„Politik macht süchtig. Und ist gefährlich. Und zudem irrelevant für polizeiliche Ermittlungen. Es ist richtig, dass Sie dem Impuls kritisch gegenüberstehen. Er könnte sich für unseren Auftrag hier als nachteilig erweisen.“
Gespräch · Kim Kitsuragi
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Wann
„Aufgrund meines mangelhaften Vorwissens bin ich mir nicht sicher, welche der beiden Seiten zu Schweinefutter verarbeitet werden sollte. Diese Überlegung muss in mir gären. Und … Nationalismus.“
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Du hast das Gefühl, dass das Ganze nicht so einfach ist, wie der Lieutenant vorgibt, aber dein Verstand ist gerade viel zu angeschlagen, als dass du die Komplexität dieser Frage begreifen könntest. Vielleicht könntest du es erneut versuchen, wenn du mehr Fakten dazu hast?
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Er ist froh und überrascht, dass er es mit einem Polizisten zu tun hat, der das Unspektakuläre zu schätzen weiß.
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„Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie ein Kreuzworträtsel angefangen haben, ein paar Ihrer Antworten aber nicht ganz zu passen scheinen? Aus irgendeinem Grund habe ich gerade dieses Gefühl …“
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„Ach, richtig. Ihr Problem. Schon gut. Ich wollte damit nur sagen, dass wir es mit einem Rätsel zu tun haben, zu dem uns noch einige Teile fehlen.“
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„Leider wird es sich doch noch zu einem ziemlich komplexen Rätsel entwickeln …“ Der Lieutenant nickt.
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„Hmm, vielleicht sind Sie ein besserer Kreuzworträtsler als ich. Ich wollte damit nur sagen, dass wir es mit einem Rätsel zu tun haben, zu dem uns noch einige Teile fehlen.“
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Schau dich doch an. Weil du ein Versager bist. Sie haben dich geschickt, um das 57. Revier zu kränken.
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Denk doch mal darüber nach. Du bist ein aggressiver Alkoholiker, der mit dreitägiger Verspätung zur Arbeit aufgetaucht ist, und zwar in Discokluft mit Pissflecken. Du wurdest nicht hergeschickt, um zu glänzen.
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Denk doch mal darüber nach. Du bist ein aggressiver Alkoholiker, der mit dreitägiger Verspätung zur Arbeit aufgetaucht ist und mit seiner Krawatte diskutiert. Du wurdest nicht hergeschickt, um zu glänzen.
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„Kim, und wenn mein Revier mir diesen Fall gegeben hat, weil ich ein Versager bin? Quasi als … Scherz?“
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„Das wäre unglaublich daneben und obendrein unprofessionell … Außerdem halte ich es für eher unwahrscheinlich.“
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„Ich habe die alten Akten durchforstet. Dieser Disput um die Zuständigkeit – wer Martinaise polizeilich zu überwachen hat – hat in den Dreißigern begonnen. Er ist so alt wie mein Revier. Und die ganze Zeit über konnten wir nicht entscheiden, wer Martinaise bekommt? Also ja, ich glaube, dass beide Reviere lieber den Sieg davontragen würden.“
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- „Ich habe die alten Akten durchforstet. Dieser Disput um die Zuständigkeit – wer Martinaise polizeilich zu überwachen hat – hat in den Dreißigern begonnen. Er ist so alt wie mein Revier. Und die ganze Zeit über konnten wir nicht entscheiden, wer Martinaise bekommt? Also ja, ich glaube, dass beide Reviere lieber den Sieg davontragen würden.“
- „Ich bin überhaupt nicht der Beste.“
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„Sicher? Nein. Aber Sie sind alt. Sie haben es bis hierher geschafft. Irgendetwas hat Sie angetrieben. Wir haben gerade erst angefangen zusammenzuarbeiten, also weiß ich noch nicht, was es ist. Aber es muss etwas geben.“
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„Also nein, ich glaube nicht, dass man Sie als Scherz hergeschickt hat. Und selbst wenn es so war, werden die sich noch wundern.“
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- „Sicher? Nein. Aber Sie sind alt. Sie haben es bis hierher geschafft. Irgendetwas hat Sie angetrieben. Wir haben gerade erst angefangen zusammenzuarbeiten, also weiß ich noch nicht, was es ist. Aber es muss etwas geben.“
- „Sicher? Nein. Aber Sie sind alt. Sie haben es bis hierher geschafft. Irgendetwas hat Sie angetrieben. Wir haben noch nicht zusammengearbeitet, also weiß ich nicht, was es ist. Aber es muss etwas geben.“
Er hat recht. Du hast keine hieb- und stichfesten Theorien, es ist nur Paranoia. Du hast darüber nachgedacht, und jetzt genug damit.
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„Sicher? Nein. Aber Sie sind alt. Sie haben es bis hierher geschafft. Irgendetwas hat Sie angetrieben. Wir haben noch nicht zusammengearbeitet, also weiß ich nicht, was es ist. Aber es muss etwas geben.“
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„Ich glaube, so genau kann ich das nicht sagen. Ich halte es aber für eher unwahrscheinlich.“
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Egal, was sie sich dabei gedacht haben – es steht nirgendwo geschrieben, dass du ihren Erwartungen entsprechen musst.
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Du nutzt, was von deinem frontalen Cortex noch übrig ist, aber du erhältst keine triftigen Erklärungen …
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Wenn du so hochqualifiziert bist, warum kannst du dich dann nicht daran erinnern, warum man dich geschickt hat? Wie dem auch sei – lass den Lieutenant nicht warten.
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„Ehrlich gesagt sind Sie gerade verwirrt, Detective. Ich kann Sie ohne ständige Aufsicht nicht weitermachen lassen. Unter normalen Umständen wäre es sogar meine Pflicht, Sie zu melden. Betrachten Sie es als Beweis der Gutwilligkeit zwischen unseren beiden Revieren, dass ich bisher darauf verzichtet habe.“
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Der Lieutenant hält dich für ein unverantwortliches Wrack, das ständig beaufsichtigt werden muss, aber du musst nicht auf ihn hören. Du kannst dich ihm widersetzen.
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- Ach, du bist also ein unverantwortliches Wrack, das beaufsichtigt werden muss? Dieses Autoritätsgehabe musst du dir nicht bieten lassen. Du kannst dich ihm widersetzen!
- Der Lieutenant hält dich für ein unverantwortliches Wrack, das ständig beaufsichtigt werden muss, aber du musst nicht auf ihn hören. Du kannst dich ihm widersetzen.
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- Die BMR, die ‚Bürgermiliz Revachol‘, ist die Polizei, zu der ihr beide gehört. Als selbstorganisiertes Friedenskorps der besetzten Stadt Revachol agiert die BMR in einer rechtlichen Grauzone. Allerdings wird ihre Autorität selten in Frage gestellt. Wäre es nicht peinlich, wenn du das nicht wüsstest?
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„Zeit für Sie?“ Der Lieutenant überlegt einen Moment. „Es geht hier um polizeiliche Ermittlungen, nicht um persönliche Selbstfindung. Ihre Abende stehen Ihnen weiterhin frei zur Verfügung.“
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„Bitte tun Sie das“, sagt er. „Wir wollen ja nicht, dass sich Ihre Lebensweise auf die Ermittlungen auswirkt.“
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Der Lieutenant ist sich ziemlich sicher, dass Selbstfürsorge nur ein Euphemismus für nihilistisches Komasaufen ist.
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„Wenn ich es mir recht überlege, brauche ich vielleicht doch jemanden, der mir ab und zu meinen Stil verhunzt …“
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Er nickt. „Stimmt wohl. Es ist wichtig, dass der Stil nicht zu sehr von der Arbeit ablenkt.“
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Der Lieutenant ist sich ziemlich sicher, dass Stil nur ein Euphemismus für nihilistisches Komasaufen ist.