Gespräch · Der Deserteur
Sprecher · 29
Der Deserteur
Beherrschung
Du
Visuelles Kalkül
Kim Kitsuragi
Logik
Konzeptbildung
Rhetorik
Ausdauer
Reaktionsvermögen
Innenleben
Cuno
Wahrnehmung (Sehen)
Autorität
Wahrnehmung (Hören)
Zwielicht
Willenskraft
Schauder
Korpsgeist
Suggestion
Elektrochemie
Schmerzgrenze
Empathie
Gewandtheit
Auge-Hand-Koordination
Enzyklopädie
Schauspielkunst
Mechanik
Körperapparat
Wann
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„Das habe ich“, sagt er mit einem pfeifenden Atemgeräusch. „Und du hast sie geöffnet – wie?“
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„Reaktionäre Rock-and-Roll-Musik.“ Er gestikuliert in Richtung Norden. „Auf dem Wasser gespielt.“
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„Die Faschisten haben recht behalten, was Rock and Roll angeht. Er ist degeneriert … Musik für Geistesgestörte, die ihre Hüften schwingen.“
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„So, so, Sad FM? Den Sender konnte ich noch nie leiden. Phlegmatische, konterrevolutionäre Trauergesänge … Traurigkeit ist eine Geisteskrankheit; die Waffe der Bourgeoisie.“
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Wir haben eine Welt betreten, in der er gesagt hat, dass du kein Sad FM spielen sollst. Es ist die einzige Welt, die es gibt.
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Wenn man genau ist, war das kein traditioneller Rock, eher Independent Melodic.
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„Entschuldigen Sie, ich muss Sie bitten, Ihr Gewehr niederzulegen, damit wir weitersprechen können. Ich bin von der Polizei.“ (Du fährst fort.)
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„Entschuldigen Sie, ich muss Sie bitten, Ihr Gewehr niederzulegen, damit wir weitersprechen können. Wir sind von der Polizei.“ (Du fährst fort.)
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„Du bist doch nur ein besserer Nachtwächter.“ Er sieht dir in die Augen. „Das hier ist ein Dienstgewehr. Ich kann es nur vor einem gegnerischen Befehlshabenden entsprechenden Ranges ablegen.“
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Sein Ellbogen ruht auf dem Schaft des Gewehrs. Momentan noch ruhig, aber er könnte es jederzeit nehmen. Und anscheinend kennt er die Waffe …
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- „Sie haben nicht mal ein Magazin.“
- „Na, das ist aber ein Zufall. Ich bin ein gegnerischer Befehlshabender.“
- „Waffe runter! UND ZWAR JETZT!“
- „Kim?“ (Du wendest dich dem Lieutenant zu.)
- „Ich bin ein gegnerischer Befehlshabender von Rang. Legen Sie es nieder.“
- „Na schön, aber richten Sie nicht die Waffe auf mich, während wir reden.“
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Seht ihn Euch nur an, wie er seine buschigen Augenbrauen hebt. Das ist eine Lüge. Er hat alles verschossen.
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„Eine große Nummer der Päderastenarmee. Wie wär’s, wenn ich es einfach behalte, hä? Wenn ich es einem echten Killer gäbe. Einem Briscade.“
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„Sonst wirst du mir das Gehirn rauspusten, bevor du mich verhörst?“ Ein Moment der Stille vergeht. „Ach, was soll’s. Taugt sowieso nur noch als Gehstock.“
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„Keine Munition mehr.“ Der alte Mann lässt das Gewehr unsanft zu Boden fallen. Dann sieht er es an, wie es so daliegt.
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Er starrt einfach weiter. Sein faltiger Mund bewegt sich geräuschlos. Eine seltsame Traurigkeit, wie ein Lied.
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Der alte Mann zieht die Kapuze seines Plastikumhangs zurück und sieht hinauf in den Himmel.
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„Die Gegenwart, Angst zu haben und zu frieren.“ Der alte Mann zieht die Kapuze seines Plastikumhangs zurück und sieht hinauf in den Himmel. Er ist blaugrau, genau wie das Meer.
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„Das geht ma’ gar nich’ klar, niemals in Cunos Leben …“, murmelt er. Mit auf den Deserteur gerichtetem Finger – wohlgemerkt durch seine Jackentasche – wendet sich der Junge dem alten Mann zu.
„Officer Cuno hat gerade seine Kiejl A9 auf deinen verschissenen Kopf gerichtet und wird ihn dir wegblasen, wenn du nicht gleich dein Gewehr fallenlässt!“ Sein ausgestreckter Finger bewegt sich in seiner Tasche.
Trotz der Intensität, die er in diese Worte legt, und der Fummelei in seiner Hose macht der Junge keinen überzeugenden Eindruck.
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„Von einem Kind entwaffnet …“ Er lächelt in sich hinein. „Ach, was soll’s. Taugt sowieso nur noch als Gehstock.“
Nie im Leben würde er glauben, dass Cuno bewaffnet ist. Vielleicht ist das nur das beste Ende, das er sich erhoffen kann?
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- „Na schön, Sie können sie behalten. Aber richten Sie die Waffe auf den Boden, während wir reden.“
- „Ich sehe gerade noch so einen Windbeutel an, der ein Problem mit Homosexualität hat.“
- „Was ist ein Briscade?“
- „Legen Sie doch einfach die Waffe ab, okay? Ich weiß nicht, wie ich Sie sonst überzeugen soll.“
- „Ich gehöre nicht zur Homoarmee.“
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„Ihr Faschas seid echt erbärmlich, wenn ihr allein seid …“, schnaubt er. „Ach, was soll’s. Taugt sowieso nur noch als Gehstock …“
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„Keine Munition mehr.“ Der alte Mann lässt das Gewehr unsanft zu Boden fallen. Dann starrt er es an, wie es so daliegt.
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„Habe ich etwa deine moralistischen Gefühle verletzt? Du knüppelst Leute mit einem Schlagstock zu Tode, du verschissener Hund!“ Der alte Mann spuckt.
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- Jargon aus der Kriegszeit für einen erfahrenen Soldaten hohen Ranges. Aus den Tagen der Revolution in Revachol.
- „Das kümmert keinen, Droite.“ Er schüttelt den Kopf.
- „Habe ich etwa deine moralistischen Gefühle verletzt? Du knüppelst Leute mit einem Schlagstock zu Tode, du verschissener Hund!“ Der alte Mann spuckt.