Gespräch · Sylvie
Sprecher · 20
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Ich werde hier nicht weiter nachforschen. Ich muss nicht zu jedem kleinen Detail eine Antwort haben.
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Ja. Lieber nicht zu viele Fragen stellen, bevor dich die Leute noch für einen Bullen halten oder so.
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Diese Unterhaltung ist schon einmal genauso abgelaufen. Anscheinend war es dir in der Vergangenheit wichtig, dieser jungen Frau zu zeigen, dass du das Sagen hast. Mach es nicht noch mal.
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„Bitte nicht. Nicht schon wieder. Alle haben Ihren ‚tollen Revolver‘ gesehen, Detective …“ Sie klingt mit den Nerven am Ende.
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„Sie haben versucht, die Leute damit zu beeindrucken. Alle waren gerade beim Essen und …“ Sie zögert, als ob sie sich nicht sicher sei, ob sie fortfahren soll.
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„Sie haben vor allen Leuten damit rumgefuchtelt und sie angefleht, ihn zu beschreiben. Sie meinten, er würde ‚Sie beruhigen‘. Und dann fingen Sie an, Witze über Selbstmord zu reißen. Sie sind ziemlich ins Detail gegangen.“
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Ihr wisst schon, wenn Ihr Eure Waffe, Eure echte Waffe, nehmt und sie Euch an die Schläfe haltet – und so tut, als ob Ihr Euch die Kugel durch den Schädel jagt? Das wollte ich Euch abgewöhnen. Es verschreckt die Leute.
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Hm, daran erinnere ich mich. Du hast herumgeschrien, von wegen: „Mein Gehirn klebt überall an den Wänden, sie sind ganz rot. Aber ich sehe nichts davon, weil es mein Gehirn ist. Ohne mein Gehirn kann ich nichts sehen!“ Sehr schön bildlich.
Ein armer Kerl hat versucht, seinen Nachtisch zu essen, während du herumgeschrien und gespuckt hast. Und dann hast du direkt neben ihm den Gnadenschuss nachgeahmt … Deine Spucke ist in seinem Essen gelandet. Ich glaube, danach war ihm der Appetit vergangen …
Die Leute haben versucht, sich von dir fernzuhalten oder den Raum zu verlassen, aber du hast geschrien: „ICH VERTRETE DAS VERDAMMTE GESETZ, UND IHR MÜSST AUF MICH HÖREN. IHR SEID ALLE VERDÄCHTIGE BEI EINER MORDERMITTLUNG!“
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„Warum sollte ich damit drohen, mich umzubringen?! Ich meine, diese Welt ist doch so schön, ich würde gerne hierbleiben!“
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„Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass Sie danach mit Geld rumgefuchtelt haben. Und dann Sachen gesagt haben wie: ‚Ein Haufen Geld lügt nicht‘ und ‚Mit Waffen kann man kein Geld kaufen, aber mit Geld kann man immer Waffen kaufen‘.“
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„Ich dachte, Sie hätten den Revolver verpfändet. Aber ich habe bestimmt nicht nachgefragt.“ Sie seufzt.
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„Nein, bitte. Nicht noch mehr Selbstmorddrohungen! Ich bin so froh, dass Sie den blöden Revolver nicht mehr haben …“
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Es gibt viel kreativere Wege, die Welt zu verlassen, als mit einem Revolver.
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(Du überprüfst Klaasjes Geschichte.) „Haben Sie die Polizei gerufen?“
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„Aber warum haben Sie denn nicht angerufen? Hat es Sie nicht gestört, eine Leiche hinter Ihrem Arbeitsplatz hängen zu sehen?“
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„Was? Natürlich hat es mich gestört! Aber ich dachte, die Gewerkschaft wüsste schon über die Leiche Bescheid.“
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„Niemand ruft die Polizei.“ Du kannst hören, wie sie den Hörer in ihrer Hand zurechtrückt. „Das würde die Gewerkschaft nicht gern sehen.“
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„Na, Sie wissen schon …“ Sie sucht nach den richtigen Worten. „Es läuft, wie die Gewerkschaft sagt. Die Leute hören auf sie, und die Gewerkschaft kümmert sich um ihre Leute. Und hier sind das so ziemlich alle.“
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- „Moment, Kim.“ (Du hältst dein Mikrophon weg.) „Sagt sie die Wahrheit? Hat die Gewerkschaft hier das Sagen?“
- „Ich verstehe. Vielleicht gibt es etwas anderes, von dem Sie mir berichten können?“ (Du lässt davon ab.)
- „Also, warum genau haben Sie wochenlang eine Leiche in Ihrem Hof hängen lassen, statt uns zu informieren?“ (Du machst weiter Druck.)
- „Ich habe hier das Sagen.“Gemerkt · 1
- „Meine Autorität scheint wohl Grenzen zu haben.“Gemerkt · 1
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„Moment, Kim.“ (Du hältst dein Mikrophon weg.) „Sagt sie die Wahrheit? Hat die Gewerkschaft hier das Sagen?“
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„Juristisch gesehen, nein. In Wirklichkeit, ja.“ Er sieht sich um. „Martinaise wird de facto von der Hafenarbeitergewerkschaft kontrolliert.“
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Er muss nichts weiter sagen. Du kannst spüren, wie unzufrieden der Lieutenant mit der Situation ist.
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- „Ich verstehe. Vielleicht gibt es etwas anderes, von dem Sie mir berichten können?“ (Du lässt davon ab.)
- „Also, warum genau haben Sie wochenlang eine Leiche in Ihrem Hof hängen lassen, statt uns zu informieren?“ (Du machst weiter Druck.)
- „Ich habe hier das Sagen.“Gemerkt · 1
- „Meine Autorität scheint wohl Grenzen zu haben.“Gemerkt · 1
„Ich verstehe. Vielleicht gibt es etwas anderes, von dem Sie mir berichten können?“ (Du lässt davon ab.)
„Ich weiß nicht, was ich Ihnen sagen soll, Officer. Ich habe Sie nicht angerufen, weil ich keinen Ärger mit den anderen wollte, mit der Gewerkschaft. Und das tut mir leid.“
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„Also, warum genau haben Sie wochenlang eine Leiche in Ihrem Hof hängen lassen, statt uns zu informieren?“ (Du machst weiter Druck.)
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„Habe ich das richtig verstanden? Sie haben Ihre Pflicht vernachlässigt, nur um selbst ungeschoren davonzukommen?“
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„Ich … Ich wusste nicht, dass ich es hätte melden müssen … Ich … Ich dachte, irgendwer würde ihn schon irgendwann runterholen …“ Ihre Stimme bricht.
Was nimmt sie sich raus?! Sie versucht, sich hinter ihrer SCHWÄCHE zu verstecken. Du bist ein GOTT. Ein zorniger, aber GERECHTER Gott.
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„Ein bisschen spät für Tränen, oder? Die hätten Sie früher vergießen sollen, damit jemand die Polizei ruft.“
Du kannst fast hören, wie die junge Frau am anderen Ende der Leitung immer kleiner wird, bis fast nur noch Rauschen zu hören ist.
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„Ja … Ich weiß, es ist nur …“ Sie holt tief Luft, bevor sie fortfährt. „Wollten Sie sonst noch etwas?“
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(Du rufst:) „ICH BIN EIN GOTT. SIE ERSTATTEN MIR UND NICHT DER GEWERKSCHAFT BERICHT, VERSTANDEN?“
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„Hey!“ Der Lieutenant unterbricht dich, mit einem Anflug von Ärger im Blick. „Wenn Sie sich nicht zusammenreißen, dann übernehme ich ab jetzt die Befragungen und Sie können sich still Notizen machen.“
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„Tut mir leid. Keine Ahnung, was da gerade über mich kam. Ich bin einfach ausgeflippt. Vielleicht habe ich Aggressionsprobleme.“
„So sieht es aus. Bitte versuchen Sie, sich zu beherrschen.“ Die Wut ist aus seinem Blick verschwunden, und sein Tonfall klingt sanfter als bisher.
Ein Polizist mit Aggressionsproblemen, unterbezahlt und überarbeitet. Der sowohl in seinem Privat- als auch im Berufsleben vor dem Abgrund steht. Das ist eher die Regel als die Ausnahme. Und das weiß der Lieutenant. Er versteht es.