Gespräch · Kirchenfenster
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„Echt krass, wie du hier reinkommst und einfach so die religiöse Symbolik hinterfragst. Weiter so.“
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„Ja, leuchtende Lungen sind echt mal krank“, ruft eine Stimme vom anderen Ende der Kirche. „Wir sollten dieses Fenster zubrettern. Schlechte Sinusse, weißt du?“
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„Ja. Leuchtende Lungen sind ziemlich ungewöhnlich. Nach diesem einen Mal wurde kein Leuchten mehr beobachtet.“ Er nimmt seine Brille ab, um sie zu säubern.
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„Wissen Sie … Diese Kirche. Die Küste … Wir sollten uns hier nicht zu lange aufhalten. Erledigen Sie, was Sie hier zu tun haben, damit wir zurück zur Sache kommen können. Dies ist kein Ort, in dem man sich verlieren sollte.“
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„Echt krass, wie du hier reinkommst und sie einfach so beschuldigst, nicht menschlich zu sein. Weiter so, Mann!“
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„Weiter so“, ruft eine Stimme vom anderen Ende der Kirche. „Sie war unmenschlich. Bist echt ein kritischer Denker, Gesetzeshüter. Ey, Andre, wir sollten dieses Fenster zubrettern. Niemand will beim Tanzen diesen schaurigen Scheiß sehen.“
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„Wenn Sie meinen …“ Er nimmt seine Brille ab, um sie zu säubern. Nach einer Weile sagt er schließlich:
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„Diese Kirche. Die ganze Küste … Wir sollten uns hier nicht zu lange aufhalten. Dies ist kein Ort, in dem man sich verlieren sollte. Wir sollten unsere Angelegenheiten abschließen und zurück zur Sache kommen.“
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„Ähm …“ Andre weiß nicht, was er sagen soll. „Es ist kalt, Mann. Du glotzt dieses Fenster nun schon seit Ewigkeiten an. Du solltest tanzen, um warm zu werden!“
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„Weiter so“, ruft eine Stimme vom anderen Ende der Kirche. „Sie war unmenschlich. Bist echt ein kritischer Denker, Gesetzeshüter. Und Andre, wir sollten dieses Fenster zubrettern. Niemand will beim Tanzen diesen schaurigen Scheiß sehen.“
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„Ich weiß nicht so recht …“ Er nimmt seine Brille ab, um sie zu säubern. „Es waren andere Zeiten. Ein anderer Krieg.“
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„Wie dem auch sei … Wir sollten uns nicht allzu lange in dieser Kirche und an der Küste aufhalten. Dies ist kein Ort, in dem man sich verlieren sollte. Wir sollten unsere Angelegenheiten abschließen und zurück zur Sache kommen.“
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„Cool, Mann! Wir sollten sie mit Discolichtern anstrahlen. Die Leute werden bestimmt durchdrehen, wenn sie in einem Club für anodische Musik so eine … heilige Scheiße sehen.“
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„Hab ich dir doch gesagt, Andre!“, ruft eine Stimme vom anderen Ende der Kirche. „Die Leute wollen beim Tanzen nicht diese Frau sehen. Das ist ungesund. Und wir werden sie sicher nicht mit Discolichtern anstrahlen. Das würde alles nur noch schlimmer machen.“
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„Das ist sie. Ein sakrales Meisterwerk. Allerdings frage ich mich, was wir hier wollen …“ Er nimmt seine Brille ab, um sie zu säubern.
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„In dieser Kirche, meine ich. Und allgemein an der Küste … Wir sollten uns hier nicht zu lange aufhalten. Dies ist kein Ort, in dem man sich verlieren sollte.“
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„Hey, Mann! Du stehst da schon seit mindestens … einer halben Stunde rum!“ Der Mann mit der Igelfrisur schreit quer durch die kühle Kirche.
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Obwohl sie oft als die größte Persönlichkeit angesehen wird, die je gelebt hat, so hatte Dolores Dei dennoch etwas Ominöses an sich. Sie war ständig von ihren Therriers umgeben …
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Das ist ein Geheimnis. Ein Geheimnis, das mit Selbstmitleid und Bedauern befleckt ist. Aus irgendeinem Grund, der sich deinem Verstand nicht erschließt, hast du beim Blick in ihre zärtlichen Augen das Gefühl, bereit zum Ertrinken zu sein …
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Dein Herz weiß es. Aber es will es dir noch nicht sagen. Lass diese Dinge noch eine Weile ungeklärt.
Du weißt nur, dass dies die junge Mutter der Menschheit ist – und dass du gehen solltest. Tu etwas anderes! Flieh vor ihrem traurigen, sorgenvollen Blick.
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Ich weiß es nicht. Worum geht es gerade? Du bist in Gedanken schon ein Stück weit zu anderen Dingen übergegangen …
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„Das ist Dolores Dei …“, erklärt er mit gedämpfter Stimme. „Die alte Frau hatte recht. Dies ist die doloresianische Kirche der Menschlichkeit von Martinaise. Oder die kleine Kiefernholzkirche, wie sie auch gelegentlich bezeichnet wird.“
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„Das ist Dolores Dei …“, erklärt er mit gedämpfter Stimme. „Ich glaube, wir befinden uns in der doloresianischen Kirche der Menschlichkeit von Martinaise. Oder in der kleinen Kiefernholzkirche, wie sie auch gelegentlich bezeichnet wird.“
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Dort steht sie noch immer, unbewegt. In weißen, silbernen und aprikosenfarbenen Farbtönen – die junge Mutter der Menschheit. Ein Riss durchläuft ihren Körper. Sie ist unfassbar groß, und ihr trauriges ovales Gesicht strahlt eine dunkle Erhabenheit aus.
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In ihren Armen hält sie ein Paar leuchtende Lungen, die deutlich unter ihrem fließenden Kleid zu erkennen sind. Du solltest niederknien.
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- Nein.Gemerkt · 1
- Du kniest nieder.Gemerkt · 1
- Lass mich in Ruhe, Frau. [Ende.]Gemerkt · 1
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Kalter Wind dringt durch den Riss im Glas herein. Schneewehen bedecken die Dielen zu deinen Füßen. Über dir kannst du den Blick ihrer mehrfarbigen Augen spüren. Sie mustern dich.
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Als dir dieser bittere Gedanke durch den Kopf geht, zeichnet der Lieutenant ein X-förmiges Kreuz von Schulter zu Schulter. Mit drei Fingern.
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Gute Entscheidung. Sie hat uns alle im Dreck zurückgelassen, du schuldest ihr gar nichts. Stehe einfach im aprikosenfarbenen Licht des Kirchenfensters und knirsche heimlich mit den Zähnen. Die Frau zeigt weiterhin ihr kühles, ungerührtes Lächeln – entzweigebrochen durch den Riss im Glas.
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Geschieht ihr recht. Sie kümmert sich nur um ihren Herrscherschmuck und ihr seidenes Kleid – und darum, rechtzeitig den Lufthafen zu erreichen, um uns zu verlassen.
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- Gute Entscheidung. Sie hat uns alle im Dreck zurückgelassen, du schuldest ihr gar nichts. Stehe einfach im aprikosenfarbenen Licht des Kirchenfensters und knirsche heimlich mit den Zähnen. Die Frau zeigt weiterhin ihr kühles, ungerührtes Lächeln – entzweigebrochen durch den Riss im Glas.
- Deine Fingerspitzen berühren deine Brust viermal. Als du damit fertig bist, stehst du immer noch im aprikosenfarbenen Licht des Kirchenfensters. Die Frau zeigt weiterhin ihr kühles, ungerührtes Lächeln – entzweigebrochen durch den Riss im Glas.
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- Dieser bittere Gedanke geht dir durch den Kopf, als du im aprikosenfarbenen Licht des Kirchenfensters stehst. Die Frau über dir zeigt noch immer ihr kühles Lächeln – gespalten durch den Riss im Glas.
- Geschieht ihr recht. Sie kümmert sich nur um ihren Herrscherschmuck und ihr seidenes Kleid – und darum, rechtzeitig den Lufthafen zu erreichen, um uns zu verlassen.
Deine Fingerspitzen berühren deine Brust viermal. Als du damit fertig bist, stehst du immer noch im aprikosenfarbenen Licht des Kirchenfensters. Die Frau zeigt weiterhin ihr kühles, ungerührtes Lächeln – entzweigebrochen durch den Riss im Glas.
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Dieser bittere Gedanke geht dir durch den Kopf, als du im aprikosenfarbenen Licht des Kirchenfensters stehst. Die Frau über dir zeigt noch immer ihr kühles Lächeln – gespalten durch den Riss im Glas.
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Du kniest vor der Frau; sie blickt auf dich herab. Sie ragt zwischen ihrer Gefolgschaft empor: Architekten, Laien, Höflinge. Sie hat ein trauriges Lächeln auf den Lippen, und in ihrem grünblauen Auge ist ein Funkeln zu erkennen – doch was bedeutet es? Mitgefühl? Reue?
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Du kniest vor der Frau; sie blickt auf dich herab. Sie ragt zwischen ihrer Gefolgschaft empor: Architekten, Laien, Höflinge. Sie hat ein trauriges Lächeln auf den Lippen, und in ihrem grünblauen Auge ist ein Funkeln zu erkennen – doch was bedeutet es? Mitgefühl? Reue?
Du stehst vor der Frau; sie blickt auf dich herab. Sie ragt zwischen ihrer Gefolgschaft empor: Architekten, Laien, Höflinge. Sie hat ein trauriges Lächeln auf den Lippen, und in ihrem grünblauen Auge ist ein Funkeln zu erkennen – doch was bedeutet es? Mitgefühl? Reue?
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Nein, du kümmerst sie nicht. Sie kümmert sich nur um ihren glänzenden Herrscherschmuck und ihr seidenes Kleid – und darum, rechtzeitig den Lufthafen zu erreichen, um uns zu verlassen!
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Als dir dieses sanfte Wort durch den Kopf geht, zeichnet der Lieutenant ein X-förmiges Kreuz von Schulter zu Schulter.
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- Als dir dieser großartige und zugleich verzweifelte Gedanke durch den Kopf geht, zeichnet der Lieutenant ein X-förmiges Kreuz von Schulter zu Schulter.
- Als dir dieses nutzlose Wort durch den Kopf geht, zeichnet der Lieutenant ein X-förmiges Kreuz von Schulter zu Schulter.
- Als dir dieses fürchterliche Wort durch den Kopf geht, zeichnet der Lieutenant ein X-förmiges Kreuz von Schulter zu Schulter.
- Als dir dieses sanfte Wort durch den Kopf geht, zeichnet der Lieutenant ein X-förmiges Kreuz von Schulter zu Schulter.
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Deine Fingerspitzen berühren deine Brust viermal. Dann erhebst du dich von deinen Knien, in das aprikosenfarbene Licht des Kirchenfensters. Über dir zeigt die Frau noch immer ihr kühles Lächeln – gespalten durch den Riss im Glas.