Gespräch · Steban, der kommunistische Student
Sprecher · 28
Steban, der kommunistische Student
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- „Habt ihr schon mal von ‚plötzlich einsetzender akuter Amnesie‘ gehört?“
- „Sagen wir einfach, dass der menschliche Körper mit ganz komischen Dingen anfängt, wenn er sieben Tage lang in einem Baum hängt …“Gemerkt · 1
- „Ich erzähle euch, wie ich Wild Pines für meine Ermittlungen unterwandert habe …“Gemerkt · 1
- „Ich werde euch von einem kleinen Malheur erzählen, das mir mit einer Frau in meinem Hostel passiert ist …“Gemerkt · 1
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„Dann erzähle ich euch mal, wie ich einmal aufgewacht bin und nicht mehr wusste, was Geld ist …“
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„Aha, jetzt dringen wir zu den psychologischen Krankheitsbildern des Lebens im Kapitalismus vor. Erzähl weiter …“
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Du hast sie am Haken. Sie werden lockerer. Du fühlst dich entspannt und kontrolliert. Geschickt verknüpfst du alle Teile der Geschichte …
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Du machst Fortschritte. Die Jungs machen keine Anstalten, ihr Interesse zu verbergen. Sie wollen hören, wie du alle Teile der Geschichte miteinander verknüpfst …
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Selbst der Lieutenant scheint hingerissen zu sein, obwohl du vertrauliche Details einer BMR-Ermittlung ausplauderst …
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„… Ich frage mich bloß, wie es gewesen wäre, wenn das alles im Sommer passiert wäre …“
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„… Gut, aber wenn du sagst, dass er mit dir gesprochen habe, dann meinst du das doch metaphorisch, oder?“
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„Ja, sicher. Ich habe hier eigentlich von meinen erstklassigen forensischen Fähigkeiten gesprochen.“
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Und wieder ist eine Viertelstunde vergangen. Das Gespräch geht hin und her. Was auch immer ihre philosophischen Ambitionen sind, die beiden hat es nach etwas Handfestem gedürstet.
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- „Ah, ja. Du hast eine langfristige Strategie verfolgt.“
- „Aha, also gibt es bei diesem Fall doch ein supranatürliches Element …“
- „Da gibt es ja wirklich viele Verästelungen. Erinnert mich fast an einen Dick-Mullen-Roman.“
- „Das kann jedem passieren.“
- „Moment, willst du damit etwa sagen, dass der Gehängte gar nicht gehängt wurde?“
- „Hast du denn seine wahre Identität herausbekommen?“
- „Hängt wahrscheinlich davon ab, wie dick der aufgetragen ist.“
- „Du willst mir also erzählen, dass es danach nicht unangenehm war, sie zu befragen? Das kann ich mir eher nicht vorstellen …“
- „Moment mal, Steban, willst du damit sagen, dass der Gendarme eine Art Kommunist aus der Zukunft ist?“
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„… Aber wie kann es sein, dass sowohl der Kommunismus als auch die Liebe ihn getötet haben?“
„… Mir ist noch immer nicht ganz klar, wie der Kommunismus ihn umgebracht haben soll …“
„… Mir ist noch immer nicht ganz klar, wie die Liebe ihm den Rest gegeben haben soll …“
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„Der wird sich noch finden, da bin ich mir sicher. In gewisser Weise will er gefunden werden …“
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„Ich glaube, er will damit zum Ausdruck bringen, dass der Kommunismus den eigentlichen Mord begangen hat, die Liebe ihn aber soweit gebracht hat …“
„Da muss noch etwas anderes im Spiel sein. Wir kennen noch nicht die ganze Geschichte …“
„Da muss noch etwas anderes im Spiel sein. Wir kennen noch nicht die ganze Geschichte …“
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„Stimmt, im Grunde ist es so. Aber wie gesagt, das ist bloß eine Arbeitshypothese …“
„Ich schätze, wir müssen es dabei belassen. Aber hör mal, Gendarme: Jemanden mit deinem Erfahrungsschatz könnten wir in der Gruppe gut gebrauchen. Mit nur ein wenig mehr theoretischem Unterbau könntest du dich gewichtig einbringen.“
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- „Guter Gott, haben wir uns jetzt wirklich eine Viertelstunde über das Abschälen der Zeit unterhalten?“
- „Überzeugend. Wo soll sie auch sonst hingegangen sein?“
- „Mag sein. Aber dieser Handlungsstrang ist noch nicht zu Ende geführt …“
- „Steban hat recht. Wenn es sein soll, dann wird es auch passieren.“
- „Stimmt, eine faszinierende Fallstudie …“
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„Eine wirklich faszinierende Entwicklung. Schön zu hören, dass man selbst in … ähm … fortgeschrittenem Alter noch ideologisch wachsen kann.“
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Die beiden wissen nicht, wie alt bist. Und sie haben keinen blassen Schimmer, was es heißt, älter zu werden.
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„… Zumindest denke ich, dass ich noch Chancen habe. Aber erstmal konzentriere ich mich auf die Ermittlung.“
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„Überzeugend. Meiner Erfahrung nach musst du ihr zeigen, dass du reifer geworden bist, also, ideologisch …“
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Seine „Erfahrung“ diesbezüglich ist äußerst beschränkt, auch wenn ihm das nicht bewusst ist.
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„… Und auch wenn man die Zeit irgendwie abschälen könnte, würde nicht dasselbe Ich durch die Investitionen reich werden …“
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„Aber das würde doch bedeuten, dass man bei jedem Abschälen der Zeit eine Art Doppelgänger in der Jetztzeit hinterlässt …“
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„Guter Gott, haben wir uns jetzt wirklich eine Viertelstunde über das Abschälen der Zeit unterhalten?“
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„Aha, also gibt es bei diesem Fall doch ein supranatürliches Element …“
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„Alles andere als appetitlich. Irgendwann hätte die Schwerkraft dafür gesorgt, dass sich der Rest des Körpers vom Kopf trennt. Dann wäre für unsere Arbeit nur sehr wenig übriggeblieben …“
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„Das wäre eine Sauerei gewesen, das könnt ihr mir aber glauben. Dann hätte ich die wahre Todesursache niemals herausbekommen …“
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„Kim hat recht. Dann hätten wir die wahre Todesursache niemals herausbekommen …“
„Moment, willst du damit etwa sagen, dass der Gehängte gar nicht gehängt wurde?“
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Selbst der Lieutenant scheint hingerissen zu sein, obwohl du vertrauliche Details einer BMR-Ermittlung ausplauderst …
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„… Hmm, ich verstehe noch immer nicht, was die Fahrerlady mit der Streikkonfrontation zu tun hatte …“
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- „Ich bin mir gar nicht so sicher, ob es überhaupt eine Verbindung gibt, aber ich musste mir ja irgendwie die Unterstützung von Wild Pines sichern.“
- „Mehr war an der Sache nicht dran. Sie war nur eine Schachfigur – genau, wie die Wild-Pines-Vertreterin auch mich ausspielen wollte.“
- „Ja, ich bin noch immer dabei, das Puzzle zusammenzufügen, aber irgendwie passt das alles noch nicht so recht.“
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„Ich bin mir gar nicht so sicher, ob es überhaupt eine Verbindung gibt, aber ich musste mir ja irgendwie die Unterstützung von Wild Pines sichern.“
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„Mehr war an der Sache nicht dran. Sie war nur eine Schachfigur – genau, wie die Wild-Pines-Vertreterin auch mich ausspielen wollte.“
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„Da gibt es ja wirklich viele Verästelungen. Erinnert mich fast an einen Dick-Mullen-Roman.“
„Ja, ich bin noch immer dabei, das Puzzle zusammenzufügen, aber irgendwie passt das alles noch nicht so recht.“
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„… Ist es eigentlich normal für Männer deiner sozialen Herkunft, diese … ähm … Formulierung zu benutzen?“
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- „Wisst ihr, sie war auf eine verrückte Art davon angetörnt, glaube ich.“
- „Ja, es ist peinlich, aber zum damaligen Zeitpunkt war mein politisches Bewusstsein nur rudimentär ausgeprägt.“
- „Nein, meinem Gehirn ist das ganz von alleine eingefallen.“
- „Ich sage euch: Das Hauptproblem war mein Hemd, glaube ich. Wenn es nur ein bisschen sauberer gewesen wäre, hätte ich sie wahrscheinlich abgeschleppt.“
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„Du willst mir also erzählen, dass es danach nicht unangenehm war, sie zu befragen? Das kann ich mir eher nicht vorstellen …“
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„Ja, es ist peinlich, aber zum damaligen Zeitpunkt war mein politisches Bewusstsein nur rudimentär ausgeprägt.“
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„Vielleicht ein Überrest sexueller Objektifizierung aus deinem vorrevolutionären Bewusstsein.“ Er nickt.
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„Ich sage euch: Das Hauptproblem war mein Hemd, glaube ich. Wenn es nur ein bisschen sauberer gewesen wäre, hätte ich sie wahrscheinlich abgeschleppt.“
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„Seltsam. Ich dachte, dass sich Frauen von revolutionärem Moschusgeruch angezogen fühlen …“
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„Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie das wohl wäre – aufzuwachen, ohne zu wissen, was Geld ist …“
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„Wenn man das in einem Roman lesen würde, würde man es für einen Kunstgriff oder ein Hirngespinst halten.“
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„Nein, es ist genau, wie Masow geschrieben hat: ‚Der Freie der Zukunft wird derjenige sein, der ohne jede Vorstellung des Kapitals aufwacht.‘“
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„Moment mal, Steban, willst du damit sagen, dass der Gendarme eine Art Kommunist aus der Zukunft ist?“