Gespräch · Joyce Messier
Sprecher · 26
Joyce Messier
Du
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Kim Kitsuragi
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„Würden Sie uns jetzt sagen, was Sie über den Lynchmord wissen? Seinen Ausweis haben Sie ja nun gesehen.“
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„Die Spielregeln haben sich geändert, Lieutenant. Während Ihr Ausweis verschwunden war, habe ich meinen Arbeitgeber darüber informiert, dass es eine Untersuchung geben wird.“
„Dieses Versprechen kann ich nicht zurücknehmen.“ Sie lächelt entschuldigend. „Soweit ich weiß, halten sich die Fahrer immer noch am Kreisverkehr auf. Ich erzähle Ihnen alles, was ich weiß – wenn Sie mit ihnen fertig sind.“
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Sie schüttelt energisch den Kopf. „Ich habe vor, Ihnen Informationen anzuvertrauen. Aber jetzt kann ich das nur noch, wenn ich meinen Arbeitgebern mitteile, dass Sie Ihren Teil der Vereinbarung erfüllt haben. Was Sie hoffentlich tun werden, denn wir befinden uns in gefährlichen Gewässern.“
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Damit will sie sagen, dass Ihre Informationen in diesem Spiel den Einsatz erhöhen.
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„Je eher die Untersuchung abgeschlossen ist, desto eher kann ich Ihnen kritische Informationen anvertrauen.“ Sie nippt an ihrem Tee. „Kann ich in der Zwischenzeit noch etwas für Sie tun? Möchten Sie vielleicht einen Schluck Tee trinken?“
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- „Je eher die Untersuchung abgeschlossen ist, desto eher kann ich Ihnen kritische Informationen anvertrauen.“ Sie nippt an ihrem Tee. „Kann ich in der Zwischenzeit noch etwas für Sie tun? Möchten Sie vielleicht einen Schluck Tee trinken?“
- Sie nippt an ihrem Tee. „Kann ich in der Zwischenzeit noch etwas für Sie tun? Möchten Sie vielleicht einen Schluck Tee trinken?“
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„Das höre ich gern. Denn wir befinden uns in gefährlichen Gewässern. Je eher die Untersuchung abgeschlossen ist, desto eher kann ich Ihnen kritische Informationen anvertrauen.“
Sie nippt an ihrem Tee. „Kann ich in der Zwischenzeit noch etwas für Sie tun? Möchten Sie vielleicht einen Schluck Tee trinken?“
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„Würden Sie mir jetzt sagen, was Sie über den Lynchmord wissen? Meinen Ausweis haben Sie ja nun gesehen.“
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Was ist das hier? Eine sportliche Herausforderung? Schrei es sofort raus, so laut du kannst, zeig es diesem Arschloch!
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Allerdings! Versteckt unter diesem robusten grünen Regenmantel, beinahe rustikal in seiner Einfachheit, trägt sie ein Seidenhemd. Um ihren zarten Hals liegt ein dazu passender Schal …
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Eine Brise weht den schwachen Duft von Wacholder und Orangen zu dir herüber.
Von ihren von der Kälte roten Ohrläppchen baumeln trübe orange Perlen. Ihre hellgrünen Augen mustern dich, in ihnen spiegelt sich Wissen – und Sorge. Und Reichtum, mit all seinen Möglichkeiten.
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Dies sind die gütigen Augen einer reichen Frau, die zu sagen scheinen, dass alles möglich ist …
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Schau dich mal an, du jämmerlicher Affe. Du bist kaum dazu in der Lage, dir selbst die Schuhe zuzubinden. Deine Achselhöhlen gleichen Seen, du hast eine Schnapsfahne. Die Haare kleben dir an der Stirn, und deine Unterwäsche fühlt sich unangenehm an …
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Du bist arm. Bettelarm. Du kannst so einen Menschen nicht um Geld bitten. Dafür verspürst du zu viel …
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- Ich schäme mich nicht!
- Scham – und die sollte ich auch empfinden. Schon dafür, dass ich überhaupt darüber nachgedacht habe. Sie ist eine Frau, und ich bin ein Mann.
- Was ist das für ein Gefühl? Das habe ich noch nie zuvor gespürt.
- … Scham?
- Ich bin ein gottverdammter Arbeiter, ich schäme mich nicht, dieser Blutsaugerin etwas Kohle abzunehmen.
- Ja – Scham. Mittlerweile sollte ich eigentlich mein eigenes gottverdammtes Geld verdienen.
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Oh doch: Du bist zu beschämt, um diese Person um Geld zu bitten. Du hast zu viel Angst, dich in ihren Augen – diesen nilgrünen Halbedelsteinen – kleinzumachen.
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- Oh doch: Du bist zu beschämt, um diese Person um Geld zu bitten. Du hast zu viel Angst, dich in ihren Augen – diesen nilgrünen Halbedelsteinen – kleinzumachen.
- Glaubst du, dein kleines bisschen Kommunismus beschützt dich vor diesem Gefühl? Nein. Es macht es umso erniedrigender, vor ihr herumzukriechen …
- Ja. Du solltest dazu in der Lage sein, für dich selbst zu sorgen. Nicht vor ihren hübschen Füßen herumkriechen und mit dieser Bitte Schande über dich und deine Organisation bringen …
- Vielleicht kannst du sie um ein paar Aktientipps bitten … – vielleicht. Oder du fragst sie nach einem Job. Aber du schämst dich todsicher zu sehr, um sie nach Kohle zu fragen, Kumpel.
- Ja. Du schämst dich, diese Person um Geld zu bitten. Du hast zu viel Angst, dich in ihren Augen – diesen nilgrünen Halbedelsteinen – kleinzumachen.
- Scham? Die Gesellschaft feiner Leute hast du bisher eigentlich noch nie so recht genossen, oder? Welche Scham soll man vor diesen … Hafenarbeitern, Polizisten und Hotelangestellten empfinden? Aber dich in diesen nilgrünen Augen kleinzumachen …
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„Wie ich schon sagte …“ Ihre Stimme durchbricht die Stille und reißt dich in die Realität zurück. In der Nähe pickt eine Seemöwe an einem Stück Abfall herum … „Wenn ich Ihnen irgendwie behilflich sein kann, zögern Sie bitte nicht, mich zu fragen.“
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Scham – und die sollte ich auch empfinden. Schon dafür, dass ich überhaupt darüber nachgedacht habe. Sie ist eine Frau, und ich bin ein Mann.
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Ja. Du solltest dazu in der Lage sein, für dich selbst zu sorgen. Nicht vor ihren hübschen Füßen herumkriechen und mit dieser Bitte Schande über dich und deine Organisation bringen …
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Scham? Die Gesellschaft feiner Leute hast du bisher eigentlich noch nie so recht genossen, oder? Welche Scham soll man vor diesen … Hafenarbeitern, Polizisten und Hotelangestellten empfinden? Aber dich in diesen nilgrünen Augen kleinzumachen …
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Ja. Du schämst dich, diese Person um Geld zu bitten. Du hast zu viel Angst, dich in ihren Augen – diesen nilgrünen Halbedelsteinen – kleinzumachen.
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Ich bin ein gottverdammter Arbeiter, ich schäme mich nicht, dieser Blutsaugerin etwas Kohle abzunehmen.
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Glaubst du, dein kleines bisschen Kommunismus beschützt dich vor diesem Gefühl? Nein. Es macht es umso erniedrigender, vor ihr herumzukriechen …
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Vielleicht kannst du sie um ein paar Aktientipps bitten … – vielleicht. Oder du fragst sie nach einem Job. Aber du schämst dich todsicher zu sehr, um sie nach Kohle zu fragen, Kumpel.
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Ein gepflegter, aber geschmackvoll kurzgeschnittener Bob aus dunklen Haaren. Trotz der ersten grauen Strähnen trägt sie weiterhin ihre natürliche Haarfarbe. Ihre Dauerwelle scheint direkt aus den späten Vierzigern zu stammen …
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Sie sieht dich erwartungsvoll an. Es ist, als ob du nichts gesagt hättest – weil du nichts gesagt hast. Nicht ein bettelndes Wort hat deinen Mund verlassen …
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„Das ist der Getötete …“ Fast nimmt sie das Foto – hält dann aber inne. „Ich fürchte, dieser Diskussion können wir uns erst widmen, wenn wir die Lynchmordfrage geklärt haben.“
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„Wir sollten hier das Boot nicht von achtern auftakeln. Ich hoffe, ich kann Ihnen in einer anderen Angelegenheit weiterhelfen?“
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„Sie scheinen mir klug zu sein. Ich brauche jemanden, der mir die ungeschminkte Wahrheit über diese … Realität sagt, in der wir uns befinden.“
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„Können Sie mir noch einmal etwas über diese Tätowierungen erzählen?“
„Also, können Sie mir etwas über diese Tätowierungen verraten?“ (Du zeigst ihr das Foto.)
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„Ich fürchte, ich habe Ihnen alles gesagt, was ich weiß.“ Sie nimmt das Foto. „Es ist eine oranjesische Wasserstraßenkarte – oder eine Variante davon. Sie zeigt die Reisen, die dieser Mann unternommen hat, als er noch am Leben war.“