Alternative Zeilen · 1
„Ach, stimmt. Ich war mit anderen Dingen beschäftigt.“
„Ach, stimmt. Ich war mit anderen Dingen beschäftigt.“
„Mit anderen Dingen? Wir reden hier von deinem großen Augenblick, deinem Erscheinen im Rampenlicht, deinem Aufstieg zur Berühmtheit.“
Jetzt, wo er täglich ein Bier weniger trinkt, fällt es ihm schwer, seine Nervosität zu kaschieren.
„Ach, keine Eile, aber bei Gelegenheit wäre es gut zu wissen, wie du dazu stehst.“
Er kaschiert sein angespanntes Nervenkostüm mit der altbewährten Methode – übermäßiger Trinkerei.
„Ach das. Ja, ich habe es gesehen.“
„Großartig!“ Er mustert dein Gesicht und sucht nach etwaigen Anzeichen eines Urteils. „Großartig.“
„Das neue Konzept des Denkmals? Deine neue Realitätssituation?“ Seine Worte sind schal vor Alkohol und blankem Unglauben.
„Das neue Konzept? Ich habe einen kurzen Blick drauf geworfen, es aber noch nicht richtig auf mich wirken lassen.“
„Ach, stimmt. Ich habe einen kurzen Blick drauf geworfen, es aber noch nicht richtig auf mich wirken lassen.“
„Oh, ich verstehe, was du vorhast. Lässt uns ein bisschen zappeln, bis du ein Urteil fällst – gefällt mir. Steigert die Spannung ins Unermessliche.“ Er sieht zu seinem Saufkumpan hinüber. „Ein wahrer Entertainer.“
„Hey, Tequila! Willkommen in der Realität. Wie kommst du so mit ihr klar?“ Ein Mann über dreißig in einem Lickra(TM)-Trainingsanzug nimmt einen Schluck von seinem Bier.
„Ich weiß, was du meinst. Wenn man hier mit diesen Pennern abhängt, lernt man die Realität von ihrer harschesten Seite kennen. Nicht gerade berauschend.“ Er sieht seine Kumpels mit gespielter Anerkennung an.
„Für Mister Abwärtsspirale läuft es auch nicht besonders gut. Ich habe meine Schlüssel immer noch nicht gefunden, und meine geile Schnitte habe ich auch noch nicht zurückerobert. Und ich habe nichts von meinen Geschäftsfreunden gehört …“ Er trinkt einen Schluck von seinem Bier.
Dieser Typ ist ein echter Freund. Du spürst es sofort: Ihr gehört zu einer Organisation. Einer Bruderschaft. Der Säufer.
Mister Abwärtsspirale, hm? Das wird sicher eine richtig gute, hochkonzeptuelle Unterhaltung. Endlich!
Geschäftsfreunde, hm? Dieser Typ könnte genau der sein, nach dem wir suchen. Frag ihn, ob er irgendwelche persönlichen Markenstrategen kennt, die dir weiterhelfen können.
„Leider läuft es im Abwärtsspiralenland auch nicht besonders gut. Ich habe meine Schlüssel immer noch nicht gefunden, und meine geile Schnitte habe ich auch noch nicht zurückerobert. Und ich habe nichts von meinen Geschäftsfreunden gehört …“ Er trinkt einen Schluck von seinem Bier.
„Die Realität? Sie steht vor dem Abgrund. Bald wird von den Atomen nur noch Glut übrigbleiben; von menschlichen Gesichtern nichts als Echos.“
„Von menschlichen Gesichtern bleiben nur Echos? Das ist eine ziemlich gute Apokalypse. Fände ich okay, wenn es so kommt.“ Er nickt zustimmend und wischt nachdenklich seine kackverkrustete Lickra(TM)-Jacke ab.
„Freut mich zu hören, dass du alles im Griff hast. Apropos ‚im Griff‘ – wusstest du, dass ich früher ein echter Strippenzieher war? Hab richtig was bewegt.“ Nachdenklich wischt er seine kackverkrustete Lickra(TM)-Jacke ab.
„Ganz durchschnittlich. Es läuft wie bei allen anderen. Mir schießen die wildesten Gedanken durch den Kopf, aber dann wähle ich den langweiligsten aus.“
„Ich bin wieder in die Realität abgetaucht, um sie zu erobern. Um sie meinem Willen zu beugen. Ich vertrete das Gesetz.“
„Das ist die richtige Einstellung! Früher habe ich die Realität nach meinem Abbild geformt. Das ist jetzt lange her. Die Zeiten sind vorbei.“ Mit einem finsteren Gesichtsausdruck betrachtet er seine kackverkrustete Lickra(TM)-Jacke.
„Ja, Tequila Sunset!“ Er trinkt einen Schluck. „Wie laufen die, äh, hochkonzeptuellen, realitätsbasierten Abenteuer so?“
Er sagt es, als ob es sich offensichtlich um deinen Namen handelt. Wie man jemanden Billy Brunuel oder ‚Anführer der Bande von der Fourth Street‘ nennt.
Gut, diese Leute kennen deinen richtigen Namen. Sieht aus, als ob er dir vorausgeeilt ist, Herr Sunset. Mehr dazu später.
Diesen Typen mag ich. Du solltest ihn auch mögen. Er zeigt dir Respekt, indem er deinen richtigen Namen benutzt.
„Nicht so gut. Meine Pechsträhne dauert seit zweiundvierzig Jahren an.“
„Das ist übel. Meine dauert seit drei oder vier Jahren an. Nein, Moment. Seit fünf.“ Mit einem finsteren Gesichtsausdruck betrachtet er seine kackverkrustete Lickra(TM)-Jacke.
„Hey, Tequila!“ Ein Mann über dreißig in einem zweiteiligen Lickra(TM)-Trainingsanzug stellt sein Pilsner ab und streckt dir zur Begrüßung die Hand entgegen.
„Freut mich, dich zu sehen! Wie laufen die Geschäfte? Wie kommst du mit der Realitätssituation klar?“
„Also, wie läuft’s?“ Er wischt sich die Hand an seiner schmutzigen Lickra-Hose ab und nimmt sein Bier in die Hand.