Gespräch · Lilienne, die Netzflickerin
Sprecher · 25
Lilienne, die Netzflickerin
Du
Zwielicht
Empathie
Schauder
Elektrochemie- Entsetzliche Krawatte
Kim Kitsuragi
Körperapparat
Rhetorik
Suggestion
Wahrnehmung (Sehen)
Autorität
Auge-Hand-Koordination
Schauspielkunst
Konzeptbildung
Logik
Willenskraft
Mechanik
Visuelles Kalkül
Reaktionsvermögen
Ausdauer
Korpsgeist
Innenleben
Enzyklopädie
Wann
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Einen Augenblick lang herrscht Schweigen. Sie betrachtet den Schneematsch auf dem gelben Bauch des Bootes.
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Einen Augenblick lang herrscht Schweigen. Sie betrachtet den Regenschneematsch auf dem gelben Bauch des Bootes.
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„Doch, ist es. Es wäre nämlich schlecht für das Boot, wenn es nicht sonnig wäre. Schlecht für die Netze. Schlecht für die Kinder.“
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Sie betrachtet das Boot, von dem der Matsch herabtropft, und nickt stolz.
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„Ja.“ Sie betrachtet den schmelzenden Schnee im Wasser. „Sonnige Tage. Haben Sie damit ein Problem?“
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„Übrigens, das ist mein Motorwagen da drüben im Meer.“ (Du zeigst auf den versunkenen Wagen.)
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„Ach …“ Sie sieht in die Richtung, in die du gezeigt hast. „Gut zu wissen. Warum befindet er sich im Meer?“
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- „Ich war betrunken und habe ihn anscheinend ins Meer gefahren.“
- „Es war ein Unfall. Es tut mir leid.“
- „Ich weiß es nicht.“
- „Eine offizielle Untersuchung wurde in die Wege geleitet – von mir –, um genau das herauszufinden.“
- „Das ist ein Omen. Für das bevorstehende Blutvergießen. Die große Erlegung.“
- „Es ist eine Installation.“ (Du befeuchtest deine Lippen.) „Sehr konzeptuell.“
- „Ich war von der Rolle.“
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Sie sieht dich an und zuckt mit den Schultern. „Wenn Sie mich fragen, sollten Sie eine Beerdigung veranstalten.“
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- Sie sieht dich an und zuckt mit den Schultern. „Wenn Sie mich fragen, sollten Sie eine Beerdigung veranstalten.“
- „Hm, eine Installation?“ Sie hebt die Augenbrauen. „Wir, die armen Leute, sind dumm und verstehen ‚Installationen‘ nicht. Ich sehe nur einen Haufen Schrott. Ich finde, Sie sollten eine Beerdigung veranstalten.“
- „Was für ein Omen. Und obendrein eine Beleidigung fürs Auge.“ Sie runzelt die Stirn. „Wenn Sie mich fragen, sollten Sie eine Beerdigung veranstalten.“
- „Von der Rolle“, wiederholt sie nachdenklich. „Wenn Sie mich fragen, sollten Sie eine Beerdigung veranstalten.“
- Majestät, sie glaubt nicht, dass es jemand anders war.
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„Man kann ja nie wissen, Officer. Manche Dinge haben vielleicht eine Seele.“ Ihr Lächeln wirkt irgendwie verspielt. „Aber ich verstehe es schon. Ein rationaler Typ wie Sie hat wahrscheinlich viel zu tun. Also, was kann ich für Sie tun?“
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- „Polizeiangelegenheiten. Ich verstehe.“ Sie nickt. „Kann ich Ihnen vielleicht irgendwie helfen?“
- „Man kann ja nie wissen, Officer. Manche Dinge haben vielleicht eine Seele.“ Ihr Lächeln wirkt irgendwie verspielt. „Aber ich verstehe es schon. Ein rationaler Typ wie Sie hat wahrscheinlich viel zu tun. Also, was kann ich für Sie tun?“
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„Ja. Das hat er verdient, finden Sie nicht? Schließlich ist er im Dienst gefallen.“
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„Aber warum nicht? Unser Besitz ist Teil unserer Lebenswelt. Er wird mit menschlichem Schweiß produziert und gehört zur Geschichte der Menschen. Er sollte uns so wichtig sein wie Menschen, bis zu einem gewissen Grad jedenfalls.“
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Lebenswelt? Jemand hat die gottwaldischen Philosophen aus dem letzten Jahrhundert gelesen. Bleib jetzt cool.
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- „Aber warum nicht? Unser Besitz ist Teil unserer Lebenswelt. Er wird mit menschlichem Schweiß produziert und gehört zur Geschichte der Menschen. Er sollte uns so wichtig sein wie Menschen, bis zu einem gewissen Grad jedenfalls.“
- „Unser Besitz ist Teil unserer Lebenswelt. Er wird mit menschlichem Schweiß produziert und gehört zur Geschichte der Menschen. Er sollte uns so wichtig sein wie Menschen. Bis zu einem gewissen Grad jedenfalls“, fügt sie hinzu.
- „Warum seltsam? Unser Besitz ist Teil unserer Lebenswelt. Er wird mit menschlichem Schweiß produziert und gehört zur Geschichte der Menschen. Er sollte uns so wichtig sein wie Menschen, bis zu einem gewissen Grad jedenfalls.“
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„Oh ja“, sagt sie schmunzelnd. „Vor Anfang Juni bekommen Sie den Wagen nicht mal aus dem Wasser. Und wo wollen Sie ihn beerdigen? Wen laden Sie ein? Welche Musik wird bei der Totenwache gespielt?“
„Ich habe schon so einige Beerdigungen erlebt, also können Sie es mir glauben: Es ist am einfachsten, sie vor Ort zu lassen, damit die Natur ihren Lauf nehmen kann.“
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„Für mehr haben wir momentan sowieso keine Zeit.“ Der Lieutenant schenkt dir einen mitleidvollen Blick. „Kommen Sie im Juni wieder her. Wer weiß, wie Sie sich dann fühlen. Der Wagen wird ja noch hier sein.“
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- „Es ist schade, dass wir nicht mehr belanglose Nebenaktivitäten ausführen dürfen. Das hätte mir echt gefallen.“
- „Konzentrieren wir uns auf das, was wir machen können, ja?“
- „Es ist schade, dass wir nicht mehr belanglose Nebenaktivitäten ausführen dürfen. Wie etwa dem verfluchten Gewerbeblock wieder auf die Sprünge zu helfen …“
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- „Für mehr haben wir momentan sowieso keine Zeit.“ Der Lieutenant schenkt dir einen mitleidvollen Blick. „Kommen Sie im Juni wieder her. Wer weiß, wie Sie sich dann fühlen. Der Wagen wird ja noch hier sein.“
- Es wird so einige Jahre dauern, bis die ‚Natur‘ mit deinem Motorwagen ihren Lauf genommen hat. Du könntest in ein paar Monaten wiederkommen und überlegen, ob du dich immer noch richtig von ihm verabschieden willst.
„Es ist schade, dass wir nicht mehr belanglose Nebenaktivitäten ausführen dürfen. Das hätte mir echt gefallen.“
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Der Lieutenant schenkt dir einen fast sanften Blick. „Ja, das ist wirklich schade. Aber jetzt sollten wir uns auf die Dinge konzentrieren, die wir tun dürfen. Wie etwa die Mordermittlungen.“
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„Glauben Sie es mir, das verstehe ich, wirklich.“ Sie streicht ihre Haare zurück. „Jedes Mal, wenn ich mit meinen Netzen da rausfahre, denke ich über all die belanglosen Nebenaktivitäten nach, die ich machen könnte.“
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„Aber Tagträume sind was für reiche Leute. Auf dem Meer kann man es sich nicht leisten, unvorsichtig zu sein und seinen Träumen nachzuhängen. Jedenfalls …“ Sie schüttelt den Kopf. „Worüber haben wir noch mal geredet?“
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„Es ist schade, dass wir nicht mehr belanglose Nebenaktivitäten ausführen dürfen. Wie etwa dem verfluchten Gewerbeblock wieder auf die Sprünge zu helfen …“
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Es wird so einige Jahre dauern, bis die ‚Natur‘ mit deinem Motorwagen ihren Lauf genommen hat. Du könntest in ein paar Monaten wiederkommen und überlegen, ob du dich immer noch richtig von ihm verabschieden willst.
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„Warum seltsam? Unser Besitz ist Teil unserer Lebenswelt. Er wird mit menschlichem Schweiß produziert und gehört zur Geschichte der Menschen. Er sollte uns so wichtig sein wie Menschen, bis zu einem gewissen Grad jedenfalls.“
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„Etwas zu beerdigen, heißt nicht, dass man den Tod liebt. Seien Sie nicht kindisch. Sie sind ein Polizist …“
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„Unser Besitz ist Teil unserer Lebenswelt. Er wird mit menschlichem Schweiß produziert und gehört zur Geschichte der Menschen. Er sollte uns so wichtig sein wie Menschen. Bis zu einem gewissen Grad jedenfalls“, fügt sie hinzu.
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„Polizeiangelegenheiten. Ich verstehe.“ Sie nickt. „Kann ich Ihnen vielleicht irgendwie helfen?“
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„Eine offizielle Untersuchung wurde in die Wege geleitet – von mir –, um genau das herauszufinden.“
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„Das freut mich.“ Die Frau wirft einen weiteren Blick auf die Überreste. „Bis es so weit ist, sollten Sie sich vielleicht das mit der Beerdigung überlegen?“
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„Was für ein Omen. Und obendrein eine Beleidigung fürs Auge.“ Sie runzelt die Stirn. „Wenn Sie mich fragen, sollten Sie eine Beerdigung veranstalten.“
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„Hm, eine Installation?“ Sie hebt die Augenbrauen. „Wir, die armen Leute, sind dumm und verstehen ‚Installationen‘ nicht. Ich sehe nur einen Haufen Schrott. Ich finde, Sie sollten eine Beerdigung veranstalten.“
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„Von der Rolle“, wiederholt sie nachdenklich. „Wenn Sie mich fragen, sollten Sie eine Beerdigung veranstalten.“
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Sie muss ein Date haben – mit einem anderen Besoffenen. Unbedingt.
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Soll ich dir ein Geheimnis verraten? Dass man ein Date in nüchternem Zustand erleben kann?