Alternative Zeilen · 1
„Kim, hat Garte Ihnen nicht Sylvie Malaìikas Nummer gegeben?“
„Kim, hat Garte Ihnen nicht Sylvie Malaìikas Nummer gegeben?“
„Doch, warten Sie …“ Der Lieutenant wirft einen Blick in seine Notizen. „Ihre Nummer lautet 005-1944-298.“
„Geben Sie ihr etwas Zeit. Vielleicht ist sie gerade beschäftigt … und kann nicht direkt ans Telefon kommen.“
„Ja, hallo.“ Eine weibliche Stimme grüßt dich durch das Rauschen hindurch – sie hört sich an, als sei sie Millionen von Meilen weit weg.
Lieutenant Kitsuragi beginnt langsam damit, einen kleinen Rhythmus mit seinem rechten Fuß zu tippen. Es ist bereits ziemlich viel Zeit verstrichen.
„… HIER SIND WIE IMMER DJ MESH UND DJ FLACIO, UND IHR HÖRT S-S-S-SSS-SSSPEE-EED FREAKS FM MIT DER HEISSESTEN, DRECKIGSTEN, VULGÄRSTEN …“
Ein Schwarm Möwen in der Nähe wird von dem dröhnenden Gerät aufgescheucht und fliegt davon.
Blitzschnell greift der Lieutenant in die Kabine und schaltet den Rundfunk aus. Ohne dich anzusehen, sagt er:
„Jemand muss am Gerät herumgefummelt haben. Vielleicht hat es auch von selbst eine zufällige Frequenz eingestellt … Sie wollten die Hauptverbindung, korrekt?“
„Entschuldigen Sie, ich wollte mich mit der Zentrale verbinden.“ (Du nimmst das Funkgerät in die Hand und schaltest es zurück auf die Hauptverbindung.)
Na los, schalte den Rundfunk wieder ein, solange er noch auf Speedfreaks.FM eingestellt ist!
„Ich mag es nicht.“ Er zuckt kaum merkbar mit den Schultern. „Ich weiß nicht, warum dieser Kanal als Favorit eingestellt ist.“
Er ist zu hölzern. Wie ein Landser, der während einer militärischen Inspektion darauf hofft, dass sein befehlshabender Offizier ihn übersieht.
Warum zum Teufel gibt er es nicht einfach zu? Lass ihn damit nicht durchkommen. Piesacke ihn so lange, bis er es zugibt.
„Da gibt es eigentlich sowieso nichts zu reden, aber ja, konzentrieren wir uns auf die wichtigen Dinge.“ Er tätschelt den Motorwagen.
„Hier ist das 57. Revier. Soll ich Sie mit jemandem verbinden?“ Die Stimme auf der Kurzwelle wiederholt sich.
„… AAAAUFGEMOTZTER MOTORWAGEN FÜR EIN BÖSES, BÖSES MUTTERSÖHNCHEN, F-F-FFFÜR DIE B-B-BLEIFÜSSE UND ABGEFAHRENEN …“
„Verdammt noch mal!“ Flink wie eine Viper schaltet der Lieutenant das Gerät wieder ab und stellt es auf die Hauptverbindung. Dann wendet er sich dir zu:
„Es hilft mir dabei, in langen Nächten wachsam zu bleiben, okay?! Es ist eine Arbeitstechnik. Ich bin kein extremer Speedfreak oder so …“ Er schüttelt mit dem Kopf und starrt wütend zu Boden.
„Vielen Dank.“ Seine Augen schweifen über den Platz, um sicherzugehen, dass niemand den plötzlichen Krach aus dem Rundfunk gehört hat, bevor er sich wieder dem Fahrgastraum zuwendet.
„Wäre das Ihr Motorwagen, wären Sie auch einer“, schnauzt er dich mehr oder weniger ernst an.
„Aber mal im Ernst, hören wir auf, herumzualbern. Wir haben Ermittlungen anzustellen.“ Er wendet sich wieder dem Fahrgastraum zu.
Der Lieutenant hebt eine Augenbraue. Der Meereswind weht und trägt den Geruch von Salz herein.
Diese Augenbraue! Er setzt seine Autorität gegen dich ein … Du kannst ihr … nicht widerstehen …
Das ist weit genug gegangen. Du wirst deinem Partner Achtung entgegenbringen und dich entschuldigen.
„Ach, Mann! Sie hätten mir sagen sollen, dass Sie den Sender mögen! Ich hätte sie gebeten, einen Gruß für Sie rauszuschicken.“