„Listen sind ganz normal. Jeder hat sie. Man fasst einfach alle Fragen, die man hat, in einer Liste zusammen.“
Gespräch · Dolores Dei
Sprecher · 27
Dolores Dei
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„Falls du es nicht bemerkt hast, ich bin Polizist. Das ist keine einfache Tätigkeit, so wie in irgendeiner Hochschule oder so.“
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„Ein Polizist … Du bist dort schon so lange angestellt, dass du nicht einmal mehr wie ein normaler Mensch reden kannst! Du arbeitest immer nur Listen ab. Fragen.“
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„Nein, auf keinen Fall. Du bist dort schon so lange angestellt, dass du nicht einmal mehr wie ein normaler Mensch reden kannst! Du arbeitest immer nur Listen ab. Fragen.“
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„Ein bisschen niedergeschlagen? Du bist dort schon so lange angestellt, dass du nicht einmal mehr wie ein normaler Mensch reden kannst! Du arbeitest immer nur Listen ab. Fragen.“
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Sie schüttelt den Kopf. „Eigentlich bin ich sehr gewöhnlich, Harry. Unter diesem Kleid und dem Kranz stecken eine gewöhnliche Seele und gewöhnliche Gedanken. Das einzig Unmenschliche an mir ist diese …“ Sie sieht sich um.
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„… diese Sache, zu der du mich gemacht hast. Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber ich hasse sie einfach. Was soll das? Es ist völlig aus dem Ruder gelaufen, Harry, ich weiß nicht einmal …“
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„Meine Lungen leuchten nicht, Harry. Ich bin genauso wie alle anderen. Niemand von uns hat leuchtende Lungen – hör auf, mich zu einer Art …“
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Dann obliegt es dir. Du wirst ihre Lungen zum Leuchten bringen. Deine Marter ist NICHT umsonst.
Sie wird etwas Besonderes sein – sobald du den TEMPEL DES LICHTS errichtet hast.
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- „Ich vergebe dir, dass du schwanger bist. Ich komme damit klar. Aber …“
- „Ich kann deine Lungen immer noch zum Leuchten bringen, das weiß ich. Wenn du mich nur lässt.“
- „Ich habe eine neue Spezies entdeckt – und ich werde sie nach dir benennen. Die Doloresianische Phasmide. Sie ist ebenso schön wie du und hat ebenfalls einen weißen Kopf.“
- „Dann mache ich dich zu etwas Besonderem. Ich werde deine Lungen zum Leuchten bringen. Ich werde dich unsterblich machen.“
- „Ich werde dir mit meinem Geist einen Tempel des Lichts errichten. Einen unvorstellbar großen Tempel, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat. Ich werde ihn mit Hilfe von Computern bauen.“
- „Du hast recht. Du hast keine leuchtenden Lungen. Du verdienst sie nicht.“
- „Aber dann ist das alles hier bedeutungslos.“
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„Oh, Harry … Ich brauche deine Vergebung nicht. Für mich ist es etwas Gutes.“ Sie lächelt. „Es sind gute Neuigkeiten, wieso lächelst du nicht etwas mehr?“
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Eine warme Windböe drückt ihr Kleid an ihre Taille und zwischen ihre Oberschenkel.
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- Nichts dergleichen wirst du tun. Du schaffst es ja kaum, sie zum Weinen zu bringen.
- „Das ist es – und ich verpasse deshalb meinen wunderwunderschönen Flug nach Mirowa, der mich weit, weit weg von dir – und Revachol – trägt.“
- „Oh, Harry … Menschen können nur auf eine einzige Weise unsterblich werden – und du hast mir keine Unsterblichkeit geschenkt …“ Sie schüttelt den Kopf.
- „Oh, Harry … Ich brauche deine Vergebung nicht. Für mich ist es etwas Gutes.“ Sie lächelt. „Es sind gute Neuigkeiten, wieso lächelst du nicht etwas mehr?“
- „Einen ewigen Tempel des Lichts? Das klingt schön. Ich will, dass jemand so etwas für mich tut – wer würde sich das nicht wünschen? Aber nicht du. Von dir will ich gar nichts.“
- „Das klingt nach etwas, das es bis in die Nachrichten schaffen könnte … Das will ich nicht, okay?“ Es entsteht eine Pause. „Bitte tauf sie nicht auf diesen Namen. Deine Entdeckung einer neuen Spezies ändert nichts. Wenn jemand anders eine neue Spezies entdecken und sie nach mir benennen würde, wäre ich geschmeichelt. In deinem Fall nicht.“
- Es würde dir ohnehin nicht gelingen, ihre Lungen zum Leuchten zu bringen. Höchstens zum Weinen. Und vielleicht nicht einmal mehr das.
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Ihre Erscheinung – ihre Haut, der Stoff ihres Kleides – verströmt Aprikosengeruch, der sich in der Luft um dich herum ausbreitet.
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„Ich will zurück in die vollkommen andere Welt. In die durchsichtige Welt, in der es dich gibt.“
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„Bitte, Harry …“ Das Kleid umspielt ihre Glieder wie Wasser. „Ich verstehe nicht, was du mir damit sagen willst. Du bist ein bemitleidenswerter, furchterregender, verrauchter und geisterhafter Abglanz deines früheren Selbst.“
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- „Bitte, Harry …“ Das Kleid umspielt ihre Glieder wie Wasser. „Ich verstehe nicht, was du mir damit sagen willst. Du bist ein bemitleidenswerter, furchterregender, verrauchter und geisterhafter Abglanz deines früheren Selbst.“
- Das Kleid umspielt ihre Glieder wie Wasser. Sie atmet aus. Ihr Atem ist schwer. Dir gehen die Ideen aus.
- „Das geht vorbei …“ Das Kleid umspielt ihre Glieder wie Wasser. „Alles geht irgendwann vorbei.“
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„Das geht vorbei …“ Das Kleid umspielt ihre Glieder wie Wasser. „Alles geht irgendwann vorbei.“
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Das Kleid umspielt ihre Glieder wie Wasser. Sie atmet aus. Ihr Atem ist schwer. Dir gehen die Ideen aus.
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Keine Antwort. Ihre Augenbrauen zittern, während sie dir in die Augen schaut und vor dir zurückweicht …
Nichts dergleichen wirst du tun. Du schaffst es ja kaum, sie zum Weinen zu bringen.
„Ich habe eine neue Spezies entdeckt – und ich werde sie nach dir benennen. Die Doloresianische Phasmide. Sie ist ebenso schön wie du und hat ebenfalls einen weißen Kopf.“
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„Ich habe eine neue Spezies entdeckt – und ich werde sie nach dir benennen. Sie ist ebenso schön wie du und hat ebenfalls einen weißen Kopf. Ich werde sie Doraensis taufen.“
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„Das klingt nach etwas, das es bis in die Nachrichten schaffen könnte … Das will ich nicht, okay?“ Es entsteht eine Pause. „Bitte tauf sie nicht auf diesen Namen. Deine Entdeckung einer neuen Spezies ändert nichts. Wenn jemand anders eine neue Spezies entdecken und sie nach mir benennen würde, wäre ich geschmeichelt. In deinem Fall nicht.“
„Dann mache ich dich zu etwas Besonderem. Ich werde deine Lungen zum Leuchten bringen. Ich werde dich unsterblich machen.“
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„Oh, Harry … Menschen können nur auf eine einzige Weise unsterblich werden – und du hast mir keine Unsterblichkeit geschenkt …“ Sie schüttelt den Kopf.
„Ich werde dir mit meinem Geist einen Tempel des Lichts errichten. Einen unvorstellbar großen Tempel, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat. Ich werde ihn mit Hilfe von Computern bauen.“
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„Einen ewigen Tempel des Lichts? Das klingt schön. Ich will, dass jemand so etwas für mich tut – wer würde sich das nicht wünschen? Aber nicht du. Von dir will ich gar nichts.“
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„Ich will sie auch gar nicht. Sie sind bloß ein Volksmärchen, das nichts mit meiner Herrschaft oder der Richtung zu tun hat, in die ich unsere Spezies gelenkt habe …“ Sie wirft einen flüchtigen Blick über ihre Schulter und sieht dann wieder dich an.
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Es würde dir ohnehin nicht gelingen, ihre Lungen zum Leuchten zu bringen. Höchstens zum Weinen. Und vielleicht nicht einmal mehr das.
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„Das ist es – und ich verpasse deshalb meinen wunderwunderschönen Flug nach Mirowa, der mich weit, weit weg von dir – und Revachol – trägt.“
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„Andere Fragen sind das Letzte, was ich gerade gebrauchen kann …“ Sie hält sich eine Hand hinters Ohr. „Pssst. Hörst du das? Ich glaube, das ist die 42 …“
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Das ist sie nicht. Noch nicht – es ist eine andere Linie. Du hast also noch viel Zeit, sie mit Fragen und Küssen für dich zu gewinnen …
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„Ich habe Verantwortung für meine Taten übernommen. Ich bin ein neuer Mensch. Bedeutsam und normal.“
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- „Du hast recht. Ich bin nicht normal. Ich bin ein Haufen Scheiße.“
- „Was ich damit sagen will: Ich bin ein Moralist. Die anderen Moralisten hätten mich fast auf ihrem Luftschiff mitgenommen! Ich bin kein kaputter, verrückter Mann, der nicht ohne dich leben kann. Ich weiß, dass ich Fehler gemacht habe, und habe die volle Verantwortung für alle davon übernommen. Damit du wieder mit mir zusammenleben kannst – wenn du möchtest. Es geht mir jetzt besser.“
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„Weißt du eigentlich, wie weh mir es tut, wenn du das sagst?“ Sie klingt regelrecht wütend. „Ich bin ein Haufen Scheiße, du hast mich dazu gemacht … Ich kann nicht mehr. Ich will dich nicht länger irre und zu einem Haufen Scheiße machen. Ich lasse es nicht zu, dass du einen schlechten Menschen aus mir machst. Ich muss gehen …“
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Völlige Vernichtung. Wir wurden vernichtet, Harry. Du hattest niemals irgendwelche Macht, und du warst niemals Moralist – oder sonst irgendetwas. Du kannst nicht einmal mehr irre oder ein Haufen Scheiße sein. Du musst ab sofort ein Nichts sein. Ein Nichts ohne das Licht und die Anmut der Liebe.
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- Völlige Vernichtung. Wir wurden vernichtet, Harry. Es ging gar nicht um Verantwortung. Es ging immer nur darum, dass du absolut machtlos bist. In Bezug auf sie, auf dich und auf alles. Deswegen hat man dich auch nicht auf das Luftschiff gelassen: Ohne sie bist du bloß ein Irrer.
- Völlige Vernichtung. Wir wurden vernichtet, Harry. Du hattest niemals irgendwelche Macht, und du warst niemals Moralist – oder sonst irgendetwas. Du kannst nicht einmal mehr irre oder ein Haufen Scheiße sein. Du musst ab sofort ein Nichts sein. Ein Nichts ohne das Licht und die Anmut der Liebe.
„Was ich damit sagen will: Ich bin ein Moralist. Die anderen Moralisten hätten mich fast auf ihrem Luftschiff mitgenommen! Ich bin kein kaputter, verrückter Mann, der nicht ohne dich leben kann. Ich weiß, dass ich Fehler gemacht habe, und habe die volle Verantwortung für alle davon übernommen. Damit du wieder mit mir zusammenleben kannst – wenn du möchtest. Es geht mir jetzt besser.“