Gespräch · Würfelmacherin
Sprecher · 24
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„Was ist das? Eine Gewerkschaft für Hellseher? Heutzutage gibt es ja für alles und jeden eine Gewerkschaft.“
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Einen Augenblick lang sieht sie dich erstaunt an und blinzelt mit ihren dunklen Augen.
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„Es ist nicht meine Aufgabe, mich in supranatürliche Angelegenheiten einzumischen, ich bin schließlich nur ein Polizist.“
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„Finden Sie?“ Sie blinzelt dir von ihrem Tisch aus zu. „Auf mich wirkte sie immer wie ein ziemlich banaler und langweiliger Ort, an dem keinerlei supranatürliche Überraschungen in Sicht sind.“
„Na, wenn Sie je herausfinden, wie sich all die Ungereimtheiten rund um den Fluch erklären lassen, geben Sie mir Bescheid.“ Sie wendet sich wieder ihrer Arbeit zu.
„Ich wollte gerade fragen …“ Sie lehnt sich in ihrem Stuhl nach vorne, um dein Gesicht zu studieren. „Was denken Sie? Glauben Sie, dass es den Fluch wirklich gibt?“
„Böses Wesen – was soll denn das überhaupt sein?“ Die Würfelmacherin lacht. „So eine Art Zauberin? Was ist mit Ihnen, Officer? Halten Sie mich für das böse Wesen?“
Die Würfelmacherin bricht in Gelächter aus. „Also trifft der Fluch nur Leute mit schlechter Arbeitsmoral? Was Sie da beschreiben ist kein Fluch, sondern Kapitalismus.“
„Das könnte man so sagen. Beide Häuser wurden zur selben Zeit gebaut und gehörten zum Projekt ‚East-Delta-Gewerbezentrum‘.“
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- „Ja, aber es ist und bleibt ein separates Gebäude. Dorthin können die bösen Energien nicht gelangen.“
- „Sie haben recht, das Whirling wirkt eigentlich nicht gerade verflucht.“
- „Nein, dem Whirling geht es wirtschaftlich ebenfalls nicht gut: Gerade erst ist die Kellnerin abgehauen und die Gäste haben Schwierigkeiten, ihre Rechnungen zu bezahlen.“
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„Nein, dem Whirling geht es wirtschaftlich ebenfalls nicht gut: Gerade erst ist die Kellnerin abgehauen und die Gäste haben Schwierigkeiten, ihre Rechnungen zu bezahlen.“
„Der Fluch wartet bloß den rechten Augenblick ab, ehe er erneut zuschlägt. Früher oder später scheitern alle – sogar sie.“
„Eigentlich läuft der Buchladen gar nicht so gut. Es kommen kaum Kunden, und sie muss die eigene Tochter ausbeuten, um das Geschäft am Laufen zu halten.“
„Ich weiß nicht, warum der Buchladen noch nicht pleite ist. Ich bin hier, um der Sache auf den Grund zu gehen.“
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„Sie meinen den Fluch, der mich verschont, weil ich mich außerhalb seines direkten Einflusses aufhalte?“
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„Ich bin ganz Ohr.“ Sie lehnt sich auf ihrem Stuhl zurück, die Arme vor der Brust verschränkt.
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(Du sprichst es einfach aus.) „In einer Kirche auf der anderen Seite des Kanals befindet sich ein zwei Millimeter großes Loch in der Realität. Ich glaube, es könnte mit dem Grau in Verbindung stehen.“
„Wie bitte?“ Sie richtet sich auf, sichtbar aufgewühlt. „Ein zwei Millimeter großes Loch in der Realität? Das kann doch nicht wahr sein.“
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„Leider doch, fürchte ich. Soona Luukanen-Kilde, die ehemalige Chefprogrammiererin von Fortress Accident, hat es entdeckt.“
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„Soona ist in die Sache involviert?“ Sie scheint diese Information zu verarbeiten, während weiterhin unvermindert Gerede aus ihren Kopfhörern dringt …
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„Also ist es noch schlimmer, als ich dachte. Nicht nur der Gewerbeblock ist verflucht, sondern die ganze Welt.“
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„Ein ‚Fluch‘ hat etwas mit Aberglauben zu tun – aber ein zwei Millimeter großes Loch in der Realität?“ Sie schenkt dir ein klägliches Lächeln. „Wir alle wissen, was das bedeutet – es ist das Grau.“
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„Jedenfalls vielen Dank dafür, dass Sie vorbeigeschaut haben. Es ist gut, eine Antwort zu haben, auch wenn ich nicht behaupten kann, sie vollständig zu verstehen.“
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- „Angesichts des Umstands, dass die Welt vor meiner Haustür zusammenbricht, meinen Sie?“ Sie schenkt dir ein klägliches Lächeln und sieht sich um …
- Sie seufzt. „Dann sollte ich wohl wenigstens Soona einen Besuch abstatten, um zu sehen, wie es ihr geht.“
- „Nur Martinaise?“ Sie schenkt dir ein klägliches Lächeln und sieht sich um …
- „Ein ‚Fluch‘ hat etwas mit Aberglauben zu tun – aber ein zwei Millimeter großes Loch in der Realität?“ Sie schenkt dir ein klägliches Lächeln. „Wir alle wissen, was das bedeutet – es ist das Grau.“
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Sie seufzt. „Dann sollte ich wohl wenigstens Soona einen Besuch abstatten, um zu sehen, wie es ihr geht.“
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„Machen Sie sich keine Sorgen darüber. Bislang haben Sie sich gut geschlagen. Es ist sicherlich halb so wild.“
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„Angesichts des Umstands, dass die Welt vor meiner Haustür zusammenbricht, meinen Sie?“ Sie schenkt dir ein klägliches Lächeln und sieht sich um …
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„Leider doch, fürchte ich. Soona Luukanen-Kilde, die ehemalige Chefprogrammiererin von Fortress Accident, hat es entdeckt.“
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„Wie? Sie sind extra hergekommen, um mir zu sagen, dass Sie es mir nicht sagen können, weil mir die Antwort nicht gefallen wird?“
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„Wie ich es geworden bin? Das war eine unternehmerische Entscheidung. Anfangs war ich eine normale Juwelierin, aber das ist ein viel zu unspezialisiertes Geschäftsfeld – in dem zu viel Wettbewerb herrscht.“
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Sie lässt es sich nicht anmerken, aber innerlich ist sie wütend – sie mag Juweliere nicht. Für sie sind sie Pöbel.
„Einige meiner Freunde waren Rollenspieler. Sie haben mich gebeten, ihnen aus Kobalt polyedrische Würfel anzufertigen. Das war mein erster Auftrag. Von da an ist mein Geschäft gewachsen.“
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„Im Laufe der Jahre bin ich erfinderisch geworden. Ihre Würfel werden Ihnen gefallen, da bin ich mir sicher.“
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- „Im Laufe der Jahre bin ich erfinderisch geworden. Ihre Würfel werden Ihnen gefallen, da bin ich mir sicher.“
- Sie ist dankbar für die Sicherheit, die sie ihr verschaffen.
- „Im Laufe der Jahre bin ich erfinderisch geworden. Wenn Sie Ihre Würfel bei mir kaufen, werden Sie viel Freude an ihnen haben. Darauf können Sie sich verlassen.“
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„Im Laufe der Jahre bin ich erfinderisch geworden. Wenn Sie Ihre Würfel bei mir kaufen, werden Sie viel Freude an ihnen haben. Darauf können Sie sich verlassen.“
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„Kaum. Ich mag die Arbeit mit seltenen Materialien und ein beständiges Einkommen. Und Rollenspieler sind angenehme Kunden.“