„Du liebe Zeit, nein, ich bin doch keine Geheimagentin. Am Steuerrad des Bootes befindet sich ein Kurzwellenfunkgerät.“ Sie deutet mit einem Nicken auf die Kajüte der Schaluppe.
Gespräch · Joyce Messier
Sprecher · 21
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- Die Lage an den Toren ist ein Pulverfass. Sie sagt, dass sie eine Katastrophe verhindern will, aber dort zieht sie die Grenze? Was für ein Schwachsinn.
- „Ihnen mag es um die Wahrung des äußeren Scheins gehen – uns geht es um die Wahrung des Friedens.“
- Nichts ist unzugänglich.
- „Du liebe Zeit, nein, ich bin doch keine Geheimagentin. Am Steuerrad des Bootes befindet sich ein Kurzwellenfunkgerät.“ Sie deutet mit einem Nicken auf die Kajüte der Schaluppe.
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„Der Mann muss der Schlägertyp in der schlechtsitzenden Arbeitskleidung sein, der vor den Hafentoren steht. Der Anführer der Streikbrecher.“
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„Ich denke, das Unternehmen hat einen vor die Tore bestellt, und er führt die Streikbrecher an. Was denken Sie?“
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„Das mag sein.“ Sie ist selbstsicher und unbeeindruckt. „Trotzdem hoffe ich, dass Sie meinen Rat beherzigen – es gibt keinen Grund, ins Wespennest zu stechen.“
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„Sie reden unentwegt davon, diese Katastrophe verhindern zu wollen, aber die Lage an den Toren gleicht einem Pulverfass. Stört Sie das nicht?“
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„Natürlich stört mich das, Lieutenant, aber mir sind die Hände gebunden. Wie würde mein Arbeitgeber reagieren, wenn es so aussähe, als ob ich mich im Namen der Gewerkschaft einschalten würde?“
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„Ihnen mag es um die Wahrung des äußeren Scheins gehen – uns geht es um die Wahrung des Friedens.“
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Die Lage an den Toren ist ein Pulverfass. Sie sagt, dass sie eine Katastrophe verhindern will, aber dort zieht sie die Grenze? Was für ein Schwachsinn.
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Einer hält sich vermutlich an den Hafentoren auf und stachelt die Leute an. Vielleicht dirigiert er Streikbrecher? Von dort her dringt immerzu aufgeregter Lärm herüber.
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Es ist beschämend. Du hast keine Ahnung. Irgendetwas stimmt mit deinem Gehirn nicht. Glücklicherweise funktioniert das des Lieutenants noch.
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„Mit Verlaub, gnädige Frau – ich habe mich in Martinaise umgesehen, und vor den Hafentoren steht ein hünenhafter Mann in schlechtsitzender Kleidung. Herr ‚Recht auf Arbeit‘. Er ist einfach nicht mit dem Herzen dabei.“
„Und die andere Person muss sich in einem der vierstöckigen Gebäude aufhalten, von denen aus man einen guten Blick auf den Kreisverkehr hat. Er oder sie hat Ihnen Meldung gemacht, als wir die Lastwagenfahrer befragt haben.“
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„Und die andere Söldnerin, de Paule, muss sich in einem der vierstöckigen Gebäude aufhalten, von denen aus man einen guten Blick auf den Kreisverkehr hat. Sie hat Ihnen Meldung gemacht, als wir die Lastwagenfahrer befragt haben.“
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„Das wäre ein guter Beobachtungspunkt.“ Sie nickt, selbstsicher und unbeeindruckt. „Trotzdem hoffe ich, dass Sie meinen Rat beherzigen. Es gibt keinen Grund, ins Wespennest zu stechen.“
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Keine Ahnung. Vielleicht hat sie recht – ist es vielleicht besser, keine Konfrontation mit ihnen zu suchen? Außerdem stimmt irgendetwas mit deinem Gehirn nicht. Das war so einfach, wie konnte dir das misslingen?
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„Okay, wir halten uns vorerst von ihnen fern.“
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„Irgendwie bezweifle ich, dass ein Vortrag über die Rechtmäßigkeit von Gewaltanwendung sie von ihrem Vorhaben abbringen wird.“
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„Wir müssen trotzdem wissen, wo sie sich aufhalten.“
„Sie werden Ihnen gewiss irgendwann über den Weg laufen. Wenn das geschieht, bin ich als vermeintlich Unbeteiligte in einer besseren Verhandlungsposition.“
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„Wir werden die direkte Konfrontation mit ihnen suchen.“
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„Ich bin froh, dass wir eine Übereinkunft erzielen konnten, ohne die BMR zu Ihrem privaten Ermittlungsgehilfen zu machen.“
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Für einen verschwindend kurzen Augenblick flackert Enttäuschung, sogar Wut, in ihren Augen auf.
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„Erzählen Sie mir noch mal, welcher Zusammenhang zwischen dem Lynchmord und dem Streik besteht.“
„Ich habe bereits von einem Zusammenhang zwischen dem Lynchmord und dem Streik gehört, aber ich benötige Ihre Aussage.“
„Erzählen Sie mir noch einmal vom Zusammenhang zwischen Lynchmord und Streik.“
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„Leider muss ich gestehen, dass ich in der Angelegenheit indirekt eine Rolle spiele. Mein Arbeitgeber hatte kurzzeitig kein Vertrauen mehr in mich und entschied sich, eine private Militärfirma einzusetzen. Als Sicherheitsmaßnahme. Er bezeichnete diese Leute als meine ‚Leibwache‘.“
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„Die Leute wurden geschickt, nachdem ich das erste Angebot der Gewerkschaft übermittelt hatte.“
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„… ein Vorstandsmitglied!“, vervollständigt sie und nickt. „Ich versuchte, meinen Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass das reine Rhetorik – oder ein Witz – war. Dieser Humor kam nicht gut an.“
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„… ein Vorstandsmitglied!“, vervollständigt sie und nickt. „Ich folgte Ihrem Ratschlag und versuchte, meinen Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass das bloß ein Schachzug zur Gesprächseröffnung war – oder sogar ein Witz. Dieser Humor kam nicht gut an.“
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- „… ein Vorstandsmitglied!“, vervollständigt sie und nickt. „Ich versuchte, meinen Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass das reine Rhetorik – oder ein Witz – war. Dieser Humor kam nicht gut an.“
- „Leider muss ich gestehen, dass ich in der Angelegenheit indirekt eine Rolle spiele. Mein Arbeitgeber hatte kurzzeitig kein Vertrauen mehr in mich und entschied sich, eine private Militärfirma einzusetzen. Als Sicherheitsmaßnahme. Er bezeichnete diese Leute als meine ‚Leibwache‘.“
- „‚Jeder Arbeiter ein Vorstandsmitglied!‘ Ich versuchte, meinen Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass das keine ernsthafte Forderung, sondern reine Rhetorik war. Aber die … Schärfe der Forderung muss Wild Pines einen Schrecken eingejagt haben.“
„Auf gar keinen Fall. Diese Söldner sollen schlicht und einfach Stärke suggerieren und die Gewerkschaft einschüchtern, damit sie aufgibt.“
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„Sie gehören zu Krenel – einer oranjesischen Militärfirma. Meines Wissens sind drei Söldner in Martinaise eingetroffen. Sie machen mir sporadisch Meldung, stehen aber nicht unter meinem Befehl. Ehrlich gesagt verschlechtert sich unsere Beziehung immer mehr.“
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„Sie tragen Keramikrüstungen, führen halbautomatische Waffen und verfügen über jahrelange Kampferfahrung. Außerdem leiden sie an posttraumatischen Belastungsstörungen und haben keine Ahnung, wie sie sich in einer zivilen städtischen Umgebung verhalten sollen.“
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- „Sie gehören zu Krenel – einer oranjesischen Militärfirma. Meines Wissens sind drei Söldner in Martinaise eingetroffen. Sie machen mir sporadisch Meldung, stehen aber nicht unter meinem Befehl. Ehrlich gesagt verschlechtert sich unsere Beziehung immer mehr.“
- „Sie gehören zu Krenel – einer oranjesischen Militärfirma. Meines Wissens sind drei Söldner in Martinaise eingetroffen. Sie machen mir sporadisch Meldung, stehen aber nicht unter meinem Befehl. Ehrlich gesagt verschlechtert sich unsere Beziehung immer mehr.“
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„Folgendes: Der Colonel – seinen richtigen Namen kenne ich nicht – hat eine hiesige Frau sexuell genötigt. Als er betrunken und von seiner Einheit getrennt war. Deshalb konnten einige der militanteren Gewerkschaftsmitglieder ihn überwältigen.“
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„Nichts. Herr Claire weigert sich, mich in den Hafen zu lassen. Ich konnte mit niemandem dort über diese Angelegenheit sprechen. Die beiden verbliebenen Krenel-Sicherheitskräfte befolgen ihre Befehle – jedenfalls im Augenblick.“
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„Das ist ein Deckmantel. Heimlich planen sie ein unabhängiges Militärtribunal zu dem Lynchmord. Und sobald diese Ermittlungen abgeschlossen sind, werden Hinrichtungen folgen.“
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„Sie sollen klären, ob eines, mehrere oder alle militanten Gewerkschaftsmitglieder hingerichtet werden.“
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Hier in Martinaise wird ermittelt, was das Zeug hält, und alles rast auf einen finsteren Stichtag zu.
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- „Vielleicht können die Ermittlungen ja gemeinsam geführt werden? Sie wissen schon: Man könnte Ressourcen und Informationen miteinander teilen.“
- „In Martinaise wird zu viel ermittelt.“
- „Junge, Junge, das ist nicht gut …“
- „Ich muss sagen: Das ist nicht disco.“
- „Sie haben hier ein einziges Chaos angerichtet.“
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„Vielleicht können die Ermittlungen ja gemeinsam geführt werden? Sie wissen schon: Man könnte Ressourcen und Informationen miteinander teilen.“
„Das meinen Sie doch bestimmt nicht ernst? Diese Leute sind Mörder. „Meine einzige Hoffnung besteht darin, dass Sie einen einzelnen handfesten Verdächtigen präsentieren, bevor sie willkürlich ihre eigenen Verdächtigen auswählen. Einfach gesagt …“ Sie greift nach dem Hauptsegel:
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„Da werden sie nicht mitmachen. Meine einzige Hoffnung besteht darin, dass Sie einen einzelnen handfesten Verdächtigen präsentieren, bevor sie willkürlich ihre eigenen Verdächtigen auswählen. Einfach gesagt …“ Sie lehnt sich gegen die Holzplanken:
„Wenn Sie die Sache nicht einer Person anhängen, die einen guten Täter abgibt – und zwar schnell –, werden die Söldner alle identifizieren und töten, die während des Lynchmords anwesend waren. Das wiederum wird die Gewerkschaft zu einer Reaktion zwingen.“
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- „Meine einzige Hoffnung besteht darin, dass Sie einen einzelnen handfesten Verdächtigen präsentieren, bevor sie willkürlich ihre eigenen Verdächtigen auswählen. Einfach gesagt …“ Sie greift nach dem Hauptsegel:
- „Das ist ganz und gar nicht disco.“ Eine Welle schlägt gegen die Seite ihres Bootes. „Ich hoffe, dass Sie einen einzelnen handfesten Verdächtigen präsentieren können, bevor Krenel willkürlich seine eigenen Verdächtigen auswählt. Einfach gesagt …“ Sie greift nach dem Hauptsegel:
- „Das meinen Sie doch bestimmt nicht ernst? Diese Leute sind Mörder. „Meine einzige Hoffnung besteht darin, dass Sie einen einzelnen handfesten Verdächtigen präsentieren, bevor sie willkürlich ihre eigenen Verdächtigen auswählen. Einfach gesagt …“ Sie greift nach dem Hauptsegel:
- „Die Gewerkschaft hat ihn an diesem Baum aufgeknüpft.“ Eine Welle schlägt gegen die Seite ihres Bootes. „Ich hoffe, dass Sie einen einzelnen handfesten Verdächtigen präsentieren können, bevor Krenel willkürlich seine eigenen Verdächtigen auswählt. Einfach gesagt …“ Sie greift nach dem Hauptsegel:
- „Das ist nicht gut, nein.“ Eine Welle schlägt gegen die Seite ihres Bootes. „Ich hoffe, dass Sie einen einzelnen handfesten Verdächtigen präsentieren können, bevor Krenel willkürlich seine eigenen Verdächtigen auswählt. Einfach gesagt …“ Sie greift nach dem Hauptsegel:
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„Die Débardeure haben über zweitausend Mitglieder. Das Kräfteverhältnis läge bei tausend zu eins.“
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„Haben Sie je gesehen, wie eine Hornisse in einen Bienenstock eindringt, Lieutenant?“ Sie lehnt sich zurück. „Das ist kein schöner Anblick.“
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„Haben Sie je gesehen, wie eine Hornisse in einen Bienenstock eindringt, Detective?“ Sie lehnt sich zurück. „Das ist kein schöner Anblick.“
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Die Seraisische Riesenhornisse, das zweitgrößte Insekt der Welt, kann vierzig Honigbienen pro Minute töten. Eine aus dreißig Tieren bestehende Gruppe ist in der Lage, in weniger als vier Stunden einen ganzen, von 20 000 Bienen bewohnten Bienenstock auszulöschen.
„Diese Leute sind aufeinander eingespielt und verwenden halb- und vollautomatische Waffen. Vorderlader – sogar Ihre – können ihren Rüstungen praktisch nichts anhaben. Die meisten Gewerkschaftsmitglieder besitzen gar keine Schusswaffen …“
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Vorderlader müssen nach ein oder zwei – oder in deinem Fall nach drei – Schüssen nachgeladen werden, automatische Waffen alle ein oder zwei Minuten.
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Sie schweigt einen Augenblick langt und schließt dann: „Wie ich bereits sagte – ein Blutbad.“
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Die Häuser sind rot getüncht, Blut ergießt sich über die Rue Saint-Cispare … Der ganze Ort wird mit einem riesigen roten Lappen gewischt! All die alten Gebäude bekommen ein paar neue Einschusslöcher …