Gespräch · Joyce Messier
Sprecher · 27
Joyce Messier
Du
Kim Kitsuragi
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Wahrnehmung (Riechen)
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Körperapparat- Entsetzliche Krawatte
„Es wird keine Dämmerung geben, sondern einen langsamen, schwelenden, abscheulichen Bürgerkrieg. So beginnen Staaten zu scheitern. Kein apokalyptischer Rausch, nur Abscheulichkeit.“
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„Es fehlt nur noch die Lösung des Konflikts. Überlassen Sie ihnen den Hafen.“
„Glauben Sie, dass ich die Entscheidung darüber treffen darf, ihnen den Hafen zu überlassen? Glauben Sie, dass ich Einfluss auf den Vorstand und die von ihm entsandten kriegsneurotischen Söldner habe?“
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Das darf sie. Sie ist befugt, diese Entscheidung zu treffen. Es ist schon seit einiger Zeit klar, dass diese Frau mehr ist, als sie durchblicken lässt.
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„Officer …“ Der Gesichtsausdruck des Lieutenants vermittelt Unsicherheit. Er klingt noch nicht einmal wütend.
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Ein Konstriktorknoten aus sich widersprechenden Motiven: Gier, Furcht. Vielleicht ist es möglich, sie auf dieser Mikroebene zu beeinflussen …
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„Soll er aus dem Weg geräumt werden wie die vorherigen Gewerkschaftsführer? Die Evrart und Edgar vermutlich selbst auf dem Gewissen haben …“ Sie denkt darüber nach.
„Ich gebe zu, dass die Idee etwas Poetisches hat. Und ebenso wie Poesie ist sie nutzlos. Denn Edgar wäre noch da. Das haben sie einkalkuliert. Die Gewerkschaft verkörpert sie, und sie verkörpern Martinaise.“
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„Natürlich nicht. Ihre Aufgabe besteht darin, im Nachhinein den Dreck wegzuräumen. Und es sieht so aus, als ob in naher Zukunft eine Menge Dreck wegzuräumen sein wird.“
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„Es ist ein Bluff. Lassen Sie’s darauf ankommen. Lassen Sie sie das Feuer eröffnen und warten Sie ab, wie lange sie durchhalten.“
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„Eines Tages werden Sie feststellen, dass Sie nicht einfach durch die Gegend laufen und solche Dinge über die Bürger sagen können, die wir beschützen sollen.“
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„Sie werden durchhalten, solange der Drogenhandel in Jamrock sie stützt. Und mit Verlaub, bis dahin wird viel Zeit vergehen und Blut vergossen werden.“
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„Aber es ist kein Bluff. Das hatte ich zuvor gedacht. Sogar, dass Sie Teil dieser List wären und mir deshalb die Botschaft überbracht hätten … Weiterhin an einen Bluff zu glauben, wäre zu diesem Zeitpunkt reines Wunschdenken.“
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„Ich fürchte, aus dieser Nummer kommen wir mit etwas Discomäßigem nicht heraus …“, sagt sie mit großem Bedauern.
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- (Du wirfst einen Blick auf dein Handgelenk.) „Die Apokalypse geht gleich los. Möge die Dämmerung einsetzen.“
- „Die Arbeiter sollten den Hafen bekommen.“Gemerkt · 1
- „Schlagen Sie der Schlange den Kopf ab. Evrart ist es, der diese ganze Sache vorantreibt.“
- „Es ist nicht Aufgabe der BMR, diese Entscheidungen zu treffen.“
- „Es ist ein Bluff. Lassen Sie’s darauf ankommen. Lassen Sie sie das Feuer eröffnen und warten Sie ab, wie lange sie durchhalten.“
- „Sie haben sich doch sicherlich bereits entschieden. Verraten Sie mir, wie?“
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Spielt das eine Rolle? Oder steht ihre Entscheidung bereits seit einer ganzen Weile fest?
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„Die Gewerkschaft hat Revachol-West hinter sich. Sie genießt einen Heimvorteil … Das wird eine lange und blutige Auseinandersetzung. Die Frage ist nur, wie lang – und wie blutig.“ Sie verstummt.
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- „Die Gewerkschaft hat Revachol-West hinter sich. Sie genießt einen Heimvorteil … Das wird eine lange und blutige Auseinandersetzung. Die Frage ist nur, wie lang – und wie blutig.“ Sie verstummt.
- „Glauben Sie, dass Krenel die einzige Militärfirma ist, deren Dienste Wild Pines in Anspruch nimmt? Krenels Leute werden nur die Vorhut weiterer Truppen sein. Die Frage ist nur, wie viele Jahre und Leben es kosten wird?“ Sie verstummt.
- „Es wird viel Zeit brauchen, sie alle auszuschalten, und viele Menschenleben kosten.“
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„Glauben Sie, dass Krenel die einzige Militärfirma ist, deren Dienste Wild Pines in Anspruch nimmt? Krenels Leute werden nur die Vorhut weiterer Truppen sein. Die Frage ist nur, wie viele Jahre und Leben es kosten wird?“ Sie verstummt.
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„Nein.“ Sie wendet ihren Blick wieder dir zu. „Das wäre naiv von mir. Er hat Sie geschickt – wir verhandeln bereits.“
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„Und wenn er seinen Kurs nicht ändert, werden Kriegsverhandlungen daraus, Detectives.“
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- „Die Gewerkschaftler wollen den Krieg. Ich hatte es Ihnen ja bereits gesagt – Evrart wollte von Anfang an, dass diese Sache eskaliert.“
- „Er ist bereit für einen Krieg. Die ganze Gewerkschaft ist bereit dafür.“
- „Die Gewerkschaftler wollen den Krieg. Sie glauben, ihn gewinnen zu können, bevor Sie überhaupt begreifen, dass er begonnen hat.“
„Das ist sie ganz gewiss nicht.“ Sie wendet ihren Blick wieder dir zu. „Krenel beschäftigt tausend Mann. Als Nächstes treffen ein zwanzig Mann starker Zug und ein Kanonenboot ein.“
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„Die Gewerkschaftler wollen den Krieg. Sie glauben, ihn gewinnen zu können, bevor Sie überhaupt begreifen, dass er begonnen hat.“
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„Das ist Wahnsinn.“ Sie wendet ihren Blick wieder dir zu. „Krenel beschäftigt tausend Mann. Als Nächstes treffen ein zwanzig Mann starker Zug und ein Kanonenboot ein. Die kann man nicht einfach hereinlegen.“
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„Ja. Es ist kein Streik. Man lässt Sie nicht herein, weil es nichts zu verhandeln gibt. Die Gewerkschaft übernimmt die Verladestation.“
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„Wenn die Gewerkschaft sie übernimmt …“ Sie blickt zu dem farbenfrohen Kistenberg hinüber, der sich wie ein Haufen Bauklötze über Martinaise erhebt.
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„Ehrlich gesagt möchte ich mit Ihnen erst mal über etwas anderes sprechen, wenn Sie nichts dagegen haben.“ (Du schließt das Thema ab.)
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„Natürlich, Detective.“ Sie beruhigt sich. „Sie können jederzeit vorbeischauen, wenn sich etwas Neues ergibt. Nun, was kann ich sonst noch für Sie tun?“
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„Natürlich, Detective.“ Sie beruhigt sich. „Sollte sich später etwas Neues ergeben, zögern Sie nicht, auf ein Gespräch vorbeizuschauen.“
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Zumindest bist du im Begriff, das zu sagen, als du einen kalten Stich ins Herz fühlst. Sobald du es ausgesprochen hast, gibt es kein Zurück mehr, Harry.
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Ja … Du solltest dieses Thema erst später anreißen. Diese Information könnte Sprengkraft besitzen.
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Ja. Was ist, wenn ihr etwas zustößt und du ihr eine Frage nicht gestellt hast? Wenn sich eine hinterhältige kleine Frage vor dir versteckt hat?
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„Klingt so, als ließe er sie Botengänge erledigen, Detective. Das ist ein gängiges Dominanzritual …“ Sie denkt nach. „Wo sollten Sie ihn zustellen?“
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„Hier? Sie blickt sich um. „Oh nein … Was hat dieser aufgedunsene Teufel mit meinem kleinen Betonziegeldörfchen vor?“
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Es ist klar, dass ihr das Dorf schon jetzt am Herzen liegt … warum auch immer. Warum ist sie hierhergekommen?
„Nein, sagen Sie es mir nicht. Ich will nicht wissen, was er mit diesem Ort vorhat … Wahrscheinlich will er eine Statue aufstellen lassen. Es geht um eine Statue, oder?“
„Eine gigantische Statue von ihm selbst – oder besser noch von seinem Zwillingsbruder. Das liefe praktisch aufs Gleiche hinaus, ließe ihn aber weniger wie einen Psychopathen wirken.“
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- „Sie haben ziemlich viel für dieses Dorf übrig, oder?“
- „Wäre Ihnen etwas anderes lieber? Anstelle eines Jugendzentrums?“
- „Welche Schuhgröße haben eigentlich Ihre Stiefel?“
- „Also sind Sie traurig, dass Sie den Ort nicht kaufen können?“ (Du schließt das Thema ab.)
- „Er will hier ein Jugendzentrum errichten. Für die Kinder von Martinaise.“
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„Das sollte ich auch.“ Sie nickt – da ist es wieder, dieses schiefe Lächeln. „In meiner Jugend hatte ich hier in Martinaise eine kurze Liebschaft. Er war ein älterer Mann mit unglaublich breiten Schultern …“
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„Vermutlich ist er mittlerweile tot – selbst seine Hütte ist schon lange verschwunden … obwohl das unerheblich ist. Diese Gebäude sind eines wie das andere.“