Gespräch · Steban, der kommunistische Student
Sprecher · 28
Steban, der kommunistische Student
Echoerzeuger
Gewandtheit
Du
Logik
Zwielicht
Konzeptbildung
Kim Kitsuragi
Enzyklopädie
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Mechanik
Wahrnehmung (Sehen)
Beherrschung
Autorität
Wahrnehmung (Hören)
Korpsgeist
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Schauder
Visuelles Kalkül
Ausdauer
„Hmm, du willst also sagen, dass man ein gewisses Praxisfundament benötigt, bevor man sich abstrakteren Themen zuwenden kann. Gut, soweit folge ich …“
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Das ist deine Gelegenheit, am Ende dieser mündlichen Prüfung noch einmal zu glänzen. Schon bald unterziehst du sogar das Alphabet einer gründlichen archäologisch-materialistischen Kritik.
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„… Aber selbst Abstrahierungen, die so grundlegend wie Buchstabenformen sind, müssen irgendeinen Bezug zur materiellen Realität aufweisen …“
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- Das ist deine Gelegenheit, am Ende dieser mündlichen Prüfung noch einmal zu glänzen. Schon bald unterziehst du sogar das Alphabet einer gründlichen archäologisch-materialistischen Kritik.
- Ein guter Anfang. Sie werden lockerer. Du fühlst dich entspannt und kontrolliert. Schon bald unterziehst du sogar das Alphabet einer gründlichen archäologisch-materialistischen Kritik.
„Das stimmt. Ich erinnere mich, in einer Vorlesung über Psycholinguistik gehört zu haben, dass der Buchstabe A von einer urperikarnassischen Glyphe abstammt, die eine Schilfhütte darstellt.“
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„Das steht im Widerspruch zur Internationalen Sprache, die jeden Buchstaben mit einem abstrakten Konzept in Verbindung bringt.“
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„Guter Punkt. Das erinnert mich außerdem an ein Projekt von Masow und Nilsen, das nie in die Tat umgesetzt worden ist. Ein universelles System kommunistischer Piktogramme, das es Revolutionären ermöglichen sollte, über jede Sprachbarriere hinweg zu kommunizieren und sich zu organisieren.“
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„Meine Güte, haben wir uns wirklich eine Viertelstunde über das Alphabet unterhalten?“ Er sieht auf seine Armbanduhr.
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Ein guter Anfang. Sie werden lockerer. Du fühlst dich entspannt und kontrolliert. Schon bald unterziehst du sogar das Alphabet einer gründlichen archäologisch-materialistischen Kritik.
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„Ich weiß zwar nicht, wie vertrauenswürdig es ist, aber ich habe erst neulich ein Buch über grauzentrische Medizin gelesen.“
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„Interessant. Ich dachte immer, dieses Zeug wäre gewöhnlicher Aberglaube aus dem Volk, neu verpackt als bourgeoiser Spiritualismus. Aber vielleicht war ich da zu abschätzig?“
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Das ist deine Gelegenheit, am Ende dieser mündlichen Prüfung noch einmal zu glänzen. Schon bald debattiert ihr, ob eine dekommodifizierte Spiritualität im Kapitalismus überhaupt möglich ist …
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Wahrscheinlich nicht, lautet die Antwort. Was nicht bedeuten soll, dass sie manchmal nicht doch ihre Funktion hat.
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- „… Schließlich habe ich jedenfalls gelernt, wie man einen Wickel macht …“
- „… Unterm Strich erscheint mir das Ganze aber nur nach einem Nepp, um Verzweifelte um ihr Geld zu prellen, wenn sie keinen Zugang zu echter medizinischer Versorgung haben …“
- „… Unterm Strich verstehe ich noch immer nicht, worum es bei diesem ganzen ‚Grau‘ eigentlich geht, von daher …“
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- Ein guter Anfang. Sie werden lockerer. Du fühlst dich entspannt und kontrolliert. Schon bald debattiert ihr, ob eine dekommodifizierte Spiritualität im Kapitalismus überhaupt möglich ist …
- Das ist deine Gelegenheit, am Ende dieser mündlichen Prüfung noch einmal zu glänzen. Schon bald debattiert ihr, ob eine dekommodifizierte Spiritualität im Kapitalismus überhaupt möglich ist …
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„… Schließlich habe ich jedenfalls gelernt, wie man einen Gesundheitstee macht …“
„… Schließlich habe ich jedenfalls gelernt, wie man einen Wickel macht …“
„… Unterm Strich war das aber hauptsächlich eine Ausrede, um mir einzureden, dass Whisky gut für die Gesundheit sei …“
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„Ach ja? Klingt gar nicht mal so schlecht. Sogar Genosse Masow trank gerne mal einen Kamillentee. Aber das weißt du bestimmt.“
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„Kornbrände sind gefährlich. Deswegen trank Genosse Masow lieber Kamillentee. Aber das weißt du bestimmt.“
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„Ja, man soll die Dinge immer beim Wickel packen …“ Der junge Mann lächelt.
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„… Unterm Strich erscheint mir das Ganze aber nur nach einem Nepp, um Verzweifelte um ihr Geld zu prellen, wenn sie keinen Zugang zu echter medizinischer Versorgung haben …“
„Ein Gottwalder würde dir jetzt erzählen, dass es eine unausweichliche Tatsache der Moderne sei, dass wir unsere gemeinsame Geschichte nur noch auf immer bescheuerter werdende Arten neu verpacken können …“ Er nickt.
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„… Unterm Strich verstehe ich noch immer nicht, worum es bei diesem ganzen ‚Grau‘ eigentlich geht, von daher …“
„Darüber gibt es jede Menge Theorien. Die meisten davon sind lachhaft. Wenn wir damit anfangen, sitzen wir die ganze Nacht hier.“
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Ein guter Anfang. Sie werden lockerer. Du fühlst dich entspannt und kontrolliert. Schon bald debattiert ihr, ob eine dekommodifizierte Spiritualität im Kapitalismus überhaupt möglich ist …
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„Also, Bücher sind ja schön und gut, aber um ehrlich zu sein, reichen sie nicht an echte Geschichten heran.“
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„Hört mal, Jungs, ich muss euch ehrlich sagen, dass ich nicht viele ‚Bücher‘ gelesen habe, aber das heißt nicht, dass ich keine Geschichten auf Lager hätte.“
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„Wir lesen lieber anspruchsvolle Bücher. Bücher, die einen zerstören könnten, wenn man nicht zuerst sie zerstört.“
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„Das reicht, Uli. Wir sind doch an der Meinung des Gendarme interessiert.“
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Atme tief durch. In den letzten paar Tagen hast du einiges gelesen. Aber du weißt auch, dass das Leben aus mehr als nur Büchern besteht …
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Du hast Dinge überlebt, die sich diese Jungs nicht einmal vorstellen können. Die können dir nichts.
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Denk dran: Die meisten Menschen unterliegen dem Trugschluss, ihr Unwissen verstecken zu müssen …
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Und noch etwas: Diese jungen Männer haben die feinsten Unsicherheitsrezeptoren, die du je gesehen hast.
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Nein, noch immer kommen keine Worte raus. Dein Dispo für Selbstvertrauen ist ausgeschöpft. Was machst du hier überhaupt?
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Jetzt machst du dich nur selbst verrückt. Du hast genügend Bücher gelesen. Probier es doch noch einmal, wenn du dich wieder beruhigt hast.
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- Hast du es überhaupt schon einmal in Erwägung gezogen, ein Buch zu lesen? Da stehen für gewöhnlich jede Menge Worte drin …
- Jetzt machst du dich nur selbst verrückt. Du hast genügend Bücher gelesen. Probier es doch noch einmal, wenn du dich wieder beruhigt hast.
- Vielleicht solltest du fürs Erste Feierabend machen. Warum nimmst du dir nicht ein gutes Buch, kommst mal auf andere Gedanken und kehrst zurück, wenn du den Kopf frei hast?
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Vielleicht solltest du fürs Erste Feierabend machen. Warum nimmst du dir nicht ein gutes Buch, kommst mal auf andere Gedanken und kehrst zurück, wenn du den Kopf frei hast?
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Hast du es überhaupt schon einmal in Erwägung gezogen, ein Buch zu lesen? Da stehen für gewöhnlich jede Menge Worte drin …
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Wovor hast du denn Angst? Du hast genügend Bücher gelesen. Warum legst du nicht eine kleine Pause ein und kehrst zurück, wenn du den Kopf frei hast?
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- Was ist? Hast du Angst, weil du dich an kein einziges Buch erinnern kannst?
- Die ganzen Bücher, die die Jungs hier gelesen haben, schüchtern dich ein, was? Ein Abstecher in den Buchladen könnte Wunder wirken.
- Wovor hast du denn Angst? Du hast genügend Bücher gelesen. Warum legst du nicht eine kleine Pause ein und kehrst zurück, wenn du den Kopf frei hast?
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„Stimmt etwas nicht?“ Der junge Mann wendet sich dem Lieutenant zu. „Will er uns etwas mitteilen?“
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„Offenbar hat es ihm die Sprache verschlagen. Anscheinend eine vorübergehende Aphasie …“ Der Lieutenant macht keinen sonderlich besorgten Eindruck.
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Anscheinend eine vorübergehende Aphasie. Nur eine weitere neurologische Auffälligkeit, die sich das Lazareth bei deiner nächsten Untersuchung anzusehen hat.
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Es mag sich zwar ein klein wenig Galle am Ende deines Rachens sammeln, aber das ist nichts weiter. Das wahre Problem liegt weiter oben begraben …