Gespräch · Kim Kitsuragi
Sprecher · 25
Wann
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„Das liegt daran, dass ich zur Hälfte Seolit bin. Oder zu einem Viertel. Der Vater meines Vaters kam aus Seol. Genau wie meine Großmutter mütterlicherseits …“ Er schüttelt den Kopf. „Das ist kein interessantes Thema.“
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„Hm. Ich spreche kein Wort Seolitisch, und ich habe meine beiden Großeltern nie kennengelernt. Es gibt da nichts Ethnisches, was ich Ihnen oder anderen erzählen könnte.“
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„Ein Teil unserer Welt, Officer. Eine geopolitische Organisation. Und ein geographischer Bereich. Ich habe Ihnen doch gesagt, dass das nicht interessant ist.“
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Seol ist ein protektionistischer, isolationistischer, panisolärer Staat westlich der Insulindischen Isola. Tatsächlich ist Seol sehr wohl interessant; manche Leute würden den Staat sogar als mysteriös bezeichnen …
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„Sie sind hier auf dem Holzweg. Ich spreche kein Wort Seolitisch. Ich habe meine beiden Großeltern nie kennengelernt. Ich war überhaupt noch nie in Seol.“ Er scheint fast stolz darauf zu sein. „Ich bin ein ganz normaler Revacholer.“
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- „Sie sind hier auf dem Holzweg. Ich spreche kein Wort Seolitisch. Ich habe meine beiden Großeltern nie kennengelernt. Ich war überhaupt noch nie in Seol.“ Er scheint fast stolz darauf zu sein. „Ich bin ein ganz normaler Revacholer.“
- „Ich merke, dass Sie enttäuscht sind.“ Er lächelt kurz. „Das sollten Sie auch sein. Ich spreche nämlich kein Wort Seolitisch. Ich habe meine beiden Großeltern nie kennengelernt. Ich war noch nie in Seol. Ich bin ein ganz normaler Feld-Wald-und-Wiesen-Revacholer.“
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„Ich merke, dass Sie enttäuscht sind.“ Er lächelt kurz. „Das sollten Sie auch sein. Ich spreche nämlich kein Wort Seolitisch. Ich habe meine beiden Großeltern nie kennengelernt. Ich war noch nie in Seol. Ich bin ein ganz normaler Feld-Wald-und-Wiesen-Revacholer.“
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Dein Gehirn schickt das Signal zu deinen Lippen, aber sie verweigern den Befehl. Irgendetwas lähmt sie. Du bist dir ziemlich sicher, dass es etwas mit dem zusammengekniffenen Auge des Lieutenants zu tun hat.
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Verdammt richtig, es ist etwas, und zwar im Argen! Lieutenant Augenbraue hier meint wohl, er könnte dich wie eine augenbrauenlose Abnormität zum Schweigen bringen? Denkt wohl, du würdest zurückstecken und das hinnehmen?!
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Nach Jahrzehnten ohne Widerspruch reagiert der Lieutenant etwas langsam, aber zugestehen will er dir nichts. Gar nichts. Das könnte unschön werden …
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Deine Finger streifen ein imaginäres Holster an deiner Hüfte entlang. Ein leichtes Zucken durchzieht deinen Zeigefinger.
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- Nach Jahrzehnten ohne Widerspruch trifft deine dreiste Provokation den Lieutenant unvorbereitet. Doch sein Konter kommt schnell und hart. Das könnte unschön werden …
- Der Lieutenant versteht sofort, was auf dem Spiel steht. In seinem Gehirn rattert es, als er sich einen vernichtenden Konter ausdenkt. Das könnte unschön werden …
- Nach Jahrzehnten ohne Widerspruch reagiert der Lieutenant etwas langsam, aber zugestehen will er dir nichts. Gar nichts. Das könnte unschön werden …
- Die Reflexe übernehmen die Kontrolle, und die Augenbraue des Lieutenants trifft auf deine: Sein entschlossener Konter reißt dir fast das Gesicht vom Schädel. Das könnte unschön werden …
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Der Lieutenant antizipiert deinen nächsten Zug, kann deinen Gegen-Gegenangriff jedoch weder ablenken noch parieren. Ein einzelner Schweißtropfen läuft ihm die Wange hinunter …
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Dicke Regentropfen platschen auf die kollidierenden Augenbrauen und rinnen die müden Gesichter hinunter. Die Welt außerhalb dieses Zweikampfs existiert so gut wie nicht.
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- Eine nahezu unerträgliche Spannung erfüllt den Raum. Dir stehen die Nackenhaare zu Berge.
- Dicke Regentropfen platschen auf die kollidierenden Augenbrauen und rinnen die müden Gesichter hinunter. Die Welt außerhalb dieses Zweikampfs existiert so gut wie nicht.
- Schneeflocken fallen herab, schmelzen in der Hitze der kollidierenden Augenbrauen jedoch sofort. Außer diesem Moment existiert nichts.
- Es ist, als würde die ganze Welt vor diesem großen Zusammentreffen von Augenbrauen in Ehrfurcht erstarren. Außer diesem Moment existiert nichts.
In Inneren des Lieutenants knackt etwas fast lautlos. Seine Schultern entspannen sich, und seine Augenbraue senkt sich locker ab. Er versucht sein Möglichstes, entspannt auszusehen … fast schon unbekümmert.
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Ein eleganter Rückzug. So sanft, dass man meinen könnte, es hätte gar kein Kampf stattgefunden.
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Tetrahydrocannabinol ist der psychoaktive Wirkstoff in der Cannabispflanze, gemeinhin auch „Gras“ genannt. Eine der am weitesten verbreiteten Drogen in der Welt.
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„Das ist keine große Sache. Ich mache es auch nicht mehr.“ Ein nahezu unhörbares Seufzen. „Aber es ist ein paar Mal passiert, in meinen Zwanzigern.“
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„Wir sollten uns bei Gelegenheit mal etwas Gras reinziehen.“
„Wir sollten uns bei Gelegenheit mal so ein brennendes Röllchen reinziehen.“
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„Wie wäre es, wenn wir uns das Verbrechen, wegen dessen wir eigentlich hier sind, ‚reinziehen‘? Und damit meine ich ‚es aufklären‘. Richtig krass aufklären.“
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Seine Worte sind wahr, Herr. Im Lieutenant steckt keine Liebe für das Kraut.
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„Sie wissen, dass ich das dem Dezernat für interne Ermittlungen mitteilen muss, nicht wahr, Lieutenant?“
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„Selbstverständlich. Hier meine Waffe und mein Ausweis.“ Er streckt seine leeren Hände aus. „Dafür wird man mich auf die Chaise setzen, aber ich bin so erleichtert, diese Last losgeworden zu sein.“
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„Gut.“ Ein winziges Grinsen in seinem Mundwinkel verrät, dass er sich amüsiert. „Aber genug davon. Gibt es sonst noch etwas?“
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- „Ich bitte Sie nur um die Gelegenheit, diesen letzten Fall abschließen zu können, damit ich mit reinem Gewissen auf die Chaise kann.“ Seine Stimme trieft vor gespieltem Pathos. „Beeilen wir uns jetzt, ich bin schließlich schon überfällig.“
- „Stimmt.“ Ein winziges Grinsen in seinem Mundwinkel verrät, dass er sich amüsiert. „Gibt es sonst noch etwas?“
- „Gut.“ Ein winziges Grinsen in seinem Mundwinkel verrät, dass er sich amüsiert. „Aber genug davon. Gibt es sonst noch etwas?“
- Das ist er nicht. ’s ist eine Finte, Majestät. Der besondere Humor des Lieutenants.
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„Gesetz ist Gesetz.“