Gespräch · Joyce Messier
Sprecher · 26
Joyce Messier
Du
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Kim Kitsuragi
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„Natürlich nicht. Evrart ist unfassbar korrupt. Vermutlich fließt kein Blut durch seine Adern, sondern dickflüssiger, schmieriger Schleim.“
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Wenn du ihn mit etwas Spitzem stechen würdest, könntest du ihn heraussickern sehen. Was könntest du benutzen? Ein Messer, vielleicht? Nein – ein Rapier!
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- Wenn du ihn mit etwas Spitzem stechen würdest, könntest du ihn heraussickern sehen. Was könntest du benutzen? Ein Messer, vielleicht? Nein – ein Rapier!
- „Du liebe Zeit, nein! Wir kommen gut miteinander aus … Aber jetzt, wo Sie es erwähnt haben, geht mir dieser schwarze Sirup nicht mehr aus dem Kopf … Er tropft einfach an seinem Doppelkinn herunter …“ Sie spricht nicht weiter und lächelt.
„Er ist der korrupteste Mensch, den ich je gesehen habe. Und ich verdiene meinen Lebensunterhalt damit, mich mit Männern wie ihm auseinanderzusetzen. Wenn es jemanden gibt, der noch bestechlicher ist und noch hoffnungslosere Vetternwirtschaft betreibt, dann ist das sein Zwillingsbruder Edgar.“
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„Abgesehen vom Schielen sieht Edgar genauso aus wie sein Bruder. Er spricht auch genauso wie Evrart. Und wenn des einen Amtszeit als Gewerkschaftschef abläuft, übernimmt der andere seinen Posten.“
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„So umgehen Sie die Begrenzung der Amtszeit, verstehen Sie? Indem Sie einander einfach abwechseln. Gott allein weiß, wie viel von den Beiträgen ihrer Arbeiter sie als Gewerkschaftsbosse veruntreut haben.“
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- „Abgesehen vom Schielen sieht Edgar genauso aus wie sein Bruder. Er spricht auch genauso wie Evrart. Und wenn des einen Amtszeit als Gewerkschaftschef abläuft, übernimmt der andere seinen Posten.“
- „Ja. Abgesehen vom Schielen sieht Edgar genauso aus wie sein Bruder. Er spricht auch genauso wie Evrart. Und wenn des einen Amtszeit als Gewerkschaftschef abläuft, übernimmt der andere seinen Posten.“
„Früher war die Gewerkschaft der Débardeure eine vollkommen normale Vereinigung. Jedenfalls vor zwanzig Jahren. Unter der Notfallverordnung war ihre Gründung gewiss nicht einfach, aber sie ist trotzdem gelungen. Davor habe ich Respekt.“
„Gewerkschaftlich organisierte Arbeitnehmer vom Feinsten, wie man sagt. Dann passierte bei den Ortsgruppenwahlen etwas. Die Gebrüder Claire erschienen auf der Bildfläche und verwandelten die Organisation in eine … Wie sagt man?“ Sie zögert und sucht nach dem richtigen Ausdruck.
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„In eine Mafia,“ vervollständigt der Lieutenant kurz und bündig ihren Satz. „Die Débardeure sind ein Verbrechersyndikat. So traurig es sein mag: Wir müssen mit ihnen kooperieren.“
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„In eine Mafia,“ vervollständigt der Lieutenant kurz und bündig ihren Satz. „Die Débardeure sind ein Verbrechersyndikat. So traurig es sein mag: Ich fürchte, wir müssen mit ihnen kooperieren.“
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„Das war erfrischend ehrlich, Officer.“ Sie nickt. „In der Vergangenheit hat das Unternehmen versucht, den Frieden zu wahren, aber ich fürchte, dass unsere Zugeständnisse Evrart und seinen Bruder bloß ermutigt haben.“ Sie wendet sich an dich:
„Und was denken Sie, Detective? Wenn ich fragen darf. Wie Sie sehen, bin ich eine neugierige und gesprächige Person“, erklärt sie. „Was halten Sie von der Gewerkschaft der Débardeure?“
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„Oder eine Mafiabande.“ Sie nickt. „Leider kooperiert Wild Pines seit zwanzig Jahren mit einer Gruppe, bei der es sich im Endeffekt um ein Verbrechersyndikat handelt. Egal, wie viel man den Wolf füttert – er hat immer Hunger.“
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„Allerdings. Und dieser Blutegel ist hungrig.“ Sie nickt. „Leider kooperiert Wild Pines seit zwanzig Jahren mit einer Gruppe, bei der es sich im Endeffekt um ein Verbrechersyndikat handelt. Egal, wie viel man den Blutegel füttert – er hat immer Hunger.“
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- „Natürlich, Officer.“
- „Oder eine Mafiabande.“ Sie nickt. „Leider kooperiert Wild Pines seit zwanzig Jahren mit einer Gruppe, bei der es sich im Endeffekt um ein Verbrechersyndikat handelt. Egal, wie viel man den Wolf füttert – er hat immer Hunger.“
- „Vielen Dank für Ihre Ehrlichkeit.“ Sie nickt. „Leider kooperiert Wild Pines seit zwanzig Jahren mit einer Gruppe, bei der es sich im Endeffekt um ein Verbrechersyndikat handelt. Egal, wie viel man den Wolf füttert – er hat immer Hunger.“
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„Vielen Dank für Ihre Ehrlichkeit.“ Sie nickt. „Leider kooperiert Wild Pines seit zwanzig Jahren mit einer Gruppe, bei der es sich im Endeffekt um ein Verbrechersyndikat handelt. Egal, wie viel man den Wolf füttert – er hat immer Hunger.“
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- „Sie sind gute Arbeiter. Ein bisschen Korruption kann man ihnen nicht übelnehmen.“
- „Gestalten wie Evrart, der menschliche Blutegel, und Schädelmesser lassen diese Gewerkschaft wie einen zusammengewürfelten Haufen wirken. Ich bin dabei.“ (Du zwinkerst.)
- „Klingt für mich, als sei die Gewerkschaft auf ganzer Linie für Revachol. Ich bin auch auf ganzer Linie für Revachol. Zur Hölle mit dem Rest.“
- „Das Reden in ästhetischen Kategorien ist ein Privileg der herrschenden Klasse. Meinen persönlichen Beobachtungen zufolge versuchen die meisten Leute einfach nur, zu überleben.“
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„Ha!“ Sie wirft ihre Haare zurück. „Ein echter Linker. Was kann ich sonst noch für Sie tun?“
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- „Ha!“ Sie lacht schrill und laut auf. „Das sind Sie wohl, Officer. Auf ganzer Linie für Revachol. Aber genug über Evrart geredet – was kann ich sonst noch für Sie tun?“
- „Begriffen.“ Sie verstummt. Die Krähenfüße in ihren Augenwinkeln treten stärker hervor. Sie wirft einen Blick auf die Stadt hinter dir und schaut dann zur Küste. „Aber wir haben jetzt genug über Evrart gesprochen – wie kann ich Ihnen sonst noch helfen?“
- „Na ja …“ Sie blickt auf die Bucht hinaus und sucht nach den richtigen Worten. „Vermutlich kann man es auch so sehen – sie sind eine interessant zusammengesetzte, wenn auch niederträchtige Truppe. Aber genug über Evrart geredet – was kann ich sonst noch für Sie tun?“
- „Ha!“ Sie wirft ihre Haare zurück. „Ein echter Linker. Was kann ich sonst noch für Sie tun?“
„Gestalten wie Evrart, der menschliche Blutegel, und Schädelmesser lassen diese Gewerkschaft wie einen zusammengewürfelten Haufen wirken. Ich bin dabei.“ (Du zwinkerst.)
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„Na ja …“ Sie blickt auf die Bucht hinaus und sucht nach den richtigen Worten. „Vermutlich kann man es auch so sehen – sie sind eine interessant zusammengesetzte, wenn auch niederträchtige Truppe. Aber genug über Evrart geredet – was kann ich sonst noch für Sie tun?“
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„Klingt für mich, als sei die Gewerkschaft auf ganzer Linie für Revachol. Ich bin auch auf ganzer Linie für Revachol. Zur Hölle mit dem Rest.“
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„Ha!“ Sie lacht schrill und laut auf. „Das sind Sie wohl, Officer. Auf ganzer Linie für Revachol. Aber genug über Evrart geredet – was kann ich sonst noch für Sie tun?“
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„Das Reden in ästhetischen Kategorien ist ein Privileg der herrschenden Klasse. Meinen persönlichen Beobachtungen zufolge versuchen die meisten Leute einfach nur, zu überleben.“
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„Begriffen.“ Sie verstummt. Die Krähenfüße in ihren Augenwinkeln treten stärker hervor. Sie wirft einen Blick auf die Stadt hinter dir und schaut dann zur Küste. „Aber wir haben jetzt genug über Evrart gesprochen – wie kann ich Ihnen sonst noch helfen?“
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„Begriffen.“ Sie verstummt. Die Krähenfüße in ihren Augenwinkeln treten stärker hervor. Sie wirft einen Blick auf das Dorf hinter dir und schaut dann aufs Meer. „Aber wir haben jetzt genug über Evrart gesprochen – wie kann ich Ihnen sonst noch helfen?“
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„Ja. Abgesehen vom Schielen sieht Edgar genauso aus wie sein Bruder. Er spricht auch genauso wie Evrart. Und wenn des einen Amtszeit als Gewerkschaftschef abläuft, übernimmt der andere seinen Posten.“
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- Wenn du ihn mit etwas Spitzem stechen würdest, könntest du ihn heraussickern sehen. Was könntest du benutzen? Ein Messer, vielleicht? Nein – ein Rapier!
- „Du liebe Zeit, nein! Wir kommen gut miteinander aus … Aber jetzt, wo Sie es erwähnt haben, geht mir dieser schwarze Sirup nicht mehr aus dem Kopf … Er tropft einfach an seinem Doppelkinn herunter …“ Sie spricht nicht weiter und lächelt.
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- Wenn du ihn mit etwas Spitzem stechen würdest, könntest du ihn heraussickern sehen. Was könntest du benutzen? Ein Messer, vielleicht? Nein – ein Rapier!
- „Du liebe Zeit, nein! Wir kommen gut miteinander aus … Aber jetzt, wo Sie es erwähnt haben, geht mir dieser schwarze Sirup nicht mehr aus dem Kopf … Er tropft einfach an seinem Doppelkinn herunter …“ Sie spricht nicht weiter und lächelt.
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- Wenn du ihn mit etwas Spitzem stechen würdest, könntest du ihn heraussickern sehen. Was könntest du benutzen? Ein Messer, vielleicht? Nein – ein Rapier!
- „Du liebe Zeit, nein! Wir kommen gut miteinander aus … Aber jetzt, wo Sie es erwähnt haben, geht mir dieser schwarze Sirup nicht mehr aus dem Kopf … Er tropft einfach an seinem Doppelkinn herunter …“ Sie spricht nicht weiter und lächelt.
„Du liebe Zeit, nein! Wir kommen gut miteinander aus … Aber jetzt, wo Sie es erwähnt haben, geht mir dieser schwarze Sirup nicht mehr aus dem Kopf … Er tropft einfach an seinem Doppelkinn herunter …“ Sie spricht nicht weiter und lächelt.
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- Wenn du ihn mit etwas Spitzem stechen würdest, könntest du ihn heraussickern sehen. Was könntest du benutzen? Ein Messer, vielleicht? Nein – ein Rapier!
- „Du liebe Zeit, nein! Wir kommen gut miteinander aus … Aber jetzt, wo Sie es erwähnt haben, geht mir dieser schwarze Sirup nicht mehr aus dem Kopf … Er tropft einfach an seinem Doppelkinn herunter …“ Sie spricht nicht weiter und lächelt.
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„An jeder Ecke liegen Flugblätter, hängen Banner … Was stand noch gleich drauf? Ach, stimmt …“
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„Zur Verteidigung muss man sagen, dass eine andere Parole VERLANGT DEMOKRATIE! lautete. Ziemlich handzahm im Vergleich zu JEDER ARBEITER EIN VORSTANDSMITGLIED!.“
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- „Zur Verteidigung muss man sagen, dass eine andere Parole VERLANGT DEMOKRATIE! lautete. Ziemlich handzahm im Vergleich zu JEDER ARBEITER EIN VORSTANDSMITGLIED!.“
- „Ich persönlich finde, dass sie nicht so viel Pfiff hat wie JEDER ARBEITER EIN VORSTANDSMITGLIED!.“
- „Das sehe ich persönlich auch so – sie hat nicht so viel Pfiff wie JEDER ARBEITER EIN VORSTANDSMITGLIED!.“
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„Glücklicherweise haben die Gewerkschaftler ihre Forderung erklärt: Jedes Mal, wenn die Wild-Pines-Gruppe etwas – irgendetwas – entscheidet, muss sie die Unterschriften aller 2 200 in ihrer Verladestation in Martinaise beschäftigten Arbeiter einholen.“
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„Nur, damit Sie das richtig einordnen können: Das ist nur eine von zweiundzwanzig Verladestationen im Besitz der Wild-Pines-Gruppe. Damit wären sie im Grunde nicht nur die Könige des Unternehmens, sondern auch die Könige der 72 000 Beschäftigten der Wild-Pines-Gruppe.“
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- „Die Forderung ist eigentlich ziemlich einfach. Jedes Mal, wenn die Wild-Pines-Gruppe etwas – irgendetwas – entscheidet, muss sie die Unterschriften aller 2 200 in ihrer Verladestation in Martinaise beschäftigten Arbeiter einholen.“
- „Glücklicherweise haben die Gewerkschaftler ihre Forderung erklärt: Jedes Mal, wenn die Wild-Pines-Gruppe etwas – irgendetwas – entscheidet, muss sie die Unterschriften aller 2 200 in ihrer Verladestation in Martinaise beschäftigten Arbeiter einholen.“
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„Das mag sein. Ich habe nicht zu entscheiden, wer König ist. Aber in Sachen Verhandlungen ist das kein guter Anfang.“
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„Ich weiß es noch nicht. Ich hatte natürlich angenommen, es handle sich nur um ihre Eröffnung, um eine kompromisslose Taktik mit einem Schuss Hohn. Aber danach kam nichts mehr, es folgten nur endlose Wiederholungen derselben unsinnigen Parole …“
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„Und jetzt werden sogar Leute gelyncht, wie ich gehört habe. Hinter dem Whirling-in-Rags … Das ist eine katastrophale Situation, die ihresgleichen sucht.“
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- „Das hatte ich auch gehofft.“ Sie nickt. „Aber für gewöhnlich folgt auf diese Art von Eröffnung ein realistischeres Angebot. Bis jetzt habe ich keins gehört, dafür aber endlose Wiederholungen derselben unsinnigen Parole …“
- „Ich weiß es noch nicht. Ich hatte natürlich angenommen, es handle sich nur um ihre Eröffnung, um eine kompromisslose Taktik mit einem Schuss Hohn. Aber danach kam nichts mehr, es folgten nur endlose Wiederholungen derselben unsinnigen Parole …“