„Du weißt schon, dieses Psychoding, das die da abziehen. Die Reichen machen das gerne. Die meisten Leute in Königstein sind reich.“
Gespräch · Acele
Sprecher · 23
„Ja, tut mir leid.“ Sie nickt. „Vielleicht ist es am besten, wenn du deine miesen Erinnerungen ruhenlässt. Nur meine Meinung. Wenn es juckt, nicht kratzen.“
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- „Ja, tut mir leid.“ Sie nickt. „Vielleicht ist es am besten, wenn du deine miesen Erinnerungen ruhenlässt. Nur meine Meinung. Wenn es juckt, nicht kratzen.“
- „Gern geschehen.“ Sie denkt kurz nach und lockert ihren Kiefer. „Aber vielleicht ist es am besten, wenn du deine miesen Erinnerungen ruhenlässt. Nur meine Meinung. Wenn es juckt, nicht kratzen.“
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„Gern geschehen.“ Sie denkt kurz nach und lockert ihren Kiefer. „Aber vielleicht ist es am besten, wenn du deine miesen Erinnerungen ruhenlässt. Nur meine Meinung. Wenn es juckt, nicht kratzen.“
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„Mann, wenn mich jemand verletzt, will ich die Scheiße einfach nur vergessen, weißt du. Die Art von selektiver Erinnerung.“
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„Ich glaube, in diesem Fall war ich einfach so unfassbar betrunken, dass ich jegliche Erinnerungen an diese Welt ausgelöscht habe.“
„Ja, daran kann es auch gelegen haben. Einmal habe ich mir so viel … Alk reingeknallt, dass ich auch alles vergessen habe …“
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„Es könnte aber auch einfach nur Psychogelaber sein, weißt du. So ein Königsteiner Geschwurbel.“
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„Aber wie kann es sein, dass du gar nichts mehr von ihr weißt? Hat es irgendwie was mit selektiver Erinnerung zu tun?“
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„Echt?“ Offenbar glaubt sie dir. „Diese Chica scheint dich ziemlich aufzuwühlen … Und du weißt wirklich gar nichts über sie?“
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„Na ja, zum einen haben sie ganz schwach nach Kaugummi gerochen. Ich konnte den Duft unter dem … stinkenden Dreck immer noch wahrnehmen.“
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„Früher war es mal süß, und jetzt ist stinkender Dreck. Scheint mir ziemlich symbolisch zu sein. Egal, was noch?“
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„Ich habe nicht viel von dieser Welt gesehen, aber angesichts dessen, was ich gesehen habe, klingt soziale Gerechtigkeit wie Jugendslang. Der Begriff klingt schon fast liberal … Was mich aufwühlt, ist der Kampf des Volkes – und zwar sehr.
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„Er macht mich krank, der Gedanke an die Tausenden … Millionen … Milliarden? Wie viele Menschen gibt es eigentlich?“
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„Echt? So viele?! Wenn ich an die 3,6 Milliarden und die weiß Gott wie vielen weiteren Seelen in diesem Seol denke, die allesamt unter der Tyrannei des Marktes ächzen, kommen mir die Tränen.“
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„Ja, das ist ziemlich übel“, sagt sie und nickt. „Aber bist du sicher, dass du nicht vielleicht einfach nur von irgendeinem Mädel besessen bist?“
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- „Echt? So viele?! Wenn ich an die 3,6 Milliarden und die weiß Gott wie vielen weiteren Seelen in diesem Seol denke, die allesamt unter der Tyrannei des Marktes ächzen, kommen mir die Tränen.“
- „Zu viele Millionen, als dass man es genau sagen könnte, alle erdrückt von der Tyrannei des Marktes. Es ist furchtbar!“
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- „Es sei denn … Ich sage es einfach mal frei heraus: Bist du sicher, dass du keine Probleme mit Mädels hast? Beziehungsweise mit einem bestimmten Mädel?“
- „Aha, und du bist dir sicher, dass der soziale Fortschritt deine Besorgnis erregt und nicht, keine Ahnung, irgendein Mädel?“
- „Ja, das ist ziemlich übel“, sagt sie und nickt. „Aber bist du sicher, dass du nicht vielleicht einfach nur von irgendeinem Mädel besessen bist?“
- „Aha.“ Sie sammelt sich. „Und nichts davon hat – äh, keine Ahnung – zufällig irgendwas mit irgendeinem Mädel zu tun?“
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„Ganz sicher. Also, bevor das alles begonnen hat, wollte ich dir eigentlich ein paar Fragen stellen.“
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„Eine Stadt kann Millionen Einwohner haben, also sollte die weltweite Zahl deutlich höher sein. Ich glaube, früher wusste ich mal, wie viele genau …“
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„Zu viele Millionen, als dass man es genau sagen könnte, alle erdrückt von der Tyrannei des Marktes. Es ist furchtbar!“
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- „Also nagt an dir, dass … reiche Leute nicht reich genug sind?“
- „Wow. Ist dir soziale Gerechtigkeit echt so wichtig? Das ist lobenswert. Irgendwas hat deinem Kopf echt zugesetzt … Aber bist du dir sicher, dass es das war?“
- „Ja, Mann“, sagt sie und nickt. „Deshalb hast du wegen einer blöden Kopfbedeckung rumgeheult und irgendwas von der Wiederherstellung deiner Autorität gebrüllt: aus gekränktem Nationalstolz.“
- „Was also an dir nagt, ist … wie langsam der soziale Fortschritt vonstattengeht?“
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„Ja, die Leute hocken nur auf ihren Ärschen – keiner in dieser Stadt taugt was in seinem Job. Keiner. Kein Wunder, dass alle arm wie Kirchenmäuse sind.“
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„Du brichst also vor fremden Leuten in Tränen aus … weil reiche Leute nicht reich genug sind?“
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- „Nein, wahrscheinlich nicht, oder?“Gemerkt · 1
- „Du kannst die Augen verdrehen, so viel du willst, aber bringt uns das einer wissensgestützten Wirtschaft auch nur einen Schritt näher? Ich habe nicht viel von dieser seltsamen Welt gesehen, aber: Bei diesen Steuern wird das nichts!“
- „Ja, ganz bestimmt. Also, ich wollte dich noch etwas ganz anderes fragen.“Gemerkt · 1
„Du kannst die Augen verdrehen, so viel du willst, aber bringt uns das einer wissensgestützten Wirtschaft auch nur einen Schritt näher? Ich habe nicht viel von dieser seltsamen Welt gesehen, aber: Bei diesen Steuern wird das nichts!“
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„Dann hast du echt nicht viel von dieser seltsamen Welt gesehen, wir zahlen nämlich praktisch keine Einkommensteuern. Nur 20 % Mehrwertsteuer und das … war’s.“
„Niemals! Du hast keine Ahnung, wie viele Steuern es wirklich gibt – du hast noch nie welche gezahlt! Es gibt all diese versteckten, unsichtbaren Steuern. Schau, dort ist gerade eine!“ (Du zeigst aufs Meer.)
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„Niemals! Du hast keine Ahnung, wie viele Steuern es wirklich gibt – du hast noch nie welche gezahlt! Es gibt all diese versteckten, unsichtbaren Steuern. Schau, dort ist gerade eine!“ (Du zeigst auf das Buntglasfenster.)
Verwundert dreht sie den Kopf und blickt aufs Meer hinaus. Ihr fallen keine indirekten Besteuerungen ins Auge. Dann sieht sie wieder dich an.
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Verwundert dreht sie den Kopf und blickt zum Fenster. Ihr fallen keine indirekten Besteuerungen ins Auge. Dann sieht sie wieder dich an.
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„Hast du ein Problem mit … der Fensterkunststeuer?“
„Nein. Nicht nur mit der Meeresungeheuersteuer. Die steuerliche Gesamtbelastung ist das Problem. Sie erstickt das Wirtschaftswachstum.“
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„Nein. Nicht nur mit der Fensterkunststeuer. Die steuerliche Gesamtbelastung ist das Problem. Sie erstickt das Wirtschaftswachstum.“
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„Aha.“ Sie sammelt sich. „Und nichts davon hat – äh, keine Ahnung – zufällig irgendwas mit irgendeinem Mädel zu tun?“
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„Ja, es ist offensichtlich, dass dies einst eine stolze Nation war. Heutzutage hat dieses ganze Drecksgeschwätz von der Internationalen Revachol auf die Knie gezwungen.“
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„Ja, Mann“, sagt sie und nickt. „Deshalb hast du wegen einer blöden Kopfbedeckung rumgeheult und irgendwas von der Wiederherstellung deiner Autorität gebrüllt: aus gekränktem Nationalstolz.“
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„Du brichst also vor fremden Leuten in Tränen aus … weil du dich in deinem Nationalstolz angegriffen fühlst?“
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- „Nein, wahrscheinlich nicht, oder?“Gemerkt · 1
- „Das sind diese ausländischen Ideen, die dich durcheinanderbringen. Dir ist noch nicht einmal bewusst, dass du gerade wortwörtlich ein Dasein auf Knien fristest! Unsere Frauen – sie fristen buchstäblich ein Leben auf Knien!“
- „Ja, ganz bestimmt. Also, ich wollte dich noch etwas ganz anderes fragen.“Gemerkt · 1
„Das sind diese ausländischen Ideen, die dich durcheinanderbringen. Dir ist noch nicht einmal bewusst, dass du gerade wortwörtlich ein Dasein auf Knien fristest! Unsere Frauen – sie fristen buchstäblich ein Leben auf Knien!“
„Ich habe ganz bestimmt ein Problem damit, dass unsere jungen Frauen im Schnee knien, solange im Hintergrund diese halbseidene kosmopolitische Bande Rabatz macht.“ (Mit einem Nicken deutest du auf das Zelt.)
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„Ich habe ganz bestimmt ein Problem damit, dass unsere jungen Frauen im Schnee knien, solange im Hintergrund diese halbseidene kosmopolitische Bande Rabatz macht.“ (Mit einem Nicken deutest du auf die Bühne.)
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„Es sei denn … Ich sage es einfach mal frei heraus: Bist du sicher, dass du keine Probleme mit Mädels hast? Beziehungsweise mit einem bestimmten Mädel?“