„Es ist mehr als nur ein Lagerraum, das habe ich schon gesehen … Hinter den Vorhängen ist eine weitere Tür.“
Gespräch · Plaisance
Sprecher · 23
„Natürlich ist es mehr als nur ein Lagerraum!“, ruft sie plötzlich, mit puterrotem Gesicht. „Aber was spielt das jetzt noch für eine Rolle. Sie haben die Geister ja schon hereingelassen … Jetzt sind wir alle dem Untergang geweiht.“
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„Es ist genau, wie Annette gesagt hat. Dieser Laden ist verflucht. Dieses Gebiet wird nicht umsonst der verfluchte Gewerbeblock genannt.“ Niedergeschlagen schließt sie die Augen und murmelt etwas in ihren Anhänger.
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„Es ist wahr, was man sich erzählt. Dieser Laden ist verflucht. Dieses Gebiet wird nicht umsonst der verfluchte Gewerbeblock genannt.“ Niedergeschlagen schließt sie die Augen und murmelt etwas in ihren Anhänger.
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„Ich habe schon nachgesehen. Es ist mehr als nur ein Lagerraum … Hinter den Vorhängen ist eine weitere Tür.“
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„Wie bitte, was?!“, fragt sie atemlos, während sie immer noch den Anhänger festhält. „Sie haben nachgesehen?“
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- „Nein, Sie haben das falsch verstanden. Ich habe nicht mit meinen Augen nachgesehen. Ich habe meine innere Vision benutzt, um die Dunkelheit zu analysieren … Im metaphysischen Sinn.“
- „Ja, während Sie abgelenkt waren.“
- „Es ist ja nicht, als ob ich die Vorhänge aufgerissen hätte oder so. Ich habe nur schnell einen Blick dahinter geworfen …“
„Nein, Sie haben das falsch verstanden. Ich habe nicht mit meinen Augen nachgesehen. Ich habe meine innere Vision benutzt, um die Dunkelheit zu analysieren … Im metaphysischen Sinn.“
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„Die Dunkelheit …“ Sie schließt die Augen und nickt. „Dann ist es wirklich so … Dieser Laden ist verflucht, wie Annette gesagt hat. Dieses Gebiet wird schließlich nicht umsonst der verfluchte Gewerbeblock genannt!“
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„Ich weiß gar nicht, ob ich wissen will, was die Geister Ihnen in Ihren Visionen sonst noch gesagt haben …“ Sie erschaudert und murmelt etwas in ihren Anhänger.
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- „Die Dunkelheit …“ Sie schließt die Augen und nickt. „Dann ist es wirklich so … Dieser Laden ist verflucht, wie Annette gesagt hat. Dieses Gebiet wird schließlich nicht umsonst der verfluchte Gewerbeblock genannt!“
- „Und Sie haben eine Tür gesehen?“ Sie schließt die Augen. „Dann ist es wirklich so … Dieser Laden ist verflucht – genau, wie alle Leute gesagt haben. Dieses Gebiet wird schließlich nicht umsonst der verfluchte Gewerbeblock genannt!“
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„Und Sie haben eine Tür gesehen?“ Sie schließt die Augen. „Dann ist es wirklich so … Dieser Laden ist verflucht – genau, wie alle Leute gesagt haben. Dieses Gebiet wird schließlich nicht umsonst der verfluchte Gewerbeblock genannt!“
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„Sie haben nachgesehen! Sie haben die Geister hereingelassen!“, keift sie. Ihr Gesicht wird ganz rot. „Jetzt sind wir alle dem Untergang geweiht. Wie Annette sagte, ist dieser Laden verflucht. Dieses Gebiet wird schließlich nicht umsonst der verfluchte Gewerbeblock genannt!“
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„Sie haben nachgesehen! Sie haben die Geister hereingelassen!“ Ihr Gesicht wird ganz rot. „Jetzt sind wir alle dem Untergang geweiht. Dieser Laden ist verflucht, genau, wie man es sich erzählt. Dieses Gebiet wird schließlich nicht umsonst der verfluchte Gewerbeblock genannt!“
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„Es ist ja nicht, als ob ich die Vorhänge aufgerissen hätte oder so. Ich habe nur schnell einen Blick dahinter geworfen …“
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„Wenn es bloß ein Lagerraum ist, kann es ja nichts schaden, wenn ich mal einen Blick hineinwerfe …“
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„Der ganze Druck, unter dem sie steht, hat Annette sehr ängstlich gemacht. Sie wissen schon, dass sie an ihren Fingernägeln kaut?“
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„Ich verstehe, dass Annette ein taffes Mädel ist … Nach außen hin wirkt sie stark genug, aber in Wirklichkeit macht der Druck sie fertig. Sie wissen schon, dass sie an ihren Fingernägeln kaut?“
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„Gott im Himmel, ich habe ihr doch gesagt, dass sie das lassen soll. Es ist ekelhaft. Und Ihnen habe ich gesagt, dass Sie das nichts angeht.“ Sie klingt entschlossen. „Ich sehe schon, dass Sie keine Ahnung haben, wie es ist, bei der aktuellen Wirtschaftslage ein Kind aufzuziehen.“
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Die aktuelle Wirtschaftslage ist eine mysteriöse Macht, so wie das kosmische Wetter. Geheimnisvoll und brutal.
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„Das kann sie wohl. Sie braucht nur genug Willensstärke. Solche Dinge fallen unter Wachstumsschmerzen. Das Leben ist nicht einfach, man muss sich alles selbst erarbeiten.“
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„Kommen Sie schon. Es ist offensichtlich, dass sie nichts daran ändern kann. Diese Aufgabe ist eine unnötige Belastung für ein Kind in ihrem Alter.“
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- „Das stimmt und hat natürlich mit den Bedingungen des Marktes zu tun. Aber vielleicht könnten Sie für Ihre Tochter eine Ausnahme machen?“
- „Ja, natürlich ist es völlig in Ordnung, wenn Kinder sich ihre Hände abkauen. Vergessen Sie, dass ich etwas gesagt habe.“
- „Was Sie tun, ist nicht richtig. Sogar ich weiß das, und ich weiß meist nichts.“
„Das stimmt und hat natürlich mit den Bedingungen des Marktes zu tun. Aber vielleicht könnten Sie für Ihre Tochter eine Ausnahme machen?“
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Sie steht steif da und ist verärgert, sagt aber nichts. Mehr als zehn Sekunden vergehen, ohne dass etwas geschieht.
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- „Das stimmt und hat natürlich mit den Bedingungen des Marktes zu tun. Aber vielleicht könnten Sie für Ihre Tochter eine Ausnahme machen?“
- „Ja, natürlich ist es völlig in Ordnung, wenn Kinder sich ihre Hände abkauen. Vergessen Sie, dass ich etwas gesagt habe.“
- „Was Sie tun, ist nicht richtig. Sogar ich weiß das, und ich weiß meist nichts.“
Vor dir steht eine Person, die sich gerade an eine neue Realität gewöhnen muss. Eine, in der sie im Unrecht ist. Das ist nicht leicht.
Sie sucht danach, aber es gibt keine guten Argumente dafür, ein Arschloch zu sein.
Plötzlich atmet sie laut aus. Ihre Schultern sacken in sich zusammen. „Oh nein …“, murmelt sie. „Einen Moment, ich muss sie hereinholen und mich entschuldigen. Sie ist bestimmt schon völlig durchgefroren …“
„So.“ Als sie zurückkommt, nickt sie dir zu. „Ich weiß nicht, was ich Ihnen sagen soll. Mein Mann versucht, mir beizubringen, wie man ein Geschäft führt. Aber laut meiner Mutter bin ich stumpfsinnig. All der Stress …“ Sie bricht ab, aber ihre Lippen bewegen sich weiter.
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Es klingt, als ob ihr Mann und ihre Mutter sie so behandeln, wie sie Annette behandelt.
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„Ja, leider. Sie ist wirklich ein Schatz. Es wäre schön, wenn sie …“ Sie schweigt kurz. „Nein, wir hätten uns keine weiteren Kinder leisten können. Nicht bei der aktuellen Wirtschaftslage.“
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Hinter dem sorgfältig komponierten Äußeren blitzt ein Hauch von Traurigkeit auf.
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„Wir haben viel um die Ohren, mein Mann und ich. Viel um die Ohren.“ Ihre Stimme klingt zögerlich. „Kinder machen viel Arbeit. Sie sehen mir nicht wie ein Vater aus, also werden Sie es nicht verstehen …“
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„Ja. Mein Mann ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, östlich des Flusses. Wenn er sich doch nur mehr um unser Geschäft hier kümmern würde.“ Sie wirkt bedrückt. „Wie dem auch sei. Nicht mehr lange, dann sind wir beide in Grand Couron!“
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- „Ja. Mein Mann ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, östlich des Flusses. Wenn er sich doch nur mehr um unser Geschäft hier kümmern würde.“ Sie wirkt bedrückt. „Wie dem auch sei. Nicht mehr lange, dann sind wir beide in Grand Couron!“
- „Die meisten Gebäude stehen momentan leer!“ Sie schenkt dir ein breites Lächeln. „Eine einmalige Gelegenheit, sich einen Vorteil vor der Konkurrenz zu sichern. Es müssen ja bessere Zeiten kommen.“
„Die ursprüngliche Investition war seine. Seitdem ist er, nun ja, stiller Teilhaber, könnte man sagen.“
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„Das ist ein viel besserer Ort zum Leben, einer der friedlichsten Stadtteile östlich von Jamrock. Sie kennen ihn vielleicht wegen der riesigen Wohnprojekte …“
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In Grand Couron türmen sich monströse Gebäude auf. Ein kalter Wind pfeift durch die leeren Häuserfluchten, erbaut auf einem Fundament der Täuschungen.
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„Die meisten Gebäude stehen momentan leer!“ Sie schenkt dir ein breites Lächeln. „Eine einmalige Gelegenheit, sich einen Vorteil vor der Konkurrenz zu sichern. Es müssen ja bessere Zeiten kommen.“
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„Ich war hier zu sehr auf ihre Hilfe angewiesen. Deshalb hat sie dieses Trimester von zu Hause aus gelernt. Aber das ist natürlich nur eine Übergangslösung.“ Plaisance nickt.
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„Ich versichere Ihnen, dass ich – mehr als andere – verstehe, wie wichtig Bildung ist. Sobald der Laden gut läuft, kann sie wieder zur Schule gehen.“
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Wenn die Hölle zufriert? Schon gut, auf die Diskussion solltest du dich nicht einlassen.
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Die Frau wirkt reserviert, aber ihr Gesichtsausdruck ist jetzt weniger streng. Ab und zu blickt sie zur Silhouette ihrer Tochter hinüber.
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„Ach …“ Nervös rückt sie ihre Brille zurecht. „Nun ja. Meine Mutter war natürlich ein Ungeheuer. Sie hatte völlig perverse Energien um sich herum, aber mein Mann …“ Sie schüttelt den Kopf.