Gespräch · Lilienne, die Netzflickerin
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Lilienne, die Netzflickerin
Du
Zwielicht
Empathie
Schauder
Elektrochemie- Entsetzliche Krawatte
Kim Kitsuragi
Körperapparat
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Autorität
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Schauspielkunst
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Ausdauer
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Wann
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Ja, vielleicht solltest du einen Bogen um Sachen machen, die sie an die ‚Wasserleiche‘ erinnern, mit der sie mal verheiratet war. Nur so als Tipp.
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„Drogen? Dazu brauche ich mehr Informationen. Drogenfahndung ist mein Spezialgebiet.“ (Du zeigst auf dich selbst.)
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„Ich habe keine“, sagt sie mit einem Schulterzucken. „Die verschwinden so schnell, dass sogar die Penner hier vor Ort nur zuschauen und sabbern können. Und es sind immer Fremde. Leute, die in der Gewerkschaft sind, wollen so was hier nicht haben.“
Du könntest gerade echt eine Dosis gebrauchen. Egal was. Spürst du das Jucken in den Fingern, den steifen Nacken? Diese seltsame Rastlosigkeit in dir drin?
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Er hat recht, Bratan! Du bist im Tiefflug und musst wieder höher steigen. Du musst auf den Flügeln deines spirituellen Falken segeln. Oder schnupf einfach eine Linie … Es spielt keine Rolle, okay? Keine große Sache.
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„Und wo soll ich hin? Hier gibt es jede Menge Fische, und wir bekommen genug Bestellungen, um über die Runden zu kommen. Es ist nicht toll, aber besser als nichts.“
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„Die Leute denken immer, dass es eine einfache Lösung wäre, sich etwas Besseres zu suchen. Aber wie soll das funktionieren, wenn man all seine Energie einsetzen muss, um überhaupt am Leben zu bleiben? Da bleibt praktisch nichts übrig, um sich da rauszuboxen.“
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- „Irgendwohin …“ (Du schließt die Augen.) „Wo es nicht so traurig ist.“
- „Ach, natürlich – warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen?“ Sie verdreht die Augen. „Hören Sie, ich muss meine Kinder ernähren, und auch wenn ich eine Veränderung gebrauchen könnte, brauche ich … brauchen sie vor allem Beständigkeit.“
- „An einen Ort, wo es mehr Möglichkeiten gibt. Egal, wo er ist.“
Horden wilder, obdachloser Menschen durchstreifen das Land, Nomaden auf einer endlosen Ebene in einer dystopischen Welt, in der Tara die einzig gültige Währung ist … und in der man sich gegenseitig frisst, um am Leben zu bleiben.
„Ich will mich nicht über mein Leben in Armut beschweren. Hier haben wir’s warm und genug zu essen und …“ Sie lächelt zaghaft und entfernt Algen aus dem Netz. „Ich weiß auch nicht, irgendwas hat dieses Drecksloch.“
Vom Meer weht plötzlich ein kalter Wind herüber. Die Wellen schwellen an und ebben ab, und um dich herum holt das Fischerdorf langsam, aber gleichmäßig Luft … Seine vielen Holzgebäude sind nach bitteren Jahren der Salz- und Sturmeinwirkung abgenutzt.
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„Genau.“ Sie versucht zu lächeln und greift in ihr Netz. „Ich will mich nicht über mein Leben in Armut beschweren. Wir kommen schon klar. Wir sind hier hart im Nehmen.“
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Sie möchte sich beschweren. Sehr gerne sogar. Aber sie kann und wird es nicht tun. Sie ist so weit gekommen, weil sie ‚hart im Nehmen ist‘, und das kann sie nicht aufgeben.
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„Ach, natürlich – warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen?“ Sie verdreht die Augen. „Hören Sie, ich muss meine Kinder ernähren, und auch wenn ich eine Veränderung gebrauchen könnte, brauche ich … brauchen sie vor allem Beständigkeit.“
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„Ja …“ Sie lächelt und schüttelt langsam den Kopf. „Das sage ich mir jeden Morgen.“
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„Tja, dann muss die BMR auf die nächste warten, weil ein paar Leute von der Armee vorbeigekommen sind, sie raus in die Bucht gebracht und sie dann in die Luft gejagt haben.“ Sie spuckt über das Geländer. „Für so ein riesiges Ding mit Zacken war die Explosion verhältnismäßig klein.“
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„Holz. Glasscherben. Ab und zu sehen wir Leichen und Kadaver – von Menschen, Tieren, Fischen und anderen ungewöhnlichen Meereskreaturen. Einmal wurde eine Mine angespült …“
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„Flaschen. Und Drogen. Überhaupt Fracht.“ Sie sieht zum Strand hinüber. „Aber meistens ist es nur Holz und Glas.“
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„Ich habe nichts dagegen.“ Sie streicht ihre Haare zur Seite und wartet darauf, dass du etwas sagst.
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„Ich verkaufe meinen Fang an die Leute in Delta, wo er in ihren piekfeinen Restaurants serviert wird. Authentische insulindische Küche.“
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„Mal sehen.“ Sie neigt ihren Kopf leicht zur Seite. „Wen suchen Sie denn?“
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„Ach ja?“ Ihre Augen huschen über das Papier. „Hmm … Hier steht, wenn ich unterschreibe, erkläre ich mich bereit, mit dem Baulärm zu leben. Was genau baut die Gewerkschaft denn?“
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„Wie schon gesagt, hat Evrart vor, einen Teil des Dorfes in ein Jugendzentrum zu verwandeln.“
„Was für eine schöne Idee. Das hätte ich nicht gedacht …“ Sie beendet den Satz nicht.
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„Wenn Sie das sagen.“ Sie zupft an ihrem Netz. „Wahrscheinlich ist es besser so. Ich meine, wer mag schon Baulärm?“
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„Dass Evrart und die Gewerkschaft jemals schöne Pläne für etwas haben. Ich dachte, ihnen wären nur ihre eigenen Interessen wichtig.“ Sie schüttelt den Kopf. „Tja, Gewerkschaftsmitglieder haben wohl auch Kinder.“
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… Und diese Mitglieder haben eine Stimme, wenn der Vorsitz der Ortsgruppe gewählt wird.
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„Ich nehme an, dass das Ihr Boot ist?“ (Du zeigst auf das umgedrehte Boot.)
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„Genau. Ich nenne es die Sonne. Gestern habe ich es gerade frisch geteert. Es wird etwas dauern, bis der Teer getrocknet ist. Vorausgesetzt, dass wir weiterhin sonnige Tage haben.“
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„Ja.“ Sie betrachtet die Regenkreise auf dem Wasser. „Sonnige Tage. Haben Sie damit ein Problem?“
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„Gut. Es wäre nämlich schlecht gewesen, wenn es kein sonniger Tag gewesen wäre. Schlecht für das Boot. Schlecht für die Netze. Schlecht für die Kinder.“
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Einen Augenblick lang herrscht Schweigen. Sie betrachtet den Regen, der am gelben Bauch des Bootes herunterläuft.
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- Einen Augenblick lang herrscht Schweigen. Sie betrachtet den Regenschneematsch auf dem gelben Bauch des Bootes.
- Einen Augenblick lang herrscht Schweigen. Sie betrachtet den Regen, der am gelben Bauch des Bootes herunterläuft.
- Einen Augenblick lang herrscht Schweigen. Sie betrachtet den Schneematsch auf dem gelben Bauch des Bootes.
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„Was glauben Sie, wann es bereit sein wird? Wir müssen vielleicht etwas auf einer der Inseln überprüfen. Den Ausgangspunkt eines Schusses.“
„Was glauben Sie, wann es bereit sein wird? Ich muss vielleicht etwas auf einer der Inseln überprüfen. Den Ausgangspunkt eines Schusses.“
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„Rechtzeitig“, antwortet sie mit einem Nicken und fährt fort: „Wenn die Gezeiten sich ändern und der Wind abflaut, wird es bereit sein.“
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„Ein Schuss, hm?“ Sie nickt dir kurz zu und antwortet: „Das Boot wird bereit sein, wenn die Gezeiten sich ändern und der Wind abflaut. Das Wetter hört nicht auf Befehle, Officer.“
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Wellen spülen über den Sand. Weit draußen bewegt sich ein Boot über das spiegelglatte Meer. Nur ein Passagier ist an Bord. In weiter Ferne eine schnelle Schaluppe. Weiße Segel.