Gespräch · Beherrschung
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„Worüber sollte ich mich denn aufregen? Den unheiligen Ghul?!“ Seine Hand bebt vor Wut. „Den mag ich gerne. Er erinnert mich an alles, wofür wir gekämpft haben. Wenigstens haben wir diesen Frissel und seine Getreuen getötet …“ Ein Hustenanfall überkommt ihn.
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„Ich erinnere mich an ihn …“ Er zeigt auf sein dunkles Auge. „Ich erinnere mich an ihn aus La Noce – nicht an ihn persönlich, aber an sein Fabrikat und sein Modell. Damals gab es mehrere Zehntausend von denen. Ich dachte, wir hätten sie alle fertiggemacht, bevor ihnen die Liberalen zur Hilfe eilten. Haben wohl einen übersehen …“
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„Den da.“ Mit einem zitternden Finger zeigt er auf die Stadt, in die Richtung des Kraters in der Nähe des Platzes, auf dem eine einzelne Kiefer steht.
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Heute scheint überhaupt niemand unter der Kiefer zu stehen. Nicht einmal der einsame Gaston.
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„Fett und plump, wie ein Fasan …“ Er hört dich nicht. „Bettelt förmlich darum, abgeknallt zu werden …“ Ein Grinsen zieht sich über sein Gesicht, und er sagt sehr sanft: „Bitte, Herr Dros. Erschießen Sie mich.“
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- „Fett und plump. Wie ein Fasan, der förmlich darum bettelt, abgeknallt zu werden …“ Ein Grinsen zieht sich über sein Gesicht, und er flüstert: „Bitte, Herr Dros. Erschießen Sie mich.“
- „Fett und plump, wie ein Fasan …“ Er hört dich nicht. „Bettelt förmlich darum, abgeknallt zu werden …“ Ein Grinsen zieht sich über sein Gesicht, und er sagt sehr sanft: „Bitte, Herr Dros. Erschießen Sie mich.“
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„Mich beruhigen? Ich bin doch gar nicht sauer …“ Seine Hand zittert noch immer. „Ich finde ihn knuffig. Er erinnert mich an alles, wofür wir gekämpft haben. Wenigstens haben wir diesen Frissel und seine Getreuen getötet …“ Ein Hustenanfall überkommt ihn.
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„Nicht so schnell. Ich beobachte ihn, wie er herumstolziert, lege das Fadenkreuz auf seine Orden.“ Das Lächeln halt an. „Direkt auf sein Gesicht, und dann … tätschle ich den Abzug. Stelle es mir vor. Lasse mir das Bonbon im Mund zergehen …“
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Ein Leckerbissen, den man sich besser für später aufhebt … Sein Motto: das Beste zum Schluss.
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„Der ist schon ein echt saftiges Bonbon. Ein Leckerli. Für den schwarzen Tag – den schwärzesten. Wenn ich das Gewehr hier in meinen eigenen Mund stecke. Dann denke ich mir: Nein, verschwende die Kugel nicht. Knall sie dem Penner René rein. Als Dankeschön für die Jungs, die er auf dem Gewissen hat. Dann schaue ich ihn mir so an, wie er diese Kugeln wirft. Und plötzlich fühle ich mich …“ Er seufzt wehmütig.
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„… besser. Ich habe sogar eine Kugel versteckt, damit ich immer eine in Reserve habe. Für ihn …“ Als er zum Festland hinüberschaut, verfliegt das Lächeln. „Habe ihn in letzter Zeit gar nicht gesehen … Liegt wohl mit Arthritis im Bett. Alter Sack …“
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„… besser. Ich habe sogar eine Kugel versteckt, damit ich immer eine in Reserve habe. Für ihn …“ Als er zum Festland hinüberschaut, verfliegt das Lächeln. „Habe ihn in letzter Zeit gar nicht herummarschieren sehen … Liegt wohl mit Arthritis im Bett. Hoffentlich hat er höllische Schmerzen. Hoffentlich schwitzt er Blut.“
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- „Der ist schon ein echt saftiges Bonbon. Ein Leckerli. Für den schwarzen Tag – den schwärzesten. Wenn ich das Gewehr hier in meinen eigenen Mund stecke. Dann denke ich mir: Nein, verschwende die Kugel nicht. Knall sie dem Penner René rein. Als Dankeschön für die Jungs, die er auf dem Gewissen hat. Dann schaue ich ihn mir so an, wie er diese Kugeln wirft. Und plötzlich fühle ich mich …“ Er seufzt wehmütig.
- „Der ist schon ein echt saftiges Bonbon. Ein Leckerli. Für den schwarzen Tag – den schwärzesten. Wenn ich das Gewehr hier in meinen eigenen Mund stecke. Dann denke ich mir: Nein, verschwende die Kugel nicht. Knall sie dem Penner René rein. Als Dankeschön für die Jungs, die er auf dem Gewissen hat. Dann schaue ich ihn mir so an, wie er diese Kugeln wirft. Und plötzlich fühle ich mich …“ Er seufzt wehmütig.
- „Ein Leckerli. Für den schwarzen Tag – den schwärzesten“, sagt er und sabbert beinahe dabei. „Wenn ich das Gewehr hier in meinen eigenen Mund stecke, denke ich immer: Nein, knall diese Kugel dem Penner René rein. Dann gehe ich zu ihm und schaue ihn mir so an, wie er diese Kugeln wirft. Und plötzlich fühle ich mich …“ Er atmet aus.
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Es zu erfahren, könnte ihn destabilisieren. Bist du sicher, dass du alles hast, was du von ihm brauchst?
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Einen Moment lang macht er sich um ihn Sorgen. Er erinnert ihn an sich selbst. Derselbe Hass. Dieselbe … Du suchst nach einer weiteren Gemeinsamkeit, aber, nein – du findest nur den Hass.
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Sie haben im gleichen Krieg gekämpft. Irgendwo im Westen, in Coal City, liegt sein Feind in einem dunklen Raum auf einer Metallbahre, ohne zu atmen. Auch er selbst wird dort hinkommen. Bald. Zwischen diesen Männern ist der halbe Krieg geschlagen.
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Mit aufgebrachten Schritten läuft Satellite-Officer Jean-Heron Vicquemare den Anleger auf und ab, zweiundzwanzig Kilometer östlich – in Martinaise. Er fragt: „Was braucht der denn da so lange?“
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„Ermittlungsarbeit?“, antwortet Patrol Officer Judit Minot mit einem Hauch von Hoffnung in der Stimme. Dabei klingt auch Wärme an, gegen die kalte Luft, die vom Wasser kommt …
Sie denkt sich: Er ist betrunken. Und wir alle wissen es. Trotzdem versucht sie, es in einem wohlwollenden Licht zu sehen …
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„Der ist schon ein echt saftiges Bonbon. Ein Leckerli. Für den schwarzen Tag – den schwärzesten. Wenn ich das Gewehr hier in meinen eigenen Mund stecke. Dann denke ich mir: Nein, verschwende die Kugel nicht. Knall sie dem Penner René rein. Als Dankeschön für die Jungs, die er auf dem Gewissen hat. Dann schaue ich ihn mir so an, wie er diese Kugeln wirft. Und plötzlich fühle ich mich …“ Er seufzt wehmütig.
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„Cuno schaut sich die Tütchen auch manchmal an, bevor er sie sich reinzieht. Einfach die prall gefüllten Tütchen auf sich wirken lassen …“
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„Ein Leckerli. Für den schwarzen Tag – den schwärzesten“, sagt er und sabbert beinahe dabei. „Wenn ich das Gewehr hier in meinen eigenen Mund stecke, denke ich immer: Nein, knall diese Kugel dem Penner René rein. Dann gehe ich zu ihm und schaue ihn mir so an, wie er diese Kugeln wirft. Und plötzlich fühle ich mich …“ Er atmet aus.
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„Fett und plump. Wie ein Fasan, der förmlich darum bettelt, abgeknallt zu werden …“ Ein Grinsen zieht sich über sein Gesicht, und er flüstert: „Bitte, Herr Dros. Erschießen Sie mich.“
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„Sogar diese Schlampen sind mir jetzt egal …“ Niedergeschlagen starrt er ins Schilf. „Bring’s zu Ende. Nimm mich fest.“
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René muss ein ziemlich großer Verlust für ihn gewesen sein. Vielleicht bringst du ihn zum Reden, wenn du Themen ansprichst, die weniger Wut erfordern – denn die ist nicht mehr da.
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„Huren …“ Mehr sagt er nicht. Selbst dieses Wort muss er mit Gewalt durch die Zähne drücken. Die Wut kocht zu sehr.
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Möglicherweise bezieht er sich auf Joyce in ihrer Jugend. Sie müssen Disco gehört haben, als sie hierherkamen … aber das lässt sich nicht so einfach sagen.
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Es kann aber auch sein, dass ihn sein Körper und Geist schlussendlich einfach nur im Stich lassen …
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„Gut? Alles ist weg …“ Er starrt in den Staub zu seinen Füßen. Graues und dreckiges Frühlingsgras umgibt ihn.
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„Sie haben gesagt, dass die Gewerkschaft sozialdemokratisch sei – und Herr Claire eine Parodie eines Sozialdemokraten.“
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„Ich habe keine Lust, über verfluchte Sozialdemokraten zu reden. Die sind nichts weiter als Verräter. Hirntote …“ Er bewegt seinen Arm hin und her, aufgebracht und mutlos zugleich.
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„Eine weitere abscheuliche Enttäuschung …“ Er stochert in der Asche herum. „Gewerkschaften sind der wahre Feind; der wahre Feind des Proletariats, der die Masse besänftigt.“
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Enttäuschung – sehr persönlich. Er legt eine Vertrautheit mit der Führungsspitze der Gewerkschaft an den Tag.
„Die entstellte Unke? Der kann doch nicht einmal seinen eigenen Arsch abwischen. Ich spreche vom Kopf der Operation. Dem Klugen.“
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Der alte Mann gluckst nickend. „Wenn der Tag lang ist, redet der viel über Aufstände und soziale Basis. Sie müssen den Klugen auf irgendeine Universität in Le Jardin geschickt haben, wo sich alles um ‚Entfremdung‘ hier und ‚Vormacht‘ da dreht …“
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Dieser Edgar muss ihn zu etwas überredet haben. Sie müssen sich persönlich getroffen haben. Anders lässt sich diese Animosität nicht erklären.
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- „Diese Unke von einem Mafioso könnte nicht mal ein Scheißhaus betreiben. Der hat keinerlei politische Ausbildung. Sein Zwillingsbruder, Edgar Claire, der war auf einer dieser Universitäten in Revachol-Ost. Wenn der Tag lang ist, redet der viel über Aufstände, Entfremdung und so weiter …“
- Der alte Mann gluckst nickend. „Wenn der Tag lang ist, redet der viel über Aufstände und soziale Basis. Sie müssen den Klugen auf irgendeine Universität in Le Jardin geschickt haben, wo sich alles um ‚Entfremdung‘ hier und ‚Vormacht‘ da dreht …“
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„Die sollten als Erste an die Wand gestellt werden …“, sprudelt es aus ihm hervor. „Als Erste an die Wand. Dafür, dass sie die Mühlen des Kapitals am Laufen halten. Sie sollten noch vor den Eigentümern wegkommen …“
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„Der sollte als Erstes an die Wand gestellt werden …“ Mittlerweile hat er damit aufgehört, in der Asche zu stochern. Jetzt schüttelt er nur noch den Kopf.
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„Den Claires würde es nicht entgehen, wenn sich jemand auf ihrem Gebiet verstecken würde – jedenfalls nicht derart lange. In Martinaise passiert nichts ohne ihr Wissen.“
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Geh nicht direkt ans Eingemachte. Erschöpfe erst alle anderen Möglichkeiten, mach ihn ein bisschen weich …