Gespräch · Joyce Messier
Sprecher · 28
Joyce Messier
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Wann
„Ich glaube nicht, dass Ihr Kollege darüber erfreut wäre – er hat sich während dieser ganzen … Übung bereits überaus geduldig gezeigt.“
„Fahren wir mit etwas anderem fort, in Ordnung?“ Sie lehnt sich gegen die Reling. „Sie können mich nach allem anderen fragen, was die Welt zu bieten hat. Nach allem.“
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„Das ist eine neurologische Störung, die durch Vitamin-B-Mangel im Gehirn ausgelöst wird. Zu den Symptomen zählt auch die retrograde Amnesie. Das ist … etwas ziemlich Ernstes – Sie sollten sich untersuchen lassen.“
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Kurz, kalt und bündig überbringt sie die Botschaft und versucht, nicht zu viel Gefühl in den Gesundheitszustand dieses dem Untergang geweihten Detectives zu investieren.
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Für den Fall, dass er später eine Talfahrt hinlegt und das ganze Portfolio versaut.
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„Nicht nur für mich, Detective. Ganz Martinaise hat seine Jetons auf Ihren Erfolg gesetzt. Ich bete dafür, dass wir alle unsere Wetten weise platziert haben.“
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„Na ja, sie wird entweder durch bariatrische Eingriffe verursacht – oder durch langjährigen Alkoholkonsum.“
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Um es auf den Punkt zu bringen: Dieser Realitätsquatsch ist ätzend. Verschwinde von hier, schnapp dir eine Flasche und schütte dir ihren Inhalt die Kehle runter.
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Ja, und benutze deine lustige Krawatte, um dich mittels autoerotischer Atemkontrolle zu erregen. Irgendwo in der Öffentlichkeit!
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Moment, Moment, es scheint keine Alternativen zu diesem Realitätsquatsch zu geben. Es ist vermutlich nicht in deinem Interesse, aus ihm zu verschwinden.
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„Natürlich“, sagt sie, offensichtlich wenig überrascht. „Na, ich bin hier, falls Sie mich brauchen.“
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Sie starrt dich an, den Kopf zur Seite geneigt. Ihr Gesichtsausdruck verrät leichte Sorge.
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„Ich habe gerade keine Zeit für weitere Fragen – die Welt der Kunst ruft. Ein performatives Experiment. Sie würden es nicht verstehen.“ [Ende.]
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„Ernsthaft, ich will wissen, was Sie sind.“
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„Hören Sie auf, meiner Frage auszuweichen – was sind Sie?“
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„Ich bin das größte Übel von allen“, sagt sie und zeigt plötzlich ihre Zähne. „Eine Verräterin, die Nationen und Säuglinge frisst …“
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„Ja“, sagt sie und nickt langsam. „Ich bin die Schattenkreatur aus dem verbotenen Sumpf. Ich habe den König vor eine Dreckskarre gestoßen und die Revolution verraten. Menschen wie ich haben die Nation an Finanzkolonisten preisgegeben …“
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„Vielleicht hielten Sie uns für ausgestorben. Schließlich bezeichnet sich kein Mensch, der bei Trost ist, noch als ultra. Jedenfalls nicht am helllichten Tag.“ Sie sieht dir in die Augen. „Verraten Sie mir etwas – stößt meine Enthüllung Sie ab?“
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„Ich merke, dass Sie uns für ausgestorben gehalten hatten. Schließlich bezeichnet sich kein Mensch, der bei Trost ist, noch als ultraliberal. Jedenfalls nicht am helllichten Tag.“ Sie sieht dir in die Augen. „Sie sind ein Linker, oder? Verraten Sie mir etwas – stößt meine Enthüllung Sie ab?“
„Ich merke, dass Sie uns für ausgestorben gehalten hatten. Schließlich bezeichnet sich kein Mensch, der bei Trost ist, noch als ultraliberal. Jedenfalls nicht am helllichten Tag.“ Sie sieht dir in die Augen. „Ihr Herz schlägt für Revachol, Sie sind ein waschechter Nationalist, oder? Verraten Sie mir etwas – stößt meine Enthüllung Sie ab?“
„Ich merke, dass Sie gedacht hatten, wir seien alle ausgestorben. Schließlich bezeichnet sich kein Mensch, der bei Trost ist, noch so. Jedenfalls nicht am helllichten Tag.“ Sie sieht dir in die Augen. „Ich finde, wir unterscheiden uns gar nicht so sehr voneinander, wissen Sie …? Verraten Sie mir etwas – mache ich Ihnen jetzt, nach meiner Enthüllung, Angst?“
„Ich merke, dass Sie uns für ausgestorben gehalten hatten. Schließlich bezeichnet sich kein Mensch, der bei Trost ist, noch als ultraliberal. Jedenfalls nicht am helllichten Tag.“ Sie sieht dir in die Augen. „Im Herzen sind Sie ein Mann der Mitte, ein echter Moralist, oder? Verraten Sie mir etwas – mache ich Ihnen jetzt, nach meiner Enthüllung, Angst?“
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In ihren grünen Augen liegt eine Mischung aus Wahrheit und Selbstsatire. Jahrzehnte voller Schuld und Stolz.
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- „Sind Sie liberalisiert genug, um Ihre Heimat Finanzkolonisten auf einem Silbertablett zu präsentieren?“ Sie sieht dir in die Augen. „Nein, ich glaube nicht. Verraten Sie mir etwas – mache ich Ihnen jetzt, nach meiner Enthüllung, Angst?“
- „Vielleicht hielten Sie uns für ausgestorben. Schließlich bezeichnet sich kein Mensch, der bei Trost ist, noch als ultra. Jedenfalls nicht am helllichten Tag.“ Sie sieht dir in die Augen. „Verraten Sie mir etwas – stößt meine Enthüllung Sie ab?“
- „Wir haben die Nation Finanzkolonisten preisgegeben. Kein Mensch, der bei Trost ist, bezeichnet sich noch als ultra. Jedenfalls nicht am helllichten Tag.“ Sie sieht dir in die Augen. „Verraten Sie mir etwas – stößt meine Enthüllung Sie ab?“
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„Ein Deubel“, sagt sie und fährt mit Betonung fort: „… der, bezaubernd und voller Tycke, sich einschleychet in die Haeuser der Gottesfyrchtigen …“
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Das ist der Ubi-Sunt-Dialekt. Du kennst das Zitat irgendwoher. Aus einem Theaterstück aus dem Franconegrinischen Jahrhundert …
Unter ihrem wasserfesten Regenmantel und ihrer Seidenbluse steckt ein mit Numb 12 benetzter Körper. Schlagartig und unmittelbar wird dir das bewusst.
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- Unter ihrem wasserfesten Regenmantel und ihrer Seidenbluse steckt ein mit Numb 12 benetzter Körper. Schlagartig und unmittelbar wird dir das bewusst.
- „Oh, Sie wissen mehr, als Sie durchblicken lassen …“ Sie bedenkt dich mit einem zurückhaltenden, schmalen Lächeln. „Sie sind der philosophische Ermittler vom 41. Revier.“
„… stehlen, töten und zerstören?“, kontert sie peitschend schnell. „Man sagt, dass wir das schon seit über vierzig Jahren machen. Vielleicht ist es zu bedauern, dass ich das in diesem Jahrhundert bereits zur Genüge getan habe …“
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„Auf jeden Fall bin ich froh, dass wir trotz meines schuppigen Körpers weiterhin kollegialen Umgang pflegen können. Und trotz meines perversen Bedürfnisses, Königreich und Revolution zu unterwandern und zu verraten.“
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- „Ich fürchte, Sie werden feststellen, dass alle Frauen Teufelsweiber sind, Detective. Sie unterscheiden sich nur in ästhetischer Hinsicht voneinander.“
- „Ich hoffe, wir schaffen es trotz meines schuppigen Körpers, weiterhin freundschaftlichen Umgang zu pflegen. Und trotz der verräterischen Taten, die mein Volk gegen den Suzerän und die Kommune begangen hat.“
- „Auf jeden Fall bin ich froh, dass wir trotz meines schuppigen Körpers weiterhin kollegialen Umgang pflegen können. Und trotz meines perversen Bedürfnisses, Königreich und Revolution zu unterwandern und zu verraten.“
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„Ehrlich gesagt …“, sie hält kurz inne. „Vielleicht hätte ich einen Sieg der Kommunarden sogar bevorzugt. Wer weiß? Vielleicht hätten sie wirklich etwas Besseres geschaffen. Haben sie aber nicht, weil sie verloren haben.“
„Als sich der Staub legte, war außer den Liberalen niemand mehr da, der die Sauerei hätte aufräumen können. Der Umstand, dass sie überlebt hatten, bescherte ihnen gewaltige Macht, die Zukunft zu formen …“ Sie wendet ihren Blick dem Delta zu. „Mehr hat unsere letzte Generation nicht bewerkstelligt.“
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„Nicht ist je abgemacht. Alles welkt eines Tages dahin …“ Sie schließt ihre Augen. „Wie die Liebe, wenn man den Glauben an eine Beziehung verloren hat. Wollen wir uns jetzt wieder der Realität widmen?“