Gespräch · René Arnoux
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Wann
René hat dir seine Kriegsgeschichte erzählt. Jetzt beeindruckst du ihn mit deinen Heldentaten.
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„Für Sie gibt es hier nichts zu verstehen“, platzt es aus ihm heraus. „Sie untersuchen schließlich nicht ihren Tod.“
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„91 auf dem Straßenfest von Revachol im Bezirk Faubourg.“ Er blickt aufs Meer hinaus. „Dort wurde eine Parade aus Anlass von Guillaume le Lions Namenstag abgehalten. Und die Karabiniers marschierten an der Spitze mit.“
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„Es war der glücklichste Tag meines Lebens.“ Er sagt es auf solch eine endgültige Art und Weise, dass jeder Zweifel ausgeschlossen ist.
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„Nicht das schon wieder …“ Du hörst, wie der Lieutenant die Worte in sich hineinmurmelt.
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„Keineswegs.“ Seine Stimme ist rau. „Sie starb im Alter von neunundsiebzig Jahren an einer Lungenentzündung, in ihrem Bett. Es war äußerst … gewöhnlich.“
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„Ich war zweiundzwanzig Jahre alt, als ich von König Guillaumes Ikeira-Operation im Süden heimkehrte und meinen Schatz in den Armen dieses Halunken wiederfand …“
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„Die Ikeira-Operation“ war ein siebenjähriger Feldzug, in dem Suzerän Guillaumes Armee die Völker des südöstlichen Teils von Le Petit Continent – auch bekannt als die Ikeira-Stämme – gewaltsam unter dem Banner Revachols vereinte.
Er wirft Gaston einen hasserfüllten Blick zu. „Ich habe sie zwar zurückerobert, hatte aber mit gewissen Schwierigkeiten zu kämpfen …“
„Du warst wie eine schwarze Wolke, die aus jedem Lebewesen in ihrer Nähe die Freude sog, und du …“ Er sieht dich kurz an. „Du … tatest ihr weh.“
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„Ich … Äh … Ich …“ Er blickt hinunter auf seine Stiefel und bewegt seine Lippen, ist jedoch nicht zu verstehen.
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„Diese Tage und Erinnerungen liegen hinter uns.“ Er nickt und sieht René mit etwas an, das Mitgefühl ähnelt.
Der alte Soldat schweigt, aber als sein Blick kurz auf Gastons Gesicht fällt, sehen seine Augen irgendwie sonderbar aus.
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Der alte Veteran starrt die Kugelstoßkugel still an und sagt dann etwas zugeknöpft: „Was soll das sein? Wollen Sie uns auf den Arm nehmen? Damit kann man kein Pétanque spielen.“
„Immer mit der Ruhe. Kein Grund, wieder zornig zu werden, René. Der Officer hat sicherlich alles versucht. Es ist ja nicht so, als gäbe es hier in Martinaise einen Boulekiosk.“
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„Nichts Besseres, hm?“ Er begutachtet die Kugel. „Das ist nicht mal eine Boulekugel, aber … Na gut. Das war dann wohl Ihr Versuch, Ihr Rabaukentum wiedergutzumachen … Ihnen sei verziehen.“
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- „Es lässt sich wohl nicht ändern, was?“ Er nickt langsam, atmet scharf aus und nimmt die Kugel. „Na gut. Das war dann wohl Ihr Versuch, Ihr Rabaukentum wiedergutzumachen … Ihnen sei verziehen.“
- „Na schön.“ Er nimmt die Boulekugel. „Sie haben versucht, Ihren Fehler wiedergutzumachen. Das ist zumindest ein klitzekleines bisschen besser als nichts.“
- „Nichts Besseres, hm?“ Er begutachtet die Kugel. „Das ist nicht mal eine Boulekugel, aber … Na gut. Das war dann wohl Ihr Versuch, Ihr Rabaukentum wiedergutzumachen … Ihnen sei verziehen.“
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„Ein Versuch ist so viel wert wie das Ergebnis, zu dem er führt. Und das lautet in diesem Fall: fast nichts.“
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„Na schön.“ Er nimmt die Boulekugel. „Sie haben versucht, Ihren Fehler wiedergutzumachen. Das ist zumindest ein klitzekleines bisschen besser als nichts.“
„Es lässt sich wohl nicht ändern, was?“ Er nickt langsam, atmet scharf aus und nimmt die Kugel. „Na gut. Das war dann wohl Ihr Versuch, Ihr Rabaukentum wiedergutzumachen … Ihnen sei verziehen.“
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„Ja, die Gewerkschaft der Débardeure bezahlt mich, damit ich nachts Wache schiebe.“ Er sieht nach unten. „Allerdings nicht aus Gründen der politischen Gefolgschaft.“
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„Ich bin ein alter Mann, der nachts sowieso nur ein paar Stunden Schlaf bekommt, und … das Geld ist knapp“, fügt er mit einem leisen Seufzen hinzu.
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„Jaja. Wie schon gesagt …“ Er bringt es noch mal zur Sprache. „Ich wäre sowieso wach, also kann ich auch Ausschau halten. So bleiben meine Sinne geschärft.“
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„.Sie müssen doch in der Nacht des Mordes irgendetwas gesehen haben. Von Ihrer Kabine aus kann man den Hof überblicken.“
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„Ja, so ist es.“ Er nickt. „Leider habe ich in der betreffenden Nacht nicht gearbeitet. Seit letztem Montag habe ich zwei Wochen frei.“
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„Das ist eine Privatangelegenheit“, sagt er würdevoll. „Für Ihre Ermittlung nicht von Belang.“
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„Wissen Sie, Officer, René ist die Sorte Mann, die eher sterben würde, als zuzugeben, dass sie die Hilfe eines Arztes benötigt, oder – Gott bewahre – sie auch noch selbst in Anspruch nimmt. Ein wahrer Kerl. Er würde alles einfach aussitzen.“
„Mir geht es gut, verdammt noch mal! Kümmere dich um deinen eigenen Kram!“ Wegen des Wutanfalls greift er sich an die Brust. „Alles halb so wild, ich muss nur meinen Kaffeekonsum herunterfahren.“
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„Niemand. Die Kabine ist seit letztem Montag unbemannt.“ Plötzlich sieht er sehr alt und müde aus. „Es gibt keine anderen Wachen, nur mich.“
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„Ja.“ Er nickt, bevor er zögerlich weiterspricht. „Es … Es ist kein großes Problem. Ich meine …“
„Hören Sie, Officer …“, platzt sein Partner dazwischen. „Das Containerdepot braucht eigentlich keinen Wachmann. Vor René gab es auch nie einen. Herr Claire hat die Kabine nur für ihn errichtet. Sie dient größtenteils dekorativen Zwecken.“
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„Hören Sie, Officers …“, platzt sein Partner dazwischen. „Das Containerdepot braucht eigentlich keinen Wachmann. Vor René gab es auch nie einen. Herr Claire hat die Kabine nur für ihn errichtet. Sie dient größtenteils dekorativen Zwecken.“
„Allein die Möglichkeit, dass jemand im Häuschen sitzen könnte, reicht, um jegliche übelgesonnenen Leute zu entmutigen …“, versucht er zu argumentieren.
„Evrart hat diese Stelle für René geschaffen, weil er weiß, dass von der Ehrenrente der Königlichen Karabiniers und von PTBS kein Mensch leben kann. ‚Ein hochdekorierter Gefolgsmann des Königs, der Tara sammelt, lässt die ganze Nachbarschaft in schlechtem Licht dastehen‘ – seine Worte.“
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- „René sollte sich selbständig machen, die Gewinne investieren, ein paar Leute einstellen und immer weiter expandieren. Lohnarbeit ist eine Sackgasse.“
- „René ist jedoch nur einer. Wir brauchen ein Programm, das alle Senioren zurück in die Arbeitswelt bringt, das die Leute motiviert.“
- „Eine solche Abhängigkeit schwächt einen Menschen nur noch weiter. Fressen oder gefressen werden – dazwischen gibt es nichts.“
- „Es ist überhaupt nichts falsch daran, Tara zu sammeln. Ich mache das auch.“ (Du streckst die Taratüte stolz vor dich.)
- „Evrart hat es verstanden. Die Großen sorgen sich um die Kleinen, und alle ziehen an einem Strang – gefällt mir!“
„René sollte sich selbständig machen, die Gewinne investieren, ein paar Leute einstellen und immer weiter expandieren. Lohnarbeit ist eine Sackgasse.“
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„Ja, ja, ja“, bringt der Karabinier zornig hervor. „Können wir das Thema mit meiner Wachkabine jetzt abschließen?“
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- „René sollte sich selbständig machen, die Gewinne investieren, ein paar Leute einstellen und immer weiter expandieren. Lohnarbeit ist eine Sackgasse.“
- „Oh, ich wollte damit gar nichts Negatives andeuten“, sagt der heitere Mann wie aus der Pistole geschossen. „Ich mache das auch. Jeder macht es. Es ist ein großartiger Nebenverdienst.“