„Alt ist? Ein Alkoholiker?“ Mit jedem Wort kneift er die Augen fester zusammen. „Ein Faschist?“
Gespräch · Beherrschung
Sprecher · 26
„Nein, ich meinte …“ (Du zeigst weiterhin auf dein Gesicht.) „Gar nicht rötlich und pink ist, wie ich.“
Er schüttelt den Kopf. „Du bist von deinen eigenen Gesichtszügen besessen, weil du sonst nichts mehr hast. Der reiche Mann hat dir alles genommen. Bis auf deine Flasche.“
„Und er hat dich hiergelassen.“ Er deutet auf dein aufgeschwemmtes Gesicht. „Der reiche Mann herrscht über dich und die Welt. Und er lacht über deine Hampelei.“ Er starrt in die tote Glut.
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„Das ist auch nicht jeder.“ Er nickt. „Die meisten Menschen sind jung und so. Der reiche Mann hat dir alles genommen, du Lumpenproletarier. Bis auf deine Flasche …“
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„… und deinen Rassenmüll. Den kannst du auch behalten und für den reichen Mann immer weiter auf Kanal 4 davon reden, um die Solidarität innerhalb der Arbeiterklasse zu untergraben.“ Er starrt in die tote Glut.
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„Oh, ich bin mir sicher, dass ihr bei der BMR alle eine ordentliche Portion Rassismus verinnerlicht habt. Da musst du mir nichts erzählen. Man sieht es auch so. Kannst ja gar nicht aufhören, über irgend so einen Mann zu reden, der Schädel misst …“
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Sprich weiter über den Mann, der Schädel misst. Mit Politik kann man diesem Mann Informationen entlocken.
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Cuno blickt mit zusammengekniffenen Augen verwirrt in die Ferne. „Weltarschhauung?“, flüstert er zu sich selbst.
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„Frissel der Erste, Filippe der Zweite; wo ist da schon der Unterschied? Alles Mörder mit Syphilis. Ich will nicht mehr über diese Dinge nachdenken. Ich habe von all dem die Nase voll!“
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„Syphilis ist eine Krankheit, mit der sich Filippe III. in einem Bordell angesteckt hat“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. „Die Statue ist abartig.“
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„Die Krankheitserreger sind in sein Gehirn vorgedrungen und haben ihn dazu gebracht, Billionen für Schaumwein, Cocainum und Denkmäler seiner selbst auszugeben. Sein Sohn, Filippe IV., der Irre, hat sich im Mutterleib mit Syphilis angesteckt …“ Röchelnd vor Wut atmet er ein.
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Medizinisch gesehen ist das zwar möglich, aber Filippe III. hatte gar keine Syphilis. Er war einfach nur verrückt.
„Und trotzdem hat er Revachol noch weitere fünfundzwanzig Jahre regiert! Wir haben zwei Millionen Leben dabei verloren, diese Regierungsform zu stürzen – samt diesen grotesken Statuen, von denen es Hunderte gab …“
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„Was für eine scharfsinnige Bemerkung!“, spöttelt er. „In der Tat, das ist sie. Und weißt du auch, warum?“
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- „Weil zynische Werbeyuppies eine dekonstruierte Version von ihr errichtet haben.“
- „Weil Sie vergessen haben, sie umzustürzen?“
- Du sagst: „Weil der König heilig ist und seine Statuen unzerstörbar.“ (Du meinst es allerdings ironisch.)
- „Ich weiß es nicht.“
- „Weil der König heilig ist und seine Statuen unzerstörbar.“
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„So sieht’s aus. Irgendwelche Werbekakerlaken haben eine neue, dekonstruierte Version von ihr errichtet. Wir hatten sie eigentlich mit ehrlichem Arbeiterklassen-Plastiksprengstoff abgerissen – und schon steht sie wieder da …“ Angewidert schüttelt er den Kopf.
„Kunst ist eine Institution der Bourgeoisie. Ein Affront gegen die Menschheit. Jede Galerie sollte dem Erdboden gleichgemacht werden, und allen Künstlern sollte man dreißig Jahre harte Arbeit in Jekokataa aufbrummen.“
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- „Aber ich. Irgendwelche Werbekakerlaken haben ihr angehäuftes Kapital dazu eingesetzt, eine neue, ironische Version von ihr zu errichten. Wir hatten sie eigentlich mit ehrlichem Arbeiterklassen-Plastiksprengstoff wieder abgerissen – und schon steht sie wieder da, grinsend …“ Angewidert schüttelt er den Kopf.
- „So sieht’s aus. Irgendwelche Werbekakerlaken haben eine neue, dekonstruierte Version von ihr errichtet. Wir hatten sie eigentlich mit ehrlichem Arbeiterklassen-Plastiksprengstoff abgerissen – und schon steht sie wieder da …“ Angewidert schüttelt er den Kopf.
- „Als ob. Zynische Werbekakerlaken wie du haben eine neue, ironische Version von ihr errichtet. Wir hatten sie eigentlich mit ehrlichem Arbeiterklassen-Plastiksprengstoff abgerissen – und schon steht sie wieder da …“ Angewidert schüttelt er den Kopf.
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- „Kunst ist eine Institution der Bourgeoisie. Ein Affront gegen die Menschheit. Jede Galerie sollte dem Erdboden gleichgemacht werden, und allen Künstlern sollte man dreißig Jahre harte Arbeit in Jekokataa aufbrummen.“
- „Irgendwelche Werbekakerlaken haben ihr angehäuftes Kapital dazu verwendet, eine neue, ironische Version von ihr zu errichten.“ Angewidert schüttelt er den Kopf. „Kunst ist eine Institution der Bourgeoisie. Ein Affront gegen die Menschheit.“
- „Bis irgendwelche Werbekakerlaken ihr angehäuftes Kapital dazu verwendet haben, eine neue, ironische Version von ihr zu errichten.“ Angewidert schüttelt er den Kopf. „Kunst ist eine Institution der Bourgeoisie. Ein Affront gegen die Menschheit.“
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Moment, das Einschussloch in Filippes Herz! Auf die Statue wurde geschossen – von ihm!
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Er muss es gewesen sein, er hat schließlich bereits unter Beweis gestellt, dass er einen wesentlich komplizierteren Schuss von hier aus vollbringen kann.
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Vergiss das! Etwas viel Beachtlicheres hat gerade in deinem Kopf gezündet! Könnte es nicht sein, dass …
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„Eigentlich war sie nicht dekonstruiert, sondern eher im Augenblick der Explosion eingefangen.
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„Eigentlich war sie nicht dekonstruiert, sondern eher im Augenblick der Explosion eingefangen.
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„Das ist kein Denkmal zu Ehren Filippes III. mehr – es ist ein Denkmal zu Ehren des explodierenden Denkmals Filippes III.“
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Auch der Lieutenant hat seinen Kopf zur Seite gelegt und sieht dich mit einem eigenwilligen Gesichtsausdruck an.
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„Und ob! Es ist ein Denkmal zu Ehren dessen, was Sie geleistet haben. Zu Ehren Ihres Programms, Revachol zu destatuieren.“
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„Natürlich ist es das. Wahnhafte Gedankenergüsse eines Bourgeois. Alles wird irgendwie zur Subversion, wenn man nur Geld im Kopf hat.“ Er winkt ab. „Alle Künstler – in einen Zug nach Jekokataa.“
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„Es ist ganz normal, die Arbeitskraft dahin zu verschieben, wo sie am meisten gebraucht wird. Das machen alle Staaten so. Es nennt sich ‚Besiedlung‘.“ Er schüttelt den Kopf und murmelt: „Von einem bourgeoisen Kunstfaschisten unter Druck gesetzt zu werden …“
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- „Stell dich mal nicht so an. Es ist ganz normal, die Arbeitskraft dahin zu verschieben, wo sie am meisten gebraucht wird. Das machen alle Staaten so. Es nennt sich ‚Besiedlung‘.“ Er schüttelt den Kopf und murmelt: „Du bist mir ja ein schöner bourgeoiser Kunstfaschist …“
- „Es ist ganz normal, die Arbeitskraft dahin zu verschieben, wo sie am meisten gebraucht wird. Das machen alle Staaten so. Es nennt sich ‚Besiedlung‘.“ Er schüttelt den Kopf und murmelt: „Von einem bourgeoisen Kunstfaschisten unter Druck gesetzt zu werden …“
- Sogar Kameradschaft. Eine Sekunde lang fühlt er sich nicht mehr so einsam. Und dann ist die Sekunde vorbei.
- In ihm schlägt ein winziger Zweifel Wurzeln – vielleicht hat dieser Bulle …? Nein, das kann nicht sein. Dein Ansehen ist in seinen Augen allerdings gestiegen.
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„Stell dich mal nicht so an. Es ist ganz normal, die Arbeitskraft dahin zu verschieben, wo sie am meisten gebraucht wird. Das machen alle Staaten so. Es nennt sich ‚Besiedlung‘.“ Er schüttelt den Kopf und murmelt: „Du bist mir ja ein schöner bourgeoiser Kunstfaschist …“
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„Weißt du, du hörst dich gar nicht mehr nach einem Liberasten an. Vielleicht habe ich mich in dir getäuscht …“ Er mustert dich. „Vielleicht werde ich von einem masowianischen Kommunisten ins Gefängnis geleitet – wie es sich gehört.“
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„Schnurstracks nach Jekokataa mit dem alten Revisionisten.“ Anerkennend nickt er dir leicht zu. „Endlich Sühne für meine Sünden: Revisionismus, reaktionäres Gedankengut, Fahnenflucht …“
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Er will noch immer nicht glauben, dass du für masowianische Sozioökonomie eintrittst, aber sich das vorzustellen, hat ihm ein gewisses Maß an Trost gespendet.
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- „Schnurstracks nach Jekokataa mit dem alten Revisionisten.“ Anerkennend nickt er dir leicht zu. „Endlich Sühne für meine Sünden: Revisionismus, reaktionäres Gedankengut, Fahnenflucht …“
- „Für einen bürgerlichen Bullen bist du echt gut darin, Informationen aus einem alten revisionistischen Fahnenflüchtigen herauszuholen. Mach ruhig weiter.“ Anerkennend nickt er dir leicht zu.
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Sogar Kameradschaft. Eine Sekunde lang fühlt er sich nicht mehr so einsam. Und dann ist die Sekunde vorbei.
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„Für einen bürgerlichen Bullen bist du echt gut darin, Informationen aus einem alten revisionistischen Fahnenflüchtigen herauszuholen. Mach ruhig weiter.“ Anerkennend nickt er dir leicht zu.
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„Hmhm“, brummelt der Lieutenant. „Direkt in den Tagebau. Oder nach Sewernaja Semlja, Radioaktivität beseitigen.“
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„Na ja, also …“ Das Kommunardenurgestein mustert euch beide, unsicher, was er von euch halten soll.
In ihm schlägt ein winziger Zweifel Wurzeln – vielleicht hat dieser Bulle …? Nein, das kann nicht sein. Dein Ansehen ist in seinen Augen allerdings gestiegen.
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„Vielleicht hast du recht.“ Verständnis füllt seine dunklen Augen. „So funktioniert Dialektik. Aber eins sollte dir klar sein – Kunst ist nach wie vor eine Institution der Bourgeoisie.“
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Er hustet und fügt dann mit Grabesstimme hinzu: „Und man sollte sie allesamt nach Jekokataa verfrachten.“
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- „Na ja, wir hatten schon immer die schönsten Plakate … Vielleicht hast du recht.“ Verständnis füllt seine Augen. „So funktioniert Dialektik. Aber eins sollte dir klar sein – Kunst ist nach wie vor eine Institution der Bourgeoisie.“
- „Vielleicht hast du recht.“ Verständnis füllt seine dunklen Augen. „So funktioniert Dialektik. Aber eins sollte dir klar sein – Kunst ist nach wie vor eine Institution der Bourgeoisie.“