Gespräch · Dolores Dei
Sprecher · 27
Dolores Dei
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„Großartig. Jetzt bin ich das Symbol des Schmerzes.“ Das Lächeln verschwindet von jetzt auf gleich aus ihrem Gesicht. Die Luft bleibt weiterhin kalt.
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Das geheimnisvolle Lächeln auf ihren Lippen wird immer breiter, als habe sie deine Anwesenheit vergessen und verlöre sich in einem großen und beruhigenden Gedanken. Dann bemerkt sie dich – und es verschwindet von jetzt auf gleich.
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„Das war nicht ich, sondern meine Hand.“ (Du hebst die rechte Hand.) „Meine Finger haben dich angerufen.“
„Das hätten sie lassen sollen. Wirklich. Ich war bereits in Mirowa. In Sicherheit. Geborgen von der Wärme der Nacht. Gehüllt in meine zukünftige Liebe. Dort denke ich immer weniger an dich. Ganze Wochen vergehen, ohne dass ich mich an dich erinnere …“
„Manchmal sogar Monate. Bald werden es Jahre ohne den Schmerz sein. Ich sitze dort in Mirowa und lege, voll heiliger Dankbarkeit über den Segen, der mir zuteilgeworden ist, meine Hand auf meinen Bauch und lächle …“
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„Nicht verheiratet. Wir waren damals verlobt, lebten in einem kleinen Haus am Stadtrand von Jamrock-Mitte, hinter dem See, der beim Bruch eines Hauptwasserrohrs in den frühen Zwanzigern entstanden war. Am Ende einer Straße namens …“
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Sie erscheint vor deinem geistigen Auge: der aufgerissene Asphalt und die Ahornblätter, die an deinen Füßen entlangstreifen. Der Schein der über dir hängenden Straßenbeleuchtung; bucklige Schatten, die Einkaufstüten nach Hause tragen. Sie ist hell beleuchtet – die kleine Streichholzschachtel an der Ecke.
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- Sie erscheint vor deinem geistigen Auge: der aufgerissene Asphalt und die Ahornblätter, die an deinen Füßen entlangstreifen. Der Schein der über dir hängenden Straßenbeleuchtung; bucklige Schatten, die Einkaufstüten nach Hause tragen. Sie ist hell beleuchtet – die kleine Streichholzschachtel an der Ecke.
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„Voyager Road 21A.“ Sie nickt traurig. „Es ist so lange her. Eine Million Jahre, Harry. Nein, einhundert Millionen Jahre. Ich habe dich mehr geliebt, als du es je erahnen könntest. Ich habe dich mehr geliebt, als je irgendwer irgendwen geliebt hat.“
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„Aber es ist jetzt fort. Es ist nichts daraus geworden. Keine Kinder, nichts aufgebaut. Wir leben in der kältesten aller Welten, Harry, kreisen um den fernsten Stern. Es ist Quälerei, pure Quälerei …“ Sie schüttelt langsam den Kopf. „Ich muss so dringend zum Lufthafen.“
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- „Voyager Road 21A.“ Sie nickt traurig. „Es ist so lange her. Eine Million Jahre, Harry. Nein, einhundert Millionen Jahre. Ich habe dich mehr geliebt, als du es je erahnen könntest. Ich habe dich mehr geliebt, als je irgendwer irgendwen geliebt hat.“
- „Eine Straße namens Voyager Road.“ Sie nickt traurig. „Es ist eine Million Jahre her, Harry. Nein, es muss vor einhundert Millionen Jahren gewesen sein. Wir waren damals noch so jung. Ich habe dich mehr geliebt, als du es je erahnen könntest. Ich habe dich mehr geliebt, als je irgendwer irgendwen geliebt hat.“
„Ich muss wirklich, wirklich, wirklich dorthin. Kein Menschenwesen in der Weltgeschichte musste je so dringend zum Lufthafen wie ich gerade. Verstehst du, Harry …“
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„Mein Drang, dorthinzugelangen, ist sogar noch größer als meine damalige Liebe zu dir. Und das sagt wirklich einiges aus.“ Sie blickt auf ihre Reisetasche.
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„Die Fragen werden die alte Zeit nicht zurückbringen, Harry.“ Sie schüttelt langsam den Kopf.
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„Nein, Harry. Kein Menschenwesen in der Weltgeschichte musste je so dringend zum Lufthafen wie ich gerade. Verstehst du …“
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„Eine Straße namens Voyager Road.“ Sie nickt traurig. „Es ist eine Million Jahre her, Harry. Nein, es muss vor einhundert Millionen Jahren gewesen sein. Wir waren damals noch so jung. Ich habe dich mehr geliebt, als du es je erahnen könntest. Ich habe dich mehr geliebt, als je irgendwer irgendwen geliebt hat.“
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„Es war vor hundert Millionen Jahren, Harry … Nein, sagen wir tausend Millionen Jahre. Praktisch auf einem anderen Planeten.“ Nachdenklich blickt sie ihre Reisetasche an. „Habe ich dir schon gesagt, wie dringend ich zum Lufthafen muss?“
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„Meine Güte, Harry! Hör auf damit. Ich will weder etwas von deiner Trauer hören noch von sonst was – jemanden zu betrauern, der noch lebt …!“
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„Ich halte das nicht mehr aus. Ich bin keine achtzig, sondern zweiunddreißig. Leute in meinem Alter sollten nicht trauern …“ Sie atmet aus. Es hört sich mehr nach Wut als nach Seufzen an.
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Das … ist mir ein bisschen zu viel. Es fühlt sich an, als würden um dein Herz herum die Rippen brechen.
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„Gut. Ich meine, ich spüre den Anflug des nächsten Herzinfarkts.“
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„Warum führen wir dann dieses Gespräch?“ Die Beraterin der Königin von Suresne seufzt und blickt zu Boden – auf den aufgerissenen Asphalt.
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- „Warum führen wir dann dieses Gespräch?“ Die Beraterin der Königin von Suresne seufzt und blickt zu Boden – auf den aufgerissenen Asphalt.
- Die Beraterin der Königin von Suresne seufzt und blickt zu Boden – auf den aufgerissenen Asphalt. Es gibt nichts, was sie gegen die Schmerzen in deiner Brust tun kann.
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- „Warum führen wir dann dieses Gespräch?“ Die Beraterin der Königin von Suresne seufzt und blickt zu Boden – auf den aufgerissenen Asphalt.
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„Warum führen wir dann dieses Gespräch?“ Die Beraterin der Königin von Suresne seufzt und blickt zu Boden – auf den aufgerissenen Asphalt.
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Die Beraterin der Königin von Suresne seufzt und blickt zu Boden – auf den aufgerissenen Asphalt. Es gibt nichts, was sie gegen die Schmerzen in deiner Brust tun kann.
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„Wenn ich so drüber nachdenke, bist du Dolores Dei, regierende Königin der Hoheitsgebiete von Mundi und Insulinde – und sonst niemand.“ (Du schließt das Thema ab.)
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„Ja, Harry. Das bin ich. Die Dinge haben sich für mich deutlich zum Besseren gewendet – jetzt, wo ich die Herrscherin der bekannten Welt bin …“ Sie streift den silbrigen Ärmel ihres Kleides etwas beiseite, um nach der Uhrzeit zu sehen. „Du meine Güte, so spät ist es schon? Ich muss jetzt los, Harry.“
Eine winzige Golduhr mit roten Armbändern … um ihr knochiges kleines Handgelenk.
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„Du musst die Welt nicht hassen.“ Sie blickt sich um, betrachtet das Abendlicht. „Siehst du denn nicht, wie freundlich und schön alles ist? Ich habe keine Zeit, mich mit deinem Pessimismus zu beschäftigen – an der Haltestelle ist um diese Uhrzeit so viel los. Und alle wollen zum Lufthafen.“
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„Vergiss doch mal eine Sekunde lang den Lufthafen … Ich habe verloren. Und zwar gegen dich.“
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- Du hast ihr deine Liebe gestanden. Sie muss doch irgendetwas fühlen.
- „Du hast recht. Ich war wütend auf dich. Aber jetzt bin ich es wirklich nicht mehr. Ich bin mit meinem Leben sehr zufrieden …“ Sie wirft einen Blick über ihre Schulter.
- „Anfangs schon. Ich war wütend auf dich. Aber jetzt bin ich es wirklich nicht mehr. Ich bin mit meinem Leben sehr zufrieden …“ Sie wirft einen Blick über ihre Schulter.
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„Du hast recht. Ich war wütend auf dich. Aber jetzt bin ich es wirklich nicht mehr. Ich bin mit meinem Leben sehr zufrieden …“ Sie wirft einen Blick über ihre Schulter.