Gespräch · Kim Kitsuragi
Sprecher · 27
Wann
„Ich mache diese Arbeit seit zehn Jahren. Ich habe das schon mal gesehen. Es war wie beim Szenario vom Politiker im Motelzimmer mit der toten Nutte – nur umgekehrt.“
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„Du hast gerade Sendepause, Shanky.“ Er deutet auf ihn. „Du bleibst auf der Bank – und du, Angus, bleibst auch schön entspannt.“ Er wendet sich wieder dir zu.
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Das ist dem Dicken, der immer noch röchelt, ganz recht. Selbst wenn er wollte, könnte er nicht sprechen.
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„Wir sind nach oben gegangen. Der Söldner war mausetot. Und im Fenster war ein Einschussloch. Scheiße …“ Er kratzt sich am Kinn. „Überall dreckige Laken und Flaschen.“
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„Sie haben die Leiche gehängt, um die wahre Todesursache zu vertuschen. Was war die Ursache?“
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„Wir wissen es nicht genau. Wahrscheinlich eine Kugel. Die Wunde war schwer zu erkennen.“
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„Warum wir es vertuscht haben?“
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Der Rechtsmediziner und sein Assistent sind ganz in Blau gehüllt: blaue Handschuhe über den Händen, blaue Masken über den Mündern, blaue Schürzen über den Körpern. Der Rechtsmediziner wischt sich über die Stirn; das Skalpell immer noch in der Hand. „Beleuchtung. Leuchten Sie in seinen Mund“, weist er seinen Assistenten an. Der Rechtsmediziner geht in die Hocke, um besser sehen zu können, als das Licht die Dunkelheit im Inneren erhellt. „Tja, Scheiße. Kann ihnen nicht vorwerfen, das übersehen zu haben. Holen Sie die Säge, Alan. Das wird ein Spaß.“
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Da war also doch eine Wunde. Du solltest noch einmal nach ihr suchen, bevor du die Leiche wegschickst.
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Wenigstens weißt du jetzt, wonach du suchen musst – wenn du endlich dazu kommst, die Leichenschau durchzuführen.
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„Sie haben eine Leiche gehängt, um die wahre Todesursache zu vertuschen – die Kugel im Kopf des Toten.“
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- „Ja, ich habe Ihnen doch gesagt, dass mehr an ihr dran ist, als sie vorgibt. Dass sie eine Spezialausbildung bekommen hat – wegen irgendwas Dubiosem.“
- „Sie hat mir erzählt, dass Leute hinter ihr her waren – aus Oranje. Mehr konnte ich nicht aus ihr rausbekommen.“
- „Mir ist nichts aufgefallen. Von welcher Art von Scheiße reden wir hier?“
„Ja, ich habe Ihnen doch gesagt, dass mehr an ihr dran ist, als sie vorgibt. Dass sie eine Spezialausbildung bekommen hat – wegen irgendwas Dubiosem.“
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„Ach, Sie meinen so eine Art von Ausbildung – wie eine Spionin?“ Er kratzt sich am Kinn. „Gut möglich. Es muss wohl so sein, wenn man sich die Leute anschaut, die hinter ihr her sind.“
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- „Ja – mehr sagt sie nicht. Sie ist am Arsch, wenn sie auf dem Polizeiradar auftaucht.“
- „Von der Muss-mich-unter-dem-Radar-der-Polizei-bewegen-Art. Leute sind hinter ihr her. Aus der Alten Alten Welt – wo sie herkommt.“
- „Ach, Sie meinen so eine Art von Ausbildung – wie eine Spionin?“ Er kratzt sich am Kinn. „Gut möglich. Es muss wohl so sein, wenn man sich die Leute anschaut, die hinter ihr her sind.“
„Mächtige Leute.“ Er blickt zum Fenster hinaus. „Stehen mit der Moralintern in Verbindung. Sie hat offensichtlich Angst um ihr Leben. Sagt, wenn sie in Ihren Systemen auftaucht, lassen Sie sie verschwinden.“
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„Aus welchem Grund?“ Er zuckt mit den Schultern. „Na ja, wir beherbergen hier alle möglichen Ausreißer und Verlierer. Typisch Martinaise.“
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„Aus welchem Grund?“ Er sieht dir in die Augen. „Na ja, wir beherbergen hier alle möglichen Ausreißer und Verlierer. Typisch Martinaise.“
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„Sie hat mir erzählt, dass Leute hinter ihr her waren – aus Oranje. Mehr konnte ich nicht aus ihr rausbekommen.“
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„Von der Muss-mich-unter-dem-Radar-der-Polizei-bewegen-Art. Leute sind hinter ihr her. Aus der Alten Alten Welt – wo sie herkommt.“
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„Noch keine. Nur ein paar Ideen. Sie hat gesagt, dass der Schuss von draußen kam, irgendwo von hinter dem Fenster. Das ist schon mal ein Hinweis.“
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„Ich meine, dass jemand von der Vergangenheit eingeholt wurde. Entweder von ihrer oder von seiner.“
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„Ich meine die Leute, die hinter Klaasje her sind. Vielleicht hat der Schuss sein Ziel verfehlt. Vielleicht war er für sie bestimmt.“
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„Ja, einer seiner Söldnerkumpel könnte es gewesen sein. Die haben Waffen, die richtige Ausbildung und bestimmt viel böses Blut angesammelt. Es könnte aber auch jemand anderes von Krenel gewesen sein …“ Er macht eine Denkpause.
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„Ich sage Ihnen, was ich machen würde: die Küste nach Aussichtspunkten absuchen. Vielleicht einen Kumpel kontaktieren, der sich mit Ballistik auskennt – so würde ich vorgehen. Wenn ich nicht damit beschäftigt wäre, diesen Clowntanz mit Ihnen zu veranstalten.“
Er ist jetzt gelassen. Hat die ganze Unruhe beiseitegelegt und ist wieder er selbst.
Diese Theorien – nicht schlecht. Ich halte sie beide für Unsinn, aber dennoch: Dieser Typ ist nicht so dumm, wie er aussieht.
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„Sie hat das, was man eine bewegte Vergangenheit nennt. Der Schuss könnte sein Ziel verfehlt haben. Könnte für sie bestimmt gewesen sein.“
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„Ja, klar. Sie brauchen meine Tipps nicht. Sie machen ausgezeichnete Arbeit auf eigene Faust.“ Er schüttelt den Kopf.
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„Wer ist Tibbs – der achte Hardie?“
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„Näh, er ist mein Bruder. Er bestreitet mit dem Austauschen von Fenstern seinen Lebensunterhalt.“
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Hundertpro, ihr Vater heißt Atticus Hardie – Lucretia Hardie wäre dann ihre Schwester. Ach, egal.
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Jetzt ist er gerade dankbar, dass er seinen Bruder nicht in den Schlamassel reingezogen hat.
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Titus überzeugen, dass er manipuliert wird? Mittlerweile solltest du wissen, dass Titus Hardie nie ins Wanken gerät.
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Titus überzeugen, dass er manipuliert wird? Schlechte Idee. Sie zu erwähnen, wird zu nichts Gutem führen. Mittlerweile solltest du wissen, dass Titus nie ins Wanken gerät.