Die zarten Egos dieser Jungs! Obwohl du nur ein dahergelaufener Polizist bist, sehnen sie sich verzweifelt nach deiner Anerkennung.
Gespräch · Steban, der kommunistische Student
Sprecher · 28
Steban, der kommunistische Student
Echoerzeuger
Gewandtheit
Du
Logik
Zwielicht
Konzeptbildung
Kim Kitsuragi
Enzyklopädie
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Schmerzgrenze
Empathie
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Mechanik
Wahrnehmung (Sehen)
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Autorität
Wahrnehmung (Hören)
Korpsgeist
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Schauder
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He! Du bist nicht nur „ein dahergelaufener Polizist“! Du hast eine hochentwickelte Kritikfähigkeit. Und mit der kannst du jetzt angeben.
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- (Du zeigst ihnen deine Verbesserungsvorschläge.) „Ich habe da sogar ein bisschen konstruktive Kritik …“
- „Um ehrlich zu sein, klang er nicht so, als ob ihr irgendwas über Motorsport wüsstet.“
- „Ganz ehrlich? Klang nach einer wiederverwerteten Hausarbeit aus dem Studium.“
- „Es war ein guter Artikel. Ihr solltet eure Ideen weiterentwickeln.“
- „Mir haben die Teile über Tod und Zerstückelung gefallen. Darum geht es doch eigentlich im Motorsport.“
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(Du zeigst ihnen deine Verbesserungsvorschläge.) „Ich habe da sogar ein bisschen konstruktive Kritik …“
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Der junge Mann nimmt die zusammengefaltete Zeitschrift eher zögerlich entgegen. Beim Lesen deiner Anmerkungen und Korrekturen wird sein Gesichtsausdruck tief konzentriert …
Er hat den Blick eines Mannes, der mit ausgestreckten Gliedmaßen nackt auf einem OP-Tisch liegt. Er spürt das kühle Metall des Skalpells und das anspannende Stechen des Desinfektionsmittels. Trotzdem macht er nicht den Eindruck, als wäre es ihm völlig unangenehm. Einem Teil von ihm gefällt die Aufmerksamkeit anscheinend.
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„Das sind … gute Anmerkungen. Ein bisschen brutal in Bezug auf Stilfragen, aber er hat eigentlich mit allem recht …“
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„Könnte ich das vielleicht eine Weile behalten? Ich möchte nur ein bisschen über deine Kommentare nachdenken.“ Er wendet sich dir zu.
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„Na hoffentlich sagst du uns Bescheid, wenn deine Monographie erscheint …“
„Ich gehe jede Wette ein, dass er noch nie einen gehaltvollen Essay geschrieben hat. Er hat echt kein Recht, uns zu kritisieren. Gar keins.“
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Tja, nun hast du es geschafft. Du hast sie aufgestachelt. Was das wohl gebracht hat?
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„Natürlich ist das nur ein erster Abstecher in dieses Themengebiet. Wir hoffen, dass wir uns im nächsten Semester noch einmal ausführlicher damit befassen können …“
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„Jedenfalls bin ich froh, dass unser Werk sein Publikum gefunden hat. Das hofft man bei solchen Sachen ja immer.“
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„Mir haben die Teile über Tod und Zerstückelung gefallen. Darum geht es doch eigentlich im Motorsport.“
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„Na ja, das ist ja der Kern unserer These. Ulixes interessiert sich ganz besonders für kapitalistische Gewalt.“
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Der da hat etwas an sich, da willst du nachts nicht alleine durch dunkle Gassen gehen …
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Zeit, den beiden auf dem intellektuellen Schlachtfeld gegenüberzutreten. Warum gibst du nicht ein wenig mit deiner hochentwickelten Kritikfähigkeit an?
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„Das glaube ich nicht.“ Der junge Mann sieht dich neugierig an. „Es sei denn, du bist öfter in der Nähe der Fakultät für Kulturwissenschaften in der École Normale de Revachol …“
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Das ist Sarkasmus. Er hält dich nicht für jemanden, der radikale kommunistische Zeitschriften abonniert.
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Natürlich! Das sind die Schreiber dieser überbordenden Kritik an der TipTop-Tournée.
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Es gibt nichts, wovor du dich fürchten müsstest. In den letzten paar Tagen hast du Unmengen an Büchern verschlungen. Intellektuell kannst du jeder Lesegruppe in Martinaise das Wasser reichen …
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Du hast eine nicht unbeachtliche Zeitspanne damit verbracht, die Werke in deinem Kopf nach Thema und Periode zu sortieren. Alle Ideen und Bezüge, die du brauchst, sind abrufbereit.
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- Du hast eine nicht unbeachtliche Zeitspanne damit verbracht, die Werke in deinem Kopf nach Thema und Periode zu sortieren. Alle Ideen und Bezüge, die du brauchst, sind abrufbereit.
- Und noch etwas: Diese jungen Männer haben die feinsten Unsicherheitsrezeptoren, die du je gesehen hast.
- Du hast Dinge überlebt, die sich diese Jungs nicht einmal vorstellen können. Die können dir nichts.
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„Ach, du willst gleich jetzt anfangen?“ Er sieht seinen Kompagnon an, dann wieder dich. „Sicher, das lässt sich einrichten …“
„Dann setz dich mal. Da wir nicht die Zeit dazu hatten, einen ausführlichen Fragebogen vorzubereiten, können wir die mündliche Prüfung hier wohl etwas freier gestalten.“
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„Warum erzählst du uns nicht ein wenig über die Bücher, die dich interessieren? Dann sehen wir einfach, wie sich das Gespräch entwickelt.“
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- „Ich lese lieber Praxisbücher. Bücher, die mir dabei helfen, die Welt so zu verstehen, wie sie ist.“
- „Hört mal, Jungs, ich muss euch ehrlich sagen, dass ich nicht viele ‚Bücher‘ gelesen habe, aber das heißt nicht, dass ich keine Geschichten auf Lager hätte.“
- „In politische und geschichtliche Themen kann ich mich richtig vertiefen, wie ihr.“
- „Mir geht es eher darum, das richtige Buch zur richtigen Zeit zu finden.“
„Ich lese lieber Praxisbücher. Bücher, die mir dabei helfen, die Welt so zu verstehen, wie sie ist.“
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„Aha, ein prosaischer Materialist ganz alter Schule. Na schön, wollen wir uns mal darauf einlassen …“
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\n„… Aber jetzt hast du meine Neugier geweckt … Glaubst du, dass es Wert hat, sogenannte ‚praktische Sachbücher‘ zu lesen?“
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- „Nehmen wir mal den Kakadu. Wie viel weißt du wirklich über sein Verhalten?“
- „Ich denke gerne über wirklich fundamentale Konzepte nach, wie zum Beispiel das Alphabet.“
- „Ich weiß zwar nicht, wie vertrauenswürdig es ist, aber ich habe erst neulich ein Buch über grauzentrische Medizin gelesen.“
- „Also, Bücher sind ja schön und gut, aber um ehrlich zu sein, reichen sie nicht an echte Geschichten heran.“
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„Kakadus? Faszinierend. Erzähl uns doch bitte von deiner ornithologischen Forschung.“
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Das ist deine Gelegenheit, am Ende dieser mündlichen Prüfung noch einmal zu glänzen. Auf diesem Gebiet hast du alle Trümpfe in der Hand …
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„… Und so habe ich herausgefunden, dass ich ein ganz gewöhnlicher Rotschwanzkakadu bin.“
„… Und so habe ich herausgefunden, dass ich – tief im Innern – ein echter Verkackadu bin.“
„… Da hat sich mir zum ersten Mal die Finsternis meiner Seele in Form eines Kakadus gezeigt.“
„… Aber als ich den Majestätischen Königskakadu in all seiner Pracht gesehen habe, wusste ich einfach, dass das der richtige Kakadu für mich war.“
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„Ich muss schon sagen, mir war gar nicht klar, dass Menschen und Kakadus so viel gemeinsam haben.“
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„Ich muss schon sagen, mir war gar nicht klar, dass Menschen und Kakadus so viel gemeinsam haben.“
„Ich muss schon sagen, mir war gar nicht klar, dass auch Kakadus so emotional kaputt wie Menschen sein können.“
„Ich muss schon sagen, mir war gar nicht klar, dass Kakadus so apokalyptisch sein können. Ich habe bisher nur graue gesehen.“
„Ich muss schon sagen, dass ich die Opulenz von Kakadus unterschätzt habe. Ich habe bisher nur graue gesehen.“
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„Wundert mich aber nicht. Der Masowianismus betont die essentielle Kontinuität zwischen Menschheit und Natur. Alles, was es auf der einen Seite gibt, sollte sich auf der anderen widerspiegeln. Wie heißt das noch mal genau, Uli?“
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- „Anscheinend schon.“
- „Kornbrände sind gefährlich. Deswegen trank Genosse Masow lieber Kamillentee. Aber das weißt du bestimmt.“
- Es ist besser, es nicht zu wissen. Das sagt dir der Wind.
- „Ich glaube, es heißt: ‚Der Mensch ist der Spiegel der Welt.‘“
- „Ja, man soll die Dinge immer beim Wickel packen …“ Der junge Mann lächelt.
- „Ach ja? Klingt gar nicht mal so schlecht. Sogar Genosse Masow trank gerne mal einen Kamillentee. Aber das weißt du bestimmt.“
- „Gott sei Dank sind wir keine Gottwalder.“
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„Also, ich glaube, dass wir genug gehört haben. Jemanden mit deiner Perspektive könnten wir in der Gruppe gut gebrauchen. Mit nur ein wenig mehr theoretischem Unterbau könntest du dich gewichtig einbringen.“
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„Außerdem können wir doch unmöglich einen anderen Wirrâl-Liebhaber ablehnen …“
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Diese Jungs fressen dir praktisch aus der Hand. Eine weitere Viertelstunde vergeht wie im Flug. Die Fragen kommen wie aus der Pistole geschossen, aber du hast auf jede eine Antwort parat.
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Nun spürst du, dass es langsam ruhiger zugeht. Die mündliche Prüfung muss sich einem Wendepunkt nähern …
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„Absolut, ja. Das ist die einzig angemessene Basis, um ein wahres Verständnis für aktuelle Ereignisse zu entwickeln.“ Er nickt energisch.
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„Findest du nicht auch, dass man das aktuelle Zeitgeschehen nur dann wirklich verstehen kann, wenn man in geschichtlicher wie politischer Theorie firm ist?“
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- „Also, Bücher sind ja schön und gut, aber um ehrlich zu sein, reichen sie nicht an echte Geschichten heran.“
- „Da ist schon etwas dran. Ich habe vor kurzem ‚Die größten Schuldreinen‘ gelesen.“
- „Aber wenn man sich erst einmal eine politische Brille angeeignet hat, kann man alles kritisch lesen. Selbst die Hjelmdallermann-Bücher.“
- „Da fällt mir ein, dass Kim und ich gerade erst ein interessantes Spiel gespielt haben, ‚Suzeränität‘.“
„Also, Bücher sind ja schön und gut, aber um ehrlich zu sein, reichen sie nicht an echte Geschichten heran.“
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„Na gut, dann lass mal hören.“ Der junge Mann und sein Kompagnon sehen sich gegenseitig an und wenden sich dann wieder dir zu. „Um was für Geschichten geht es?“