Gespräch · Gaston Martin
Sprecher · 19
Wann
- Tag 1 · „Es ist meine polizeiliche Pflicht, Ihnen mitzuteilen, dass es einen Verstoß gegen die moralisch
- Tag 2 · „Es ist meine polizeiliche Pflicht, Ihnen mitzuteilen, dass es einen Verstoß gegen die moralisch Weiter Weiter
- Tag 3 · „Es ist meine polizeiliche Pflicht, Ihnen mitzuteilen, dass es einen Verstoß gegen die moralisch
- Tag 4 · „Es ist meine polizeiliche Pflicht, Ihnen mitzuteilen, dass es einen Verstoß gegen die moralisch
- Tag 5 · „Wo ist René?“ Weiter Weiter
- Tag 6 · „Wo ist René?“ Weiter Weiter
- Tag 7 · „Wo ist René?“ Weiter Weiter
- Tag 8+ · „Wo ist René?“ Weiter Weiter
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- Bis bald vielleicht. [Ende.]
- „Hey, entgegen meinen ursprünglichen Plänen habe ich Ihnen eine neue Boulekugel besorgt.“ (Du zeigst die Kugel vor.)
- „Sagen Sie, was wissen Sie über den Toten?“
- „Sieht lecker aus.“ (Du deutest auf das Sandwich.) „Dürfte ich mal beißen?“
- „Ich will noch ein paar Dinge über René besprechen, wenn das in Ordnung ist.“
- „Ich wollte Sie noch einmal zur Gewerkschaft befragen.“
- „Wo ist René?“
- „Hey, Gaston. Kein Kommentar zu den Klamotten?“
- „Sie haben Jeanne-Marie Beaulieu erwähnt. Wer ist das?“
- „Was sind die Regeln dieses Spiels?“
- „Es ist meine polizeiliche Pflicht, Ihnen mitzuteilen, dass es einen Verstoß gegen die moralischen Regeln gegeben hat.“ (Du zwinkerst und zeigst auf die Kugeln.)
- „Reden wir noch ein bisschen über Jeanne-Marie.“
- „Schade, dass René nicht mehr da ist. Ich hatte gehofft, ihn nach den Maiglöckchen fragen zu können …“ (Du hältst ihm die Blume hin.)
- „Hey, Gaston, ich habe Ihnen eine neue Boulekugel besorgt.“ (Du zeigst die Kugel vor.)
- Du überzeugst Gaston, auf sein Sandwich zu verzichten.
- „Ich habe Ihr Sandwich gegessen, Gaston.“
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„Hey, entgegen meinen ursprünglichen Plänen habe ich Ihnen eine neue Boulekugel besorgt.“ (Du zeigst die Kugel vor.)
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Gaston starrt die Kugelstoßkugel bedrückt an. Mehrere Sekunden vergehen. Dann sagt er: „Jetzt ist es zu spät, Officer … Sie sind zu spät wiedergekommen. René ist nicht mehr da.“
„Der Mistkerl hat alle Geschosse, Schwerter und Explosionen überlebt, nur um an einem Herzinfarkt zu sterben …“ Er stößt einen tiefen Seufzer aus. „Ironie des Schicksals, nicht wahr? Selbst sein eigenes kleines verbittertes Herz konnte ihn nicht ausstehen.“
„Behalten Sie sie; das ist nicht einmal eine echte Boulekugel.“ Er winkt ab. „Außerdem ist es jetzt auch egal. Mir ist in Martinaise sonst keiner unter die Augen gekommen, der Pétanque spielt.“
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„Ähm … Eigentlich alles. Ich kannte ihn wahrscheinlich besser als …“ Er hält inne, als ihm etwas auffällt. „Sie meinten die Teetasse am Baum, nicht wahr? Über ihn weiß ich gar nichts.“
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„Es tut mir leid, Officer, aber ich teile mein Essen nie“, sagt er und fügt schnell hinzu: „Nichts Persönliches, es ist einfach ein Prinzip.“
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Plötzlich bemerkst du, wie hungrig du bist. Nur Gott weiß, wann du das letzte Mal etwas zwischen die Zähne bekommen hast.
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Das Sandwich sieht wie ein kulinarisches Wunderwerk aus, sorgfältig belegt und reich an Zutaten. Der Urheber verstand offensichtlich sein Handwerk.
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Zusätzlich zur naheliegenden Schinkenscheibe – einer fetten – siehst du ein von unten hervorlugendes Stück Tomate. Und … ist das Mayonnaise?
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„Glauben Sie mir, Officer, ich würde Ihnen gerne helfen, aber ich brauche dieses Sandwich, um meinen Blutzucker stabil zu halten.“ Er windet sich und weicht deinem Blick aus. „In meinem Alter muss man auf diese Dinge achten.“
Du kannst ihn kaum verstehen. Der süße Duft von Gurken in harmonischem Einklang mit Knoblauchbutter und eingelegten Zwiebeln strömt aus dem Sandwich und treibt deine Sinne nur in eine Richtung – du musst das haben.
Und dann haut es dich fast um: Der brillante Bastard hat das gesamte Sandwich mit einer Honig-Senf-Sauce getränkt. Wie unfassbar dekadent. Und delikat.
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„PFOTEN WEG, das gehört mir!“ Erschrocken von seiner eigenen Reaktion weicht er abrupt zurück.
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„Entschuldigung, Officer, es tut mir leid. So habe ich das nicht gemeint.“ Vorsichtig fährt er fort: „Aber das ist mein Sandwich, und ich werde es nicht teilen.“
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„Wenn die Dissidenten kommen, um unser Land zu vergewaltigen, versteckt er sich, aber sobald man einen Bissen seines Sandwichs abhaben will, wachsen ihm Krallen? Du bist schon ein ganz besonderer Parasit, Gaston.“
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„Oh, das ist gut; das ist sogar sehr gut.“ Er ist sichtbar erleichtert. „Sie wollen sicher noch etwas anderes besprechen?“
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- „Mein aufrichtiges Beileid.“ (Du schließt das Thema ab.)
- „War er wirklich so schlimm?“
- „Wie genau ist er gestorben?“
- „Eine Schande, ich konnte ihn nicht mehr fragen, wie man die Zeit zurückdreht.“
- „Nicht mehr da? Wo ist er denn?“
- „Wissen Sie, was aus seinen Medaillen geworden ist?“
- „Hatten Sie ihn gern?“
- „Die Alten sterben – Sie bereiten sich besser schon mal darauf vor.“ (Du schließt das Thema ab.)
- „Hier, als Andenken an Ihren Freund …“ (Du gibst ihm das Foto von René und dem Mädchen.)
- „Möge René in Frieden ruhen.“ (Du schließt das Thema ab.)
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„So ist das Leben; es lässt sich nicht ändern“, murmelt er leicht abwesend. „Aber wenn man jemanden neunundsiebzig Jahre lang kennt und er dann von einem Tag auf den anderen einfach nicht mehr da ist …“
Trotz ihrer Differenzen haben diese Männer ihr Leben lang eine so wichtige Rolle füreinander gespielt, dass sich jetzt, wo einer von ihnen nicht mehr da ist, der andere … einfach verloren fühlt.
„Keine Ahnung … Ich fühle mich einfach leer.“ Er schüttelt langsam den Kopf und erinnert sich dann an deine Anwesenheit. „Aber Sie … Sie wollen bestimmt irgendetwas von mir, oder?“
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„Ich kann mich nur wiederholen: ein echter Drecksack.“ Er dreht sich um, um einen Blick auf den Krater zu werfen. „Selbst seine alten Kameraden aus der Armee wollten ihn nicht um sich haben. Er war wie eine alte Viper.“
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„Nur Jeannie und ich konnten seine Anwesenheit ertragen …“ Er macht eine Pause. „Als wir noch klein waren, sah sie etwas in ihm, und …“
Seine Stimme zittert. „… u-und sie hat das nie aus den Augen verloren. Und ich dachte, wenn das wunderbarste Wesen auf der Welt ihn lieben kann, dann muss er es irgendwie wert sein, dass ich zu ihm halte …“
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„Sein zorniges kleines Herz hat endlich versagt.“ Er seufzt. „Die Hafenarbeiter haben ihn heute Morgen in der Wachkabine gefunden. Hätte eigentlich noch eine Woche freigehabt, aber er musste einfach allen zeigen, was für ein harter Hund er ist …“
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Warte mal … Hat er sich selbst dazu getrieben, um zu beweisen, dass er seinen Beitrag leisten kann und keine Almosen benötigt?
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„Er muss wohl kurz davor gewesen sein, heimzugehen. Die Hafenarbeiter haben ihn in normalen Sachen gefunden, nicht in der Kakaduuniform, die Sie … äh … konfisziert haben.“
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„Manchmal kam es mir so vor, als habe er sie nur getragen, um mich zur Weißglut zu treiben.“ Gaston lächelt traurig. „Jetzt ist er der Angeschmierte, denn er wird ohne sie begraben werden.“
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„Manchmal kam es mir so vor, als habe er sie nur getragen, um mich zur Weißglut zu treiben.“ Gaston starrt die Uniform an, die du trägst. „Jetzt ist er der Angeschmierte. Er wird nicht einmal in ihr begraben werden.“
„Manchmal kam es mir so vor, als habe er sie nur getragen, um mich zur Weißglut zu treiben.“ Gaston starrt deine Jacke an. „Jetzt ist er der Angeschmierte. Er wird nicht einmal in ihr begraben werden.“
„Manchmal kam es mir so vor, als habe er sie nur getragen, um mich zur Weißglut zu treiben.“ Gaston starrt deine Hose an. „Jetzt ist er der Angeschmierte. Er wird nicht einmal in ihr begraben werden.“
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- „Er muss wohl kurz davor gewesen sein, heimzugehen, denn als die Hafenarbeiter ihn gefunden haben, hatte er normale Sachen an und nicht die Kakaduuniform, die er immer getragen hat, wenn wir zusammen waren.“
- „Er muss wohl kurz davor gewesen sein, heimzugehen. Die Hafenarbeiter haben ihn in normalen Sachen gefunden, nicht in der Kakaduuniform, die Sie … äh … konfisziert haben.“
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„Nein“, erwidert er schnell. „René war der sturste Bock in ganz Revachol. Nichts, was man machte oder sagte, konnte ihn je zu irgendetwas treiben. Dieser Mann war vollkommen unbeirrbar.“
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„Fressen oder gefressen werden – es gibt nichts dazwischen.“ Das ist es, was du René gesagt hast. Vielleicht war er doch nicht vollkommen unbeirrbar.
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„Ich helfe Ihnen gerne, so gut ich kann, Officer“, erwidert er mit müder, brüchiger Stimme.
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Die Uniform könnte also noch immer in der Wachkabine sein – das solltest du im Hinterkopf behalten, falls du vorhast, dich Revachol so richtig hinzugeben.
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„Er muss wohl kurz davor gewesen sein, heimzugehen, denn als die Hafenarbeiter ihn gefunden haben, hatte er normale Sachen an und nicht die Kakaduuniform, die er immer getragen hat, wenn wir zusammen waren.“
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Hatte er etwa das Gefühl, beweisen zu müssen, dass er immer noch seinen Beitrag leisten kann? Dass er keine Almosen benötigt?
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„Eine wahre Schande …“ Der alte Mann nickt, den Blick immer noch auf den Boden gerichtet. Er hört dir gar nicht richtig zu.
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Aus dem Kerl ist nichts herauszubekommen. Wenn der alte Karabinier etwas wüsste, würde er es mit ins Grab nehmen.
Keine Sorge, nur ein kleiner Rückschlag. Movere tempore, Gefolgsmann des Königs. Den Beharrlichen bleibt kein Weg versperrt. Bleib einfach in Bewegung.