Der Anblick von Einschusslöchern löst irgendetwas in dir aus, so dass du den Nachnamen des Lieutenants vergisst.
Psyche
Vor Gedankeneffekten; weitere Dialogbedingungen können gelten.
620 · Stimmen und Dialoge
Der Anblick von Einschusslöchern löst irgendetwas in dir aus, so dass du den Nachnamen des Lieutenants vergisst.
Die Spuren sind zu verwittert, um irgendwelche kriminaltechnischen Schlüsse zu ziehen. Es sind bloß Löcher im Sandstein.
An einem ganz anderen Ort sitzt eine korpulente Frau in einem Flechtstuhl. Ihre Silhouette zeichnet sich wie eine Kugel vor dem Fenster ab. Draußen: Grand Couron. Sergeant Mack Torsons Tag wendet sich gerade zum Schlechten. Mit ausgestreckter Hand nähert er sich ihr. Vor allem, um sicherzustellen, dass sie wirklich tot ist …
… und so wurden heute in ganz Jamrock, in Coal City und im IHGR zweiundvierzig verstorbene Personen entdeckt – macht zweiundvierzig Stationen des Atems.
Der Lieutenant vom 57. Revier denkt sich: Bitte reiß dich zusammen.
Das ist nicht gut. Es ist außerordentlich wichtig, dass Polizisten einander vertrauen. Wenn du eure Beziehung nicht verbesserst, könnte das später Folgen haben …
Irgendwo schreibt Lieutenant Kitsuragi einen Bericht. Dir wird klar, dass er bei dieser Sache anwesend sein sollte. Du musst später wiederkommen.
Irgendwo im Norden Jamrocks legt Lieutenant Nick Feuerbach in einem kleinen Holzschuppen hinter der Rosenkrantz Row einer kleinen Leiche, die nicht größer als ein Affe ist, seine Hand auf die Brust. Draußen fällt leichter Nieselregen. Im Schuppen herrscht Dunkelheit.
Du stehst mit dem geöffneten Fallbuch da wie ein einsamer Idiot und begreifst, dass du keine Ahnung hast, wie du ohne den Lieutenant, der sich da draußen um eine unglaublich ernste Angelegenheit kümmert, eine Autopsie durchführen sollst.
Und das 41. Revier mit dem Leuchten seiner Schreibtischlampen, dem Klicken der Kaffeetassen, den Wolken aus Zigarettenqualm und dem klingelnden Telefon … Deine Jugend. Noch kannst du zurückkehren.
Sie denkt sich: Er hat nicht getrunken. Vielleicht ist es dieses Mal …
Ob er zum Revier passt? Ob er verrückt genug ist? Ob er den Stress aushalten würde? Er weiß nicht, wie er den Satz beenden soll.
Vielleicht war es eine stillschweigende Abmachung zwischen dir und dem Nachwuchspolizisten?
Sie reden über Veränderungen. Über die Stadt. Über die angespannte Lage in den Straßen. Sie reden über die Ereignisse im April und die blutgetränkten Straßen im Mai.
Ein niedriges Haus, um das der Wind pfeift – ohne dich. Der Verkehr rauscht vorbei …
Es steckt noch mehr dahinter. Er kann einfach nicht. Ein letztes Mal …
Irgendwo unter dem gewölbten Dach einer ehemaligen Seidenmanufaktur, die die Form eines Marienkäfers mit zwei Schornsteinen hat, sitzt Polizeicaptain Ptolemy Price hinter einem schweren Holzschreibtisch. Der Mediziner des Reviers, Nix Gottlieb, schenkt ihm Kaffee ein. Es ist still im Büro des Captains …