„Der muss ja übel neben der Spur sein, dass er so schreit. Na ja, immerhin lebt er noch …“ Officer Minot in der blauen Uniform runzelt die Stirn. „Jean, vielleicht ist etwas passiert? Hört sich nach einer Notlage an …“
Psyche
Vor Gedankeneffekten; weitere Dialogbedingungen können gelten.
620 · Stimmen und Dialoge
„Der muss ja übel neben der Spur sein, dass er so schreit. Na ja, immerhin lebt er noch …“ Officer Minot in der blauen Uniform runzelt die Stirn. „Jean, vielleicht ist etwas passiert? Hört sich nach einer Notlage an …“
Er denkt sich: Ich warte. Ich bin bereit. Seine vom Schweiß feuchten Hände umklammern die Kamera.
Junior Officer Cuno denkt sich: Wir finden sie schon wieder, Mann. Wir erwischen sie. Der Scheißphasmide werden wir es noch zeigen.
Er denkt sich: Wir haben es versemmelt. Um Haaresbreite. Wir hätten … Dann sammelt sich der Lieutenant wieder.
Dreihundert Meter weiter im Landesinneren hält sich Sonderberater Trant Heidelstam eine Hand ans Ohr. Satellite-Officer Vicquemare nickt ihm am Anleger zu. „Ich habe es gehört.“
Hilfspolizist Cuno denkt sich: Egal, wie schlimm es ist, Bulle, wir machen weiter. Wir ermitteln. Was bleibt uns anderes übrig?
Ich verstehe das – wir haben alle etwas Ähnliches durchgemacht. Man kommt darüber hinweg.
Du hast eine Grenze überschritten. Das wird er dir nicht vergessen.
Irgendwo in Revachol hat der Lieutenant auch gerade den Rundfunk eingeschaltet. Da er ungestört ist, versucht er gar nicht erst, sein Lächeln zu unterdrücken.
Wenn doch nur Lieutenant Kitsuragi hier wäre. Er würde daraus schlau werden.
Verdammt – der Lieutenant hatte die Nummer und ist jetzt nicht hier.
Dies ist das 41. Revier – den Ort, den du noch am ehesten ein Zuhause nennen kannst. Es ist weit weg …
Echte Sorge, von Polizist zu Polizist. Er hat den Eindruck, dass du Hilfe brauchst, und bedauert, dass er nicht weiß, wie er sie dir geben soll.
Achtzehn Kilometer weiter südlich, in der Funkkabine des 41. Reviers, hat sich eine Traube um den für Kommunikation zuständigen Jules „Opa“ Pidieu gebildet. Es sind etwa ein Dutzend Polizisten.
Weit im Norden – auf der anderen Seite der Motorstraße – steht ein Polizist schweigsam vorgebeugt, eine Hand im Motorwagen.
Ein dürrer alter Mann sitzt in einer staubigen Kabine und raucht. Auf seiner Weste ist ein großes weißes Rechteck aufgenäht. Vor ihm steht ein kastenförmiger Apparat mit Kabeln und Antennen – das Schaltbrett für das Funkgerät.
In dem verqualmten kleinen Raum herrscht eine entspannte Stimmung, als Officer Judit Minot hereinkommt. Sie trägt einen Verband um den linken Arm und hat kurze Haare.