Gespräch · Kirchenfenster
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Mehr als das. Schuldreine werden durch den Bund der Gründer ins Amt gewählt. Dieser Akt hat in der gesamten Geschichte lediglich sechsmal stattgefunden. Die Rechtsordnung des Reálgürtels wurde so gestaltet, dass sie eine schuldreine Herrschaft zulässt, sollte sich diese Möglichkeit während unserer Zeit ergeben.
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Einiges. Du weißt, dass sie eine Frau des Hofes war, die Gattin eines einflussreichen Marchese und schließlich die wichtigste Beraterin von Irène La Navigatrice, der Königin von Suresne (heutzutage Sur-la-Clef). Du weißt auch, dass sie von umwerfender Schönheit war.
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Und in uralte Traurigkeit gehüllt. Willst du dir dieses Stückchen Geschichtswissen wirklich in Erinnerung rufen? So mickrig, wie du unter ihrer langen, schlanken Figur wirkst …
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Ja – echt zum Heulen. Langweilige Geschichte. Bleib locker, Mann. Hak es ab. Hau dir stattdessen lieber die Birne voll.
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Ungemein. Von den Frauen des Hofes wurde erwartet, dass sie gut genug Bridge und Schach spielen, um eine interessante Herausforderung für einen Mann darzustellen. Auch Kenntnisse in Philosophie, Theologie und Naturwissenschaften wurden gern gesehen. Sie war durchaus eine Mätresse …
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Sie machte das Beste aus ihrer Position am antedoloresianischen Hof – einem Hof, der von den prominentesten Denkern und Künstlern ihrer Zeit besucht wurde. Insgeheim entwickelte sie sich zur herausragendsten Philosophin des gesamten Staates. Mit messerscharfem Verstand und durchdringendem Blick.
Sie war eine beinahe übernatürlich anziehende und intelligente Persönlichkeit. Auf ihre Zeitgenossen wirkte sie wie aus einer anderen Epoche – eine Botschafterin aus der Zukunft der Spezies. Wir verliebten uns alle bis über beide Ohren in sie. Selbst bevor sie zur Schuldreinen erkoren wurde, war ihr Einfluss bereits immens.
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Auf ihren Rat hin förderte Irène La Navigatrice eine Reihe von Reisen ins Grau. Ein kostspieliges und oft tragisches Unterfangen, letzten Endes gerechtfertigt durch die Entdeckung der Neuen Neuen Welt – dem Stück Realität, auf dem du dich jetzt befindest.
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Sie wurde zwei Jahre nach der Rückkehr der ersten Expedition gekrönt und brachte dadurch das größte Zeitalter der Geschichte ins Rollen – das doloresianische Zeitalter.
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Das ist in der Tat ziemlich „wow“. Als sie zur Schuldreinen erkoren wurde und die Königin, für die sie jahrelang als Beraterin tätig gewesen war, vor ihr auf die Knie ging, wurde sie derart von ihren Gefühlen überwältigt, dass die Lungen in ihrer Brust zu leuchten begannen.
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Einige Zuschauer berichteten, dass unter ihrem Kleid deutlich zu erkennen war, wie ein Netz aus goldenen Fäden die bereits sonnenbeschienene Kammer um sie herum beleuchtete.
Deshalb sind die Lungen für die Kulturen des Reálgürtels das Symbol der Liebe.
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- Einige Zuschauer berichteten, dass unter ihrem Kleid deutlich zu erkennen war, wie ein Netz aus goldenen Fäden die bereits sonnenbeschienene Kammer um sie herum beleuchtete.
- Einige Zuschauer berichteten, dass unter ihrem Kleid deutlich zu erkennen war, wie ein Netz aus goldenen Fäden die bereits sonnenbeschienene Kammer um sie herum beleuchtete. Noch einmal: Ihre Lungen fingen an zu leuchten. Ist es dir jetzt immer noch egal?
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Aha. Als sie zur Schuldreinen erkoren wurde und die Königin, für die sie jahrelang als Beraterin tätig gewesen war, vor ihr auf die Knie ging, wurde sie derart von ihren Gefühlen überwältigt, dass die Lungen in ihrer Brust zu leuchten begannen.
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Einige Zuschauer berichteten, dass unter ihrem Kleid deutlich zu erkennen war, wie ein Netz aus goldenen Fäden die bereits sonnenbeschienene Kammer um sie herum beleuchtete. Noch einmal: Ihre Lungen fingen an zu leuchten. Ist es dir jetzt immer noch egal?
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Aus der Vergangenheit. Ein ganzes Silo voller Traurigkeit. Sie gärt vor sich hin. Du solltest dich davon fernhalten.
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Genau. Verirre dich nicht weiter in dieser Ecke deines Bewusstseins und wähle die unterste Option: „Zur Hölle damit.“
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Der Begriff „furchteinflößend“ ist zu emotionsgeladen für dein semantisches Gedächtnis. Oder was davon noch übrig ist …
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Furchteinflößend. Ein einfaches Wort. Sie war schlecht für die Menschheit, und du hättest überhaupt nicht erst anfangen sollen, über sie nachzudenken!
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Gut. Und jetzt verirre dich nicht weiter in dieser Ecke deines Bewusstseins und wähle die unterste Option: „Zur Hölle damit.“ Du stehst hier schon lange genug herum.
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Das weißt du bereits. Obwohl sie oft als die größte Persönlichkeit angesehen wird, die je gelebt hat, so hatte Dolores Dei dennoch etwas Ominöses an sich. Sie war ständig von ihren Therriers umgeben …
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Von allen Schuldreinen war sie diejenige, die sich am meisten abschottete und am wenigsten Selbstkritik übte. Einige moderne Denker würden sie wegen ihrer Kampagnen gegen den Staat Mesque als Kriegsverbrecherin ansehen. Und dann waren da noch die Umsiedlungsmaßnahmen …
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- Obwohl sie oft als die größte Persönlichkeit angesehen wird, die je gelebt hat, so hatte Dolores Dei dennoch etwas Ominöses an sich. Sie war ständig von ihren Therriers umgeben …
- Das weißt du bereits. Obwohl sie oft als die größte Persönlichkeit angesehen wird, die je gelebt hat, so hatte Dolores Dei dennoch etwas Ominöses an sich. Sie war ständig von ihren Therriers umgeben …
Der Staat Mesque versuchte, sich von der schuldreinen Herrschaft zu lösen. In vielen Teilen der Welt brachte der beschleunigte Übergang in den Säkularismus negative Auswirkungen mit sich. Ihre obligatorischen Erziehungsprogramme und die Massenumsiedlung am Oberlauf der Magritte waren ebenfalls problematisch. Andersdenkende wurden von einer Streitmacht namens „Armee der Menschlichkeit“ unterdrückt.
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Was zu verstehen geben sollte, dass jene, die sie bekämpfen, nicht Teil der Menschheit sind.
Ja, sie liebte Schach – aber militärische Kriegsspiele ebenso. Dolores Dei hält auf Darstellungen wie dieser oft einen kleinen Zinnsoldaten zwischen Zeigefinger und Daumen. Sie war blond – die blondeste Frau, die es je gegeben hat. Ihre grünen Augen hatten dieselbe Farbe wie das pisantische Mare Interregnum …
Von ihrem Marchese ist wenig bekannt. Es ist, als wäre er einfach aus der Geschichte verschwunden, nachdem er seinen Part erfüllt hatte, Dolores Dei in den Hof einzuführen. Man kann also sagen, dass es sehr wohl eine einsame, paranoide und sogar furchteinflößende Seite an ihr gibt, die zwar selten erwähnt wird, aber in den Gedanken an sie immer mitschwingt …
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„Officer, Sie stehen bereits seit mehr als fünf Minuten nur da …“ Die ruhige Stimme des Lieutenants hallt in der kalten Kirchenluft wider.
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„Lieutenant-Jefreitor, Sie stehen bereits seit mehr als fünf Minuten nur da …“ Die ruhige Stimme des Lieutenants hallt in der kalten Kirchenluft wider.
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- „Weshalb haben wir diese Frau aus der Bourgeoisie überhaupt so lange toleriert, bevor wir sie erschossen haben?“
- „Sie steht auf irgendeine Weise in Verbindung mit dem Fall.“
- „Nichts. Ich habe mich nur umgesehen.“
- „Leuchtende Lungen … Das ist ziemlich krank …“
- „Sie ist nicht menschlich.“Gemerkt · 1
- Du schreist: „Kriegsverbrecherin!“
- „Sie ist wunderschön …“
„Weshalb haben wir diese Frau aus der Bourgeoisie überhaupt so lange toleriert, bevor wir sie erschossen haben?“
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„Echt krass, dass du dir hier drinnen einfach so abgefahrenes linksextremes Zeug ausdenkst, Mann. Weiter so!“
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„Das ist nicht linksextrem, Andre. Ich finde, dieses Schreckgespenst sollte nicht unseren Club verzieren …“ Eine weitere Stimme vom anderen Ende der Kirche …
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- „Weiter so“, ruft eine Stimme vom anderen Ende der Kirche. „Sie war unmenschlich. Bist echt ein kritischer Denker, Gesetzeshüter. Und Andre, wir sollten dieses Fenster zubrettern. Niemand will beim Tanzen diesen schaurigen Scheiß sehen.“
- Ein kaum wahrnehmbarer Hauch von Angst. Der Lieutenant hat Angst vor der Kirche. Er weiß zwar nicht, warum, doch er hat Angst.
- „Das ist nicht linksextrem, Andre. Ich finde, dieses Schreckgespenst sollte nicht unseren Club verzieren …“ Eine weitere Stimme vom anderen Ende der Kirche …
- Ein kaum wahrnehmbarer Hauch von Angst. Der Lieutenant fürchtet sich vor diesem Ort.
- „Hab ich dir doch gesagt, Andre!“, ruft eine Stimme vom anderen Ende der Kirche. „Die Leute wollen beim Tanzen nicht diese Frau sehen. Das ist ungesund. Und wir werden sie sicher nicht mit Discolichtern anstrahlen. Das würde alles nur noch schlimmer machen.“
- „Ich würde sie lieber so lassen, Noid“, sagt eine weitere Stimme. „Sie sieht cool aus.“
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„Ihr haben wir die öffentliche Bildung, den Ruhestand und die moderne Diplomatie zu verdanken.“ Er nimmt seine Brille ab, um sie zu säubern.
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„Wie dem auch sei … Wir sollten uns nicht zu lange in dieser Kirche aufhalten. Dies ist kein Ort, in dem man sich verlieren sollte.“
Ein kaum wahrnehmbarer Hauch von Angst. Der Lieutenant hat Angst vor der Kirche. Er weiß zwar nicht, warum, doch er hat Angst.
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- „Wie dem auch sei … Wir sollten uns nicht zu lange in dieser Kirche aufhalten. Dies ist kein Ort, in dem man sich verlieren sollte.“
- „In dieser Kirche, meine ich. Und allgemein an der Küste … Wir sollten uns hier nicht zu lange aufhalten. Dies ist kein Ort, in dem man sich verlieren sollte.“
- „Wissen Sie … Diese Kirche. Die Küste … Wir sollten uns hier nicht zu lange aufhalten. Erledigen Sie, was Sie hier zu tun haben, damit wir zurück zur Sache kommen können. Dies ist kein Ort, in dem man sich verlieren sollte.“
- „Diese Kirche. Die ganze Küste … Wir sollten uns hier nicht zu lange aufhalten. Dies ist kein Ort, in dem man sich verlieren sollte.“
- „Wie dem auch sei … Wir sollten uns nicht allzu lange in dieser Kirche und an der Küste aufhalten. Dies ist kein Ort, in dem man sich verlieren sollte. Wir sollten unsere Angelegenheiten abschließen und zurück zur Sache kommen.“
- „Diese Kirche. Die ganze Küste … Wir sollten uns hier nicht zu lange aufhalten. Dies ist kein Ort, in dem man sich verlieren sollte. Wir sollten unsere Angelegenheiten abschließen und zurück zur Sache kommen.“
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„Wir sollten dieses alte Schreckgespenst zubrettern, Andre“, ruft eine Stimme vom anderen Ende der Kirche. „Sonst lenkt sie uns bloß die Leute ab. Die wollen schließlich tanzen und nicht dauernd ans Scheitern des Humanismus denken.“
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- „Andre, wir sollten das Fenster zubrettern“, ruft eine Stimme vom anderen Ende der Kirche. „Die Leute wollen beim Tanzen nicht diese Frau sehen. Das ist ungesund.“
- „Ja, leuchtende Lungen sind echt mal krank“, ruft eine Stimme vom anderen Ende der Kirche. „Wir sollten dieses Fenster zubrettern. Schlechte Sinusse, weißt du?“
- „Wir sollten dieses alte Schreckgespenst zubrettern, Andre“, ruft eine Stimme vom anderen Ende der Kirche. „Sonst lenkt sie uns bloß die Leute ab. Die wollen schließlich tanzen und nicht dauernd ans Scheitern des Humanismus denken.“
- „Weiter so“, ruft eine Stimme vom anderen Ende der Kirche. „Sie war unmenschlich. Bist echt ein kritischer Denker, Gesetzeshüter. Ey, Andre, wir sollten dieses Fenster zubrettern. Niemand will beim Tanzen diesen schaurigen Scheiß sehen.“
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„Sie ist nun seit über dreihundert Jahren tot. Ich bin mir fast tausendprozentig sicher, dass sie nicht mit dem Fall in Verbindung steht …“ Er nimmt seine Brille ab, um sie zu säubern.
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„Wie übrigens auch alles andere hier. Diese Kirche. Die Küste … Dies ist kein Ort, in dem man sich verlieren sollte.“
Ein kaum wahrnehmbarer Hauch von Angst. Der Lieutenant fürchtet sich vor diesem Ort.
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„Andre, wir sollten das Fenster zubrettern“, ruft eine Stimme vom anderen Ende der Kirche. „Die Leute wollen beim Tanzen nicht diese Frau sehen. Das ist ungesund.“
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„Okay. Nur, weil Sie dieses Fenster nun schon ziemlich lange anstarren. Und es hier drinnen ziemlich kühl ist …“ Er nimmt seine Brille ab, um sie zu säubern.
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„Diese Kirche. Die ganze Küste … Wir sollten uns hier nicht zu lange aufhalten. Dies ist kein Ort, in dem man sich verlieren sollte.“