Gespräch · Evrart Claire
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Euren Namen hat er vom Statistikamt, und alles andere hat er von Eurem Verhalten hier in Martinaise abgeleitet.
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„Aber einen Augenblick lang haben Sie es mir geglaubt, nicht wahr, Harry?“ Er lacht, als ob er dir gerade einen Streich gespielt hätte. „Was kann ich jetzt für Sie tun?“
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Evrarts große Hände bedecken die Akte, aber sein Gesichtsausdruck sagt Ich weiß alles über Sie, Harry.
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„So schlimm ist es sicher nicht“, flüstert der Lieutenant. „Im schlimmsten Fall hat er eine alte BMR-Akte. Und selbst das bezweifle ich.“
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„Harry …“, sagt er in einem versöhnlichen Ton. „Ich weiß nur Dinge, die für unsere Freundschaft eine Rolle spielen. Und ich möchte Ihnen das Gefühl geben, dass Sie mich danach fragen können.“
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„Ach, Harry …“ Er wirft einen verstohlenen Blick in die Akte, als ob es ihm schwerfallen würde, sich von den darin enthaltenen Mysterien abzuwenden. „Wow … Das ist wirklich nicht ohne.“
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„So schlimm ist es sicher nicht“, flüstert der Lieutenant. „Im schlimmsten Fall hat er eine alte BMR-Akte. Und selbst das bezweifle ich.“
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„Also, was sagen Sie, Harry?“ Er lehnt sich in seinem Sessel zurück. „Sie brauchen Hilfe, nehme ich an.“
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„Natürlich, Harry, natürlich! Vergeuden wir nicht unsere Zeit mit Personalien und Amnesie. Sie wollten etwas von mir?“
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Nichts davon fühlt sich richtig an – du weißt, wie dein Name lautet. Du hast einen stilvollen Namen. Den eines Herzogs. Oder eines schönen Mannes.
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- „Ich fühle mich wie ein Du Bois, aber nicht ganz wie ein Harry. Eher wie etwas Längeres.“
- „So heiße ich nicht. Ich heiße Raphaël Costeau.“
- „Das gefällt mir eigentlich nicht besonders.“
- „Okay, das gefällt mir. Damit kann ich leben.“
- „Ich heiße Tequila Sunset.“
- „Moment, ich dachte, Sie wären Harry Du Bois.“
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- Keins von beidem fühlt sich richtig an – du weißt, wie dein Name lautet. Du hast einen stilvollen Namen. Den eines Herzogs. Oder eines schönen Mannes.
- Nichts davon fühlt sich richtig an – du weißt, wie dein Name lautet. Du hast einen stilvollen Namen. Den eines Herzogs. Oder eines schönen Mannes.
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„Klar doch. Sie sind Harold. Harman. Haroldemus. Aber nicht laut der Akte. Laut Akte sind Sie ‚Harry Du Bois‘.“ Er tippt auf die Akte. „Der Name eines echten Kerls.“
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- „Ausgezeichnet! Ich weiß ja, dass Sie von der BMR gerne Rufzeichen benutzen. Harry ‚Tequila Sunset‘ Du Bois, das klingt nicht schlecht. Aber für mich – und das Statistikamt – werden Sie immer der kleine Harry bleiben.“
- „Seien Sie nicht albern, Harry.“ Er schenkt dir ein breites Grinsen. „Harry Du Bois, das ist doch der Name eines richtigen Kerls. Eines Gewerkschaftlers.“
- „Na schön, Harry.“ Er winkt ab. „Sie können auch Harry Raphaël Du Bois De Costeau sein – oder wofür Sie sich auch sonst entscheiden mögen.“
- „Klar doch. Sie sind Harold. Harman. Haroldemus. Aber nicht laut der Akte. Laut Akte sind Sie ‚Harry Du Bois‘.“ Er tippt auf die Akte. „Der Name eines echten Kerls.“
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„Herr Kitsuragi scheint überhaupt kein Mitgefühl zu haben, was Ihren Gedächtnisverlust angeht, Harry.“ Er wirft dem Lieutenant einen finsteren Blick zu. „Ich dagegen möchte Ihnen helfen, so gut es geht.“
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„Na schön, Harry.“ Er winkt ab. „Sie können auch Harry Raphaël Du Bois De Costeau sein – oder wofür Sie sich auch sonst entscheiden mögen.“
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„Seien Sie nicht albern, Harry.“ Er schenkt dir ein breites Grinsen. „Harry Du Bois, das ist doch der Name eines richtigen Kerls. Eines Gewerkschaftlers.“
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„Und ich erst, Harry!“ Er hebt seinen Zeigefinger. „So, was kann ich noch für Sie tun?“
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„Ausgezeichnet! Ich weiß ja, dass Sie von der BMR gerne Rufzeichen benutzen. Harry ‚Tequila Sunset‘ Du Bois, das klingt nicht schlecht. Aber für mich – und das Statistikamt – werden Sie immer der kleine Harry bleiben.“
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Keins von beidem fühlt sich richtig an – du weißt, wie dein Name lautet. Du hast einen stilvollen Namen. Den eines Herzogs. Oder eines schönen Mannes.
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„Ach, die?“ Er schließt die Akte. „Meine Freunde in Ihrer Organisation haben sie mir gegeben, Harry.“
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Übersetzt heißt das: „Haha, was sind Sie Polizisten doch für ein korrupter Verein.“
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„Leider darf sie nur von Gewerkschaftsangehörigen eingesehen werden, Herr Kitsuragi. Das verstehen Sie doch sicher.“ Er wendet sich wieder an dich. „Bitte fahren Sie fort, Harry.“
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„Aber natürlich, Harry.“ Er nickt. „Sie gehören zum 41. Revier, und Sie wohnen in Jamrock. Sie sind ein Jamrocker Junge. Weit von zu Hause, aber das macht nichts.“
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„Herr Kitsuragi, ich muss doch sehr bitten.“ Seine Augen bleiben unentwegt auf deine gerichtet. „Harry und ich reden gerade über seine verlorene Identität.“
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„Sie müssen doch Fragen haben, Harry. Kommen Sie schon …“ Er macht eine einladende Geste. „Seien Sie nicht schüchtern. Raus mit der Sprache.“
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„Freut mich sehr, das zu hören, Harry. Da haben meine Quellen sich wohl geirrt.“ Er tätschelt erneut die braune Akte.
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„Falls Sie allerdings doch das eine oder andere vergessen haben sollten, dann könnte eine dicke Akte Ihnen wirklich auf die Sprünge helfen.“ Er zwinkert dir zu.
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„Natürlich, was sind wir so förmlich? Nennen Sie mich Evrart, und ich nenne Sie Harry!“
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„Das ist wirklich mein Name?“
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„Du meine Güte, es stimmt also doch! Ich wollte es nicht glauben, aber Sie sind wirklich ein phantastischer Science-Fiction-Bulle mit Amnesie, nicht wahr?“ Erstaunt zuckt er mit den Schultern. „Wie wahrscheinlich ist denn so etwas?“
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Vielleicht ist es besser, wenn du nicht zeigst, wie verwirrt du bist. Ich meine, finde erst mal heraus, was er vorhat.
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„Ich versichere Ihnen, das ist nichts, wofür man sich schämen müsste, Harry. Wir sind hier unter Freunden, und die gute Nachricht ist …“ Er tippt auf die vor ihm liegende Akte.
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„Ich habe eine dicke Akte über Sie, Harry. Ich bin mir sicher, dass Sie viele Fragen haben – vielleicht kann ich Ihnen helfen?“
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Vertrau ihm nicht. Wer weiß, vielleicht ist Du Bois ja sein Name. Du brauchst eine Bestätigung.
„Sie hatten sicher das eine oder andere Anliegen, das Sie mit mir besprechen wollten.“ Er macht eine Pause und betrachtet die braune Akte auf seinem Schreibtisch. „Und das können Sie auch.“
Es ist nur eine braune Akte. Du kannst nicht erkennen, was darauf steht.