurecht.
„Sie begannen vor zwei Jahrhunderten als Zulieferfirma für Elektronikkomponenten in Königstein. Nach ihrer aggressiven Expansion nach Revachol wurde Feld zu einem Weltkonzern im aufstrebenden Markt der Elektronikgeräte für den privaten Gebrauch der vorrevolutionären Ära.“
„Dennoch hat Tricentennial sie im Bereich der Büromaschinen übertroffen.“ Er deutet auf das Gebäude. „Aber Feld hatte ein Ass im Ärmel. Oder sollte ich eher sagen, Feld entwickelte ein Ass im Ärmel?“ Er grinst. „Ich glaube, da sind mir die Metaphern durcheinandergeraten.“
„Hier in Martinaise – möglicherweise in diesem Gebäude – entwickelten sie Prototypen für einen …“ Er hält mitten im Satz inne, als er bemerkt, dass du nicht zuhörst.
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„Hier in Martinaise – möglicherweise in diesem Gebäude – entwickelten sie Prototypen für einen …“ Er legt eine künstlerische Pause ein. „… Datenbandcomputer.
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„Hm. Einen formschönen Faltmechanismus aus Walzen und Ferrobandschleifen, mobil genug, um ihn nach Hause mitzunehmen. Eine Revolution im Bereich der Büromaschinen, die möglicherweise auch von Endkonsumenten hätte genutzt werden können.“
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„Das ist eine beachtliche Ingenieursleistung, die selbst den aktuellen Giganten Rehm, ICN und ZAMM noch nicht gelungen ist.“ Er grinst und bewundert dabei den Satz, den er soeben hervorgebracht hat.
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„Leider schaffte es ihr prestigeträchtiges Projekt nie zur Marktreife“, sagt er nickend. „Felds Schritt nach Revachol erwies sich als Bumerang. Die Regierung der Revolutionäre schmolz ihre Vermögenswerte ein und enteignete ihre hochentwickelten Prototypen. All das geschah möglicherweise in eben diesem Gebäude … oder einer der angrenzenden Ruinen.“ Er macht eine Pause und zeigt mit dem Finger auf das andere Gebäude. Dann fährt er fort:
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„Das alles wurde von Feld errichtet, selbst die Promenade. Wild Pines baute die Kernstadt Martinaise als Erholungsort für ihr mittleres Management, Feld hingegen diesen Außenbezirk für ihre F&E.“
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- „Was haben die Revolutionäre mit diesen fortschrittlichen Datenbandcomputern gemacht?“
- „Was ist mit den Ingenieuren passiert, den Mitarbeitern?“
- „Wie haben diese Datenbandcomputer funktioniert?“
- „Ich habe noch eine andere Frage …“
- „Sie sagen, dass Feld Electrical diese Promenade gebaut hat?“ (Du blickst nach unten.)
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„Sie haben sie zur militärischen Kommunikation eingesetzt.“ Während er spricht, blickt sein Sohn zu ihm hoch und knabbert träge an der Ecke seines Malbuchs, das sich um Lintwürmer dreht. „Aber auch zum Schreiben und Versenden von Pressemitteilungen. Das offenkundigste Beispiel hierfür ist Le Décret de Mars.“
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„Das Märzdekret? Ich spreche von der Übertragung, die am 7. März des Jahres 02 von der neu erschaffenen Revacholer Kommune an Nachrichtenagenturen und Weltregierungen geschickt wurde.“
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„Es ist wirklich ein wundervolles Schriftstück. Eine mir bekannte Liedermacherin – Charette – nannte es auf ihrem politischen Konzeptalbum ‚Bons baisers d’Insulinde‘ ein Liebesgedicht an Revachol. Sie sollten es lesen. Jede Bücherei in Revachol ist mit einem Exemplar des Dekrets ausgestattet.“
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„Ich habe versucht, Mikael dazu zu bringen, dass er es auswendig lernt.“ Er sieht seinen Sohn an, der mit dem Gesicht hinter dem Buch versteckt zu kichern anfängt. „Die Betonung liegt auf habe versucht. Ein gewisser Jemand hegte zu viel Interesse an Lintwürmern, um dem Beachtung zu schenken.“
Der Junge wirft einen kurzen Blick auf die grünen und silbernen Lintwürmer auf dem Einband des Buches. Er hat diesen Teil des Gesprächs schon halb vergessen.
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„Oh, ich fürchte, für die Jungs hat es kein gutes Ende genommen.“ Er lächelt erneut – so, als wäre er persönlich für diese trostlose Wendung der Ereignisse verantwortlich. „Aber diese Geschichte ist ein klein wenig zu düster für den jungen Mikael hier. Also, wenn Sie mich jetzt nach den Datenbandcomputern fragen würden …“
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Damit meint er, dass „die Jungs“ von den Kommunisten erschossen wurden. „Die Jungs“ waren Teil der Bourgeoisie.
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(Du wendest dich Mikael zu.) „Er meint damit, dass ihnen allen in den Kopf geschossen wurde, weil sie Teil der Bourgeoisie waren. Weißt du denn, was ‚Bourgeoisie‘ bedeutet?“
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„Officer!“ Er wirkt enttäuscht. „Ich habe Ihnen doch gesagt, dass dieses Kapitel der Geschichte noch nicht auf Mikaels Lehrplan steht. Sorgen wir für eine kinderfreundliche Atmosphäre.“
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(Du wendest dich Mikael zu.) „Er meint damit, dass sie alle von den Kommunisten umgebracht wurden.“
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Moment, will er sagen, dass wir die Ausschweifungen der Revolution einfach unter den Teppich kehren sollen?
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„Wie haben diese Datenbandcomputer funktioniert? So wie Funkcomputer?“
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„Das weiß niemand so genau. Niemand hat auch nur die geringste Ahnung, wie ein Computer überhaupt aussehen würde, der nur aus Band besteht! Aber man munkelt, dass sie äußerst formschön waren – exquisite, fremdartige Hardware der Jahrhundertwende …“ Er erinnert sich an etwas und streckt einen Finger nach oben.
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„Vor zehn Jahren arbeitete ich für ein Weilchen als … Freiberufler – ja, so könnte man es nennen. Ich war Sonderberater für eine Ausstellung im Wompty-Dompty-Dom-Center in Vredefort, Oranje. Dort kamen dieselben Fragen auf, und wir hatten lange Diskussionen mit Paul Ockermann, der damals der Chefkurator war (das war, bevor die Zwillinge Keith und Guy Joost dem Team beitraten), und versuchten …“
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Hat er! Er hat Wompty-Dompty-Dom-Center gesagt, als wäre es die normalste Sache der Welt.
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Was zum Teufel ist ein Wompty-Dompty-Dom-Center? Und wer in Gottes Namen sind Keith und Guy Joost?!
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„Okay. Das Wompty-Dompty-Dom-Center? Paul Ockermann? Keith und Guy Joost? Wovon reden Sie überhaupt?“
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„Vom Wompty-Dompty-Dom-Center für zeitgenössische Kunst.“ Da ist es schon wieder – das merkwürdige Wort. „Die Ausstellung selbst behandelte Lagermans Konzeption von Erinnerung. Es gab also ein paar Parallelen. Deswegen beschloss der Chefkurator Paul Ockermann …“
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„Das ist doch frei erfunden.“ (Du wendest dich dem Lieutenant zu.) „Kim, denkt er sich das alles aus?“