„Es ist nicht genug“, zischt er. „Die totale, kombinierte Macht des internationalen Kapitals – all sein Schrecken und Terror – rissen Revachol in Stücke. Straßen erhoben sich vom Boden … Häuser verwandelten sich in Geister.“ Er gestikuliert erratisch und verstummt.
Gespräch · Der Deserteur
Sprecher · 29
Der Deserteur
Beherrschung
Du
Visuelles Kalkül
Kim Kitsuragi
Logik
Konzeptbildung
Rhetorik
Ausdauer
Reaktionsvermögen
Innenleben
Cuno
Wahrnehmung (Sehen)
Autorität
Wahrnehmung (Hören)
Zwielicht
Willenskraft
Schauder
Korpsgeist
Suggestion
Elektrochemie
Schmerzgrenze
Empathie
Gewandtheit
Auge-Hand-Koordination
Enzyklopädie
Schauspielkunst
Mechanik
Körperapparat
Wann
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„Die kombinierte Macht des internationalen Kapitals, ihre geballte Kraft – all die Gier und der Schrecken der Welt – rissen Revachol in Stücke. Straßen erhoben sich vom Boden, Häuser verwandelten sich in Geister. Wir waren im Flakturm …“ Er deutet auf das Gebäude.
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„… und kauerten auf dem Boden. Die Artillerie war zwar achtzig Kilometer weit weg, in Ozonne, aber ich wusste einfach, dass die Kommune fallen würde. Wir standen kurz davor, in Asche verwandelt zu werden. Also sagte ich, dass ich in den Kartenraum ginge …“ Er blickt nach Westen.
Eine furchtbare Scham erfüllt ihn noch immer. Seine Ohrläppchen sind rot vor Scham, vor dem Bewusstsein der Unbedeutsamkeit dessen, wozu er geworden ist.
„Ich bin abgehauen. Ich bin an der Kette über das Wasser geklettert und habe mich auf dem Festland versteckt. In den unterirdischen Bunkern, wie der Schwächste der Schwachen … Ein Angsthase. Die ganze Nacht fürchtete ich mich vor den Geschützen, den ganzen Morgen vor dem schwirrenden Rotorengeräusch – schrapp, schrapp, schrapp …“ Er schaut in den Himmel.
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- „Ich bin abgehauen. Ich bin an der Kette über das Wasser geklettert und habe mich auf dem Festland versteckt. In den unterirdischen Bunkern, wie der Schwächste der Schwachen … Ein Angsthase. Die ganze Nacht fürchtete ich mich vor den Geschützen, den ganzen Morgen vor dem schwirrenden Rotorengeräusch – schrapp, schrapp, schrapp …“ Er schaut in den Himmel.
- „Nein. Ich bin an der Kette über das Wasser geklettert und habe mich auf dem Festland versteckt. In den Bunkern dort, wie der Schwächste der Schwachen … Ein Angsthase. Die ganze Nacht fürchtete ich mich vor den Geschützen, den ganzen Morgen vor dem schwirrenden Rotorengeräusch – schrapp, schrapp, schrapp …“ Er schaut in den Himmel.
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Luftschiffe. Multirotorluftschiffe, die bei der Landung zum Einsatz kamen.
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„Ganz genau. Die Landung hatte bereits begonnen. Ich bin hinausgeklettert – und in der Hölle angekommen. Über mir war alles voller Luftschiffe. Zischend, wirbelnd, mit herausströmenden Männern. Die Kette war unter Wasser, also musste ich zurückschwimmen. Die Festung stand ebenfalls zur Hälfte unter Wasser, zertrümmert.“
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„In den unteren Stockwerken waren alle ersoffen. Oben waren sie in Stücke gerissen worden. Die Flugabwehrkanone hatte eine Fehlfunktion gehabt – so wie ich. Ich hatte sie ohne ideologische Führung ihrem Schicksal überlassen …“ Er öffnet die Augen. Sein starrer Blick geht förmlich durch dich hindurch. „Es war echt. Ich habe es gesehen. Und zwar in der Realität.“
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- „Ganz genau. Die Landung hatte bereits begonnen. Ich bin hinausgeklettert – und in der Hölle angekommen. Über mir war alles voller Luftschiffe. Zischend, wirbelnd, mit herausströmenden Männern. Die Kette war unter Wasser, also musste ich zurückschwimmen. Die Festung stand ebenfalls zur Hälfte unter Wasser, zertrümmert.“
- „Luftschiffe. Ich bin hinausgeklettert.“ Er schließt die Augen: „Und zwar in die Hölle. Die Landung war abgeschlossen. Die Kette unter Wasser, daher musste ich zurückschwimmen. Die Festung stand ebenfalls zur Hälfte unter Wasser. Zertrümmert.“
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Der alte Mann sagt nichts mehr. Seine dunklen Augen durchdringen dich nach wie vor, während er in irgendeine entlegene Ferne starrt und langsam den Kopf schüttelt – sich davon zurückzieht.
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„Wie die Maske der Menschlichkeit vom Kapital abfiel. Es muss sie abnehmen, um alle zu töten – alles, was man liebt, all die Hoffnung und Sanftheit auf der Welt. Es muss sie abnehmen, wenn auch nur für eine Sekunde, um die Tat zu vollbringen.“
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„Und dann siehst du es. Wie es deine Freunde erwürgt und totschlägt … die besten, mutigsten Menschen der Welt.“ Er hält eine Sekunde inne. „Man sieht den Schrecken und die Macht in seinen Augen. Und dann weiß man es.“
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„Dafür ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, Detective …“, sagt der Lieutenant sanft.
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„Dafür ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, Lieutenant-Jefreitor …“, sagt der Lieutenant sanft.
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„Ich musste es tun. Ich musste es bekämpfen. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören …“ Der alte Mann verstummt. Seine dunklen Augen durchdringen nach wie vor deine Haut, während er in irgendeine entlegene Ferne starrt und langsam den Kopf schüttelt – sich davon zurückzieht.
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- „Ich musste es tun, ich musste es bekämpfen. Ich durfte einfach nicht mehr aufhören …“ Der alte Mann verstummt. Seine dunklen Augen durchdringen nach wie vor deine Haut, während er in irgendeine entlegene Ferne starrt und langsam den Kopf schüttelt – sich davon zurückzieht.
- „Ich musste es tun. Ich musste es bekämpfen. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören …“ Der alte Mann verstummt. Seine dunklen Augen durchdringen nach wie vor deine Haut, während er in irgendeine entlegene Ferne starrt und langsam den Kopf schüttelt – sich davon zurückzieht.
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„Ich musste es tun, ich musste es bekämpfen. Ich durfte einfach nicht mehr aufhören …“ Der alte Mann verstummt. Seine dunklen Augen durchdringen nach wie vor deine Haut, während er in irgendeine entlegene Ferne starrt und langsam den Kopf schüttelt – sich davon zurückzieht.
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„Luftschiffe. Ich bin hinausgeklettert.“ Er schließt die Augen: „Und zwar in die Hölle. Die Landung war abgeschlossen. Die Kette unter Wasser, daher musste ich zurückschwimmen. Die Festung stand ebenfalls zur Hälfte unter Wasser. Zertrümmert.“
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„Nein. Ich bin an der Kette über das Wasser geklettert und habe mich auf dem Festland versteckt. In den Bunkern dort, wie der Schwächste der Schwachen … Ein Angsthase. Die ganze Nacht fürchtete ich mich vor den Geschützen, den ganzen Morgen vor dem schwirrenden Rotorengeräusch – schrapp, schrapp, schrapp …“ Er schaut in den Himmel.
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„Das ist das Gleiche … Du hast es nicht gesehen. Nicht wirklich – nicht ungeschminkt. Es ist unmöglich, keine Angst zu haben.“
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Es bleibt unklar, was es ist. Er macht Gedankensprünge, von denen er nicht erwartet, dass du ihnen folgen kannst.
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„Du hast es nicht gesehen. Die Fratze deines Meisters – ungeschminkt. Es ist unmöglich, keine Angst zu haben.“
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„Gut. Einem Genossen muss ich das wohl kaum erklären.“
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„So sollte eigentlich kein Mensch leben, aber ich musste …“ Er zieht eine schmerzverzerrte Grimasse. „Ich konnte es nicht einfach vergessen. Vergessen, was ich gesehen hatte.“
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- „Viel zu lang. So sollte eigentlich kein Mensch leben …“ Er zieht eine schmerzverzerrte Grimasse. „Aber ich konnte nicht einfach vergessen, was ich gesehen hatte.“
- „Es ist unmenschlich. Krank. So sollte eigentlich kein Mensch leben, aber ich musste …“ Er zieht eine schmerzverzerrte Grimasse. „Ich konnte es nicht einfach vergessen. Vergessen, was ich gesehen hatte.“
- „So sollte eigentlich kein Mensch leben, aber ich musste …“ Er zieht eine schmerzverzerrte Grimasse. „Ich konnte es nicht einfach vergessen. Vergessen, was ich gesehen hatte.“
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Dorthin, wo die Nacht hereinbricht … Wasserstofflaternen leuchten an der Rue de Saint-Ghislaine. Goldenes Licht wirft schwarze Schatten. Weiter im Landesinneren, in Jamrock, erscheint das Straßennetz schwarz – eine unbeleuchtete Allee nach der anderen. Über dem 41. Revier bilden sich Altocumuluswolken.
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- Dorthin, wo es Morgen ist. Menschen laufen die Rue de Saint-Ghislaine entlang, die Gaslaternen sind bereits abgeschaltet. Weiter im Landesinneren, in Jamrock, beleben sich die Straßen mit Arbeitern: Männer, Frauen, Kinder – sie alle huschen von einer matschigen Allee zur nächsten. Die Temperatur steigt. Über dem 41. Revier bilden sich Altocumuluswolken.
- Dorthin, wo die Nacht hereinbricht … Wasserstofflaternen leuchten an der Rue de Saint-Ghislaine. Goldenes Licht wirft schwarze Schatten. Weiter im Landesinneren, in Jamrock, erscheint das Straßennetz schwarz – eine unbeleuchtete Allee nach der anderen. Über dem 41. Revier bilden sich Altocumuluswolken.
- Dorthin, wo sich der Nachmittag seinem Ende zuneigt. Auf der Rue de Saint-Ghislaine gehen Leute nach Hause, die Straßenlampen werden bald angestellt. Weiter im Landesinneren sind die Straßen mit Arbeitern belebt: Männer, Frauen, Kinder. Straßenfeger und Wanderarbeiter. Die Temperatur ist stabil. Über dem 41. Revier bilden sich Altocumuluswolken.
- Dorthin, wo der Abend kommt. Die Wasserstofflaternen an der Rue de Saint-Ghislaine werden angestellt. Sie werfen schwarze Schatten. Weiter im Landesinneren erscheint das Straßennetz schwarz – eine unbeleuchtete Allee nach der anderen. Die Temperatur fällt. Über dem 41. Revier bilden sich Altocumuluswolken.
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Zwei Polizisten kommen aus der Cafeteria Whirling-in-Rags heraus. Satellite-Officer Jean Vicquemare inspiziert eine Reihe verbrannter schwarzer Lettern, die das Platzmosaik überziehen.
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Patrol Officer Judit Minot zeigt nach Westen. „Das Fischerdorf …“ Sie wirft einen Blick auf ihre Uhr. „Wir treffen uns dort in fünfzehn Minuten. Zu Fuß dauert es zehn Minuten.“
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Die Polizisten machen sich auf den Weg und lassen das immer noch qualmende Graffito zurück. EINES TAGES, so steht dort, WERDE ICH WIEDER AN DEINER SEITE SEIN.
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- Die Polizisten machen sich auf den Weg und lassen das immer noch qualmende Graffito zurück. EINES TAGES, so steht dort, WERDE ICH WIEDER AN DEINER SEITE SEIN.
- Weiter
- Weiter
- Die Polizisten machen sich auf den Weg und lassen das immer noch nach Petroleum riechende Graffito zurück. EINES TAGES, so steht dort, WERDE ICH WIEDER AN DEINER SEITE SEIN.
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„Immer gewartet.“ Der alte Mann wendet seine Augen vom Ufer ab und sieht wieder dich an.