Gespräch · Totenkopf-Cindy
Sprecher · 29
Totenkopf-Cindy
Du
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Kim Kitsuragi
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Willenskraft
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Suggestion
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Zwielicht
Schauspielkunst
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Schauder
Korpsgeist
Wahrnehmung (Sehen)
Körperapparat
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Auge-Hand-Koordination
Innenleben
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Joyce Messier
Enzyklopädie
Chester McLaine
Mack Torson
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Denk daran, hier geht es nicht um die Kunst oder die Künstlerin – dieser unnötige Kauf soll nur deinen überbordenden Reichtum andeuten. Der Betrachter empfindet Kunst als etwas Geschmackvolleres als bloß Geld, das an der Wand hängt.
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Sie mag dir ablehnend gegenüberstehen, aber sie ist immer noch eine Künstlerin ohne Perspektive, die kaum über die Runden kommt. Sie benötigt so viel Geld, wie du bereit bist, ihr zu geben.
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Treib den Preis ins Bodenlose. Habenichtse wie sie sind es gewohnt, die Dinge zu nehmen, wie sie kommen.
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Sie streckt ihre Hand aus und lässt dich das Werk begutachten. Drei rote Kleckse wurden diagonal über die Oberfläche verteilt. Kleinere verschiedenfarbige Punkte breiten sich fächerförmig vom selben Ausgangspunkt aus.
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„Na, Bullenschweinchen, was halten Sie davon?“ Sie hört sich beinahe höhnisch an und wartet auf deine Antwort.
In diesen genialen Strichen steckt Spannung – ein Verlangen, mit dem Betrachter in Dialog zu treten, ihn zu provozieren. Eine Meditation über … Sein und Nichtsein?
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Der Winkel der Farbtropfen offenbart, dass sie mit der Wucht einer Donnerbüchse auf die Leinwand gefeuert wurden.
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Das ist einer dieser Tintenkleckstests. Eine Einladung, sich mit dem Himmlischen zu verbinden.
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- „Eigentlich fällt mir nichts dazu ein.“
- „Ich erkenne … münzenförmige Blutklümpchen als Opfergabe an eine pulsierende Schwelle. Aber was bedeutet das?“
- „Das ist nur eine Mischpalette.“
- „Hier wurde jemand getötet. Ein Fünf-Millimeter-Kaliber, aus kürzester Entfernung.“
- „Du erkundest den hauchdünnen Grenzbereich zwischen Sein und Nichtsein. Eine gewagte Juxtaposition.“
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„War ja klar. Warum mache ich mir überhaupt die Mühe? Rücken Sie einfach mit dem Geld heraus!“
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- „War ja klar. Warum mache ich mir überhaupt die Mühe? Rücken Sie einfach mit dem Geld heraus!“
- Das tut sie. Trotz ihres Verhaltens bringt es ihr keine Freude, dieses Spiel zu spielen. Kunstwerke und ihr persönliches Verhältnis zu ihnen sind ihr wichtig.
- Werkzeug? Vielleicht ist sie da ja doch an etwas dran. Athleten sind gleichzeitig Werkzeug und Künstler – zu einem einzigartigen Zweck gemeißelte Körper.
- Hmpf, ihr Improvisationstalent lässt zu wünschen übrig. Das war eine erbärmliche Darbietung. Soll uns das etwa Furcht einjagen? NIEMAND HIER FÜRCHTET SICH!
„Ich erkenne … münzenförmige Blutklümpchen als Opfergabe an eine pulsierende Schwelle. Aber was bedeutet das?“
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„Es ist ein Zeichen! Sie sollten lieber bezahlen, sonst erzürnen Sie die Bestie von jenseits der … Was haben Sie gesagt?“ Sie weiß es – sie will es nur dramatisch machen. „Der Schwelle. Immer schön vorsichtig sein, man sagt, sie habe eine Schwäche für geräuchertes Schweinefleisch.“
Hmpf, ihr Improvisationstalent lässt zu wünschen übrig. Das war eine erbärmliche Darbietung. Soll uns das etwa Furcht einjagen? NIEMAND HIER FÜRCHTET SICH!
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„Verdammt.“ Sie steht kurz davor, das ganze Vorhaben abzublasen, überlegt es sich dann aber anders. „Na ja, aber es ist auch Kunst. Eine konzeptuelle Täuschung. Werkzeug und Ergebnis zugleich.“
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Werkzeug? Vielleicht ist sie da ja doch an etwas dran. Athleten sind gleichzeitig Werkzeug und Künstler – zu einem einzigartigen Zweck gemeißelte Körper.
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„Ja, meine künstlerische Integrität.“ Man kann unmöglich erkennen, ob sie es ernst meint.
Das tut sie. Trotz ihres Verhaltens bringt es ihr keine Freude, dieses Spiel zu spielen. Kunstwerke und ihr persönliches Verhältnis zu ihnen sind ihr wichtig.
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„Du erkundest den hauchdünnen Grenzbereich zwischen Sein und Nichtsein. Eine gewagte Juxtaposition.“
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„Ja, ist klar, künstlerischer Bulle.“ Ein breites Lächeln huscht über ihr Gesicht. „Räume, Körper, Scheiße. Hauen Sie es nur raus, das Kauderwelsch!“
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„Ja, ist klar.“ Ein breites Lächeln huscht über ihr Gesicht. „Räume, Körper, Scheiße. Hauen Sie es nur raus, das Kauderwelsch!“
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„Wegweisend? Oh ja, Schweinebacke. Ich habe mit einem nassen Pinsel in der Hand geniest. Farbe ist auf die Leinwand gespritzt und voilà. Wegweisender wird’s nicht mehr.“
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Sie denkt, das reicht, um ein Künstler zu sein? Übertrumpfe sie mit ihrem eigenen Stil. Mach ihn zu deinem Stil.
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- „Das ist widerlich.“
- „Ein vorzüglicher Kommentar zur glücklichen Fügung des kreativen Prozesses.“
- (Du kitzelst dich an deinem längsten Nasenhaar.)
- „Interessant. Was ich wirklich wissen muss, ist, wie du diesen neuen Stil nennst.“
- „Du hast das also mit einem Niesen gemalt? Wirklich bemerkenswert … Ein unverkennbares Zeichen eines Genies!“
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„Wenn Sie meinen. Mir gefällt der Gedanke, dass es von meinem Drillingsnerv gemalt wurde.“
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Du spürst, wie der mächtigste Nieser deines Lebens sich juckend seinen Weg in die Mitte deines Gesichts bahnt …
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„Äh, was machen Sie da …?“ Sie sieht angewidert aus. Jeder einzelne ihrer Gesichtszüge verzieht sich rasend schnell zum dramatischsten Ausdruck von Ablehnung, den sie aufbringen kann.
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Du neigst deinen Kopf nach hinten, schließt die Augen und machst dich bereit, alles nach vorne sausen zu lassen …
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Ihr Kopf verschwindet unter ihrem Mantel, als sie sich auf den Einschlag vorbereitet.
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Der an den Innenseiten deiner Nasenflügel klebende Schleim jubelt. Alle Düfte und Gerüche scheinen die Welt verlassen zu haben. Deine Nasenhöhlen sind zu Windtunneln voller sehr kitzeliger Partikel geworden.
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Aber dann kommt nichts mehr. Du atmest sanft aus – keine Spucke, kein Schrei. Es ist vorbei. Einfach so.
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„War’s das?“ Sie wirkt erleichtert. „Hören Sie auf, an Ihrer Schnauze rumzuspielen, und machen wir hier weiter, damit Sie wieder in Ihren Stinkestall zurückkönnen. Wollen Sie dieses Gemälde noch oder was?“
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„Du hast das also mit einem Niesen gemalt? Wirklich bemerkenswert … Ein unverkennbares Zeichen eines Genies!“
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„Echt jetzt? Du lässt dir die Chance entgehen, ein dummes Bullenschweinchen, das sich im Geld wälzt, auszuschlachten?“
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„Blabla. Ich bin nicht käuflich, Bullenschweinchen.“ Sie ist fast schon enttäuscht von deinem lausigen Angebot.
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Da kannst du es noch so sehr versuchen, du wirst nicht herausfinden, was eine junge Rebellin in Altomakleidung von dir wollen sollte. Von Blumen und Schokolade würde sich dieses Mädchen jedenfalls nicht beeindrucken lassen.
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Während du stumm und ahnungslos dastehst, befreit Cindy ihre Fingernägel von Dreck. Ohne zu dir aufzusehen, sagt sie: „Fragen Sie etwas oder verpissen Sie sich, Borstenvieh.“
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Es hat ihr nicht gereicht, dich zu erniedrigen? Wie wäre es, wenn du ihr etwas anbietest – eine Arbeit vielleicht?